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Not giving a fuck: Von lustlosem Sex & sexloser Lust

Not giving a fuck: Von lustlosem Sex & sexloser Lust: Gesellschaftlichen Zwang überwinden und lebendige Intimität entdecken ist ein Buch aus dem Verlag Kremayr & Scheriau und erschien am 22. Mai 2024. 

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Not giving a fuck: Von lustlosem Sex & sexloser Lust

Endlich kein Sex mehr! Der Druck, großartigen Sex haben zu müssen, ist heute allgegenwärtig. Beate Absalon lädt dazu ein, ihn abzuschütteln und Möglichkeiten eigensinniger und erfinderischer Lust auszuloten. Der Sex kann einem leidtun. Er wäre ein Refugium für gegenseitiges Wohltun und nutzlose Verrücktheiten – aber er ist zum verkrampften Projekt geworden, das unbedingt gelingen muss, damit auch wir als gelungen gelten, selbst da, wo wir es queer-feministisch schon besser machen. Auf der Suche nach Entstressung blickt Beate Absalon kulturhistorisch fundiert auf die abgeschiedene, aber nur vermeintliche Gegenseite des Sexuellen: Unlust, Asexualität, Zölibat und Dysfunktion, die der sexuellen Dienstpflicht genüsslich den Gehorsam verweigern und unerhörte Spielräume öffnen.

Beate Absalons Buch „Not giving a fuck: Von lustlosem Sex & sexloser Lust“ hat mich tief beeindruckt und mich dazu gebracht, meine Einstellung zu Sex und Lust grundlegend zu überdenken. Die Autorin nimmt sich einem Thema an, das in unserer Gesellschaft oft tabuisiert wird: der Druck, großartigen Sex haben zu müssen. Dieser Druck, der allgegenwärtig ist, kann zu einer erheblichen Belastung führen. Absalon lädt dazu ein, diesen Druck abzuschütteln und neue, eigensinnige und erfinderische Formen der Lust zu erkunden. Die kulturhistorische Perspektive, die Absalon einnimmt, ist besonders faszinierend. Sie beleuchtet nicht nur die offensichtlichen Aspekte der Sexualität, sondern auch die oft vernachlässigten Gegenseiten wie Unlust, Asexualität, Zölibat und Dysfunktion. Diese Phänomene werden von ihr nicht als Defizite betrachtet, sondern als Möglichkeiten, sich der „sexuellen Dienstpflicht“ zu verweigern und neue Freiräume zu eröffnen. Diese Sichtweise ist erfrischend und bietet eine wertvolle Alternative zur üblichen Sexualkultur.

Absalons Ansatz, Theorie mit Praxis zu verbinden, ist besonders bemerkenswert. Durch ihre Arbeit als Kulturwissenschaftlerin und ihre Workshops unter dem Label „luhmen d’arc“ bringt sie eine einzigartige Perspektive ein, die sowohl akademisch fundiert als auch praxisorientiert ist. In ihren Workshops widmet sie sich Mehrdeutigkeiten und sozio-politischen Zusammenhängen, aber auch nicht-kathartischen Gefühlen wie Unbeholfenheit, Schüchternheit und Faulheit. Diese Herangehensweise öffnet neue Wege, um Sexualität und Lust zu verstehen und zu erleben. Das Buch ist nicht nur eine theoretische Abhandlung, sondern bietet auch praktische Anregungen, wie man den Druck rund um das Thema Sex reduzieren kann. Es ermutigt dazu, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen und den eigenen Weg zu finden. Dabei bleibt Absalon stets respektvoll und einfühlsam gegenüber den individuellen Bedürfnissen und Grenzen ihrer Leser.

„Not giving a fuck: Von lustlosem Sex & sexloser Lust“ ist ein Muss für jeden, der sich für zeitgenössische Sexualkultur interessiert und bereit ist, bestehende Normen zu hinterfragen. Beate Absalon liefert eine erfrischende, tiefgründige und praxisnahe Perspektive, die dazu anregt, die eigene Sexualität neu zu entdecken und ohne Druck zu genießen. Dieses Buch ist ein wertvoller Beitrag zur Debatte über Sexualität und Lust in unserer modernen Gesellschaft und bietet zahlreiche Denkanstöße für ein entspannteres und erfüllteres Leben.

Not giving a fuck: Von lustlosem Sex & sexloser Lust

8.2

Aufmachung

8.2/10

Umfang

8.2/10

Schreibstil

8.1/10

Thema

8.5/10

Aufbau

8.0/10

Lesbarkeit

8.1/10

Illustrationen Cover

8.2/10

Umsetzung

8.2/10

Hat mir besonders gefallen

  • Beate Absalon bietet eine neue, kulturhistorische Sichtweise auf Sexualität, die oft vernachlässigte Aspekte wie Unlust, Asexualität und Zölibat beleuchtet.
  • Die Verbindung von Theorie und Praxis durch Absalons Workshops ermöglicht praktische Anregungen und neue Wege, Sexualität zu verstehen und zu erleben.
  • Das Buch thematisiert den gesellschaftlichen Druck, großartigen Sex haben zu müssen, und ermutigt, sich von diesen Erwartungen zu lösen.
  • Absalons Ansatz ist respektvoll und einfühlsam gegenüber den individuellen Bedürfnissen und Grenzen der Leser.
  • Das Buch bietet praktische Tipps zur Reduzierung des Drucks rund um das Thema Sex und fördert ein entspannteres und erfüllteres Leben.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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