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Possible One: Lunar Industries

Possible One: Lunar Industries (Upstairs Games)

JUNI 2026

Stecke dein Revier ab im ersten realistischen Mondkolonie-Managementspiel! Nutze reale, bewährte Technologien, um deine Kolonie zu planen und zu erweitern, baue Ressourcen ab, schicke sie zur Erde und halte den Vorstand bei Laune in dieser wissenschaftsbasierten Koloniesimulation.
Entwickler: Upstairs Games
Genre: Simulation
84%
Spielspaß
85%
Wiederspielbarkeit
87%
Langzeitmotivation
83%
Grafik
88%
Umsetzung
Das Spiel setzt nicht auf Science-Fiction-Spektakel, sondern auf Wissenschaft, Glaubwürdigkeit und die Herausforderungen echter Mondkolonisation.


85%

Possible One: Lunar Industries

Die meisten Weltraum-Aufbauspiele bewegen sich irgendwo zwischen Science-Fiction und Fantasie. Es gibt Warp-Antriebe, Alien-Technologien und Ressourcen, die scheinbar aus dem Nichts entstehen. Possible One: Lunar Industries geht einen völlig anderen Weg. Das Spiel stellt von Anfang an klar, dass es keine Science-Fiction sein möchte. Stattdessen versucht Upstairs Games, eine möglichst realistische Mondkolonie auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse darzustellen. Genau das macht den Titel so interessant, aber auch deutlich anspruchsvoller als viele Genrekollegen. Das erklärte Ziel der Entwickler ist eine wissenschaftsbasierte Koloniesimulation, die reale Technologien, reale Herausforderungen und reale Probleme des Lebens auf dem Mond in den Mittelpunkt stellt.

Schon die ersten Spielstunden vermitteln ein Gefühl dafür, wie lebensfeindlich der Mond tatsächlich ist. Hier baut man nicht einfach Häuser und Fabriken. Man kämpft gegen Strahlung, Isolation, Ressourcenknappheit und die psychologischen Belastungen einer Umgebung, die für Menschen eigentlich nicht gemacht ist. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die sich deutlich von den üblichen City Buildern unterscheidet. Man verwaltet keine Stadt, sondern einen fragilen Außenposten der Menschheit.

Gameplay

Im Kern ist Possible One: Lunar Industries natürlich ein Aufbauspiel. Man errichtet Wohnmodule, Versorgungsanlagen, Energieproduktion und Industriegebäude. Der Unterschied liegt aber in der Art und Weise, wie diese Systeme miteinander verbunden sind. Nahrung, Sauerstoff, Energie und Rohstoffe sind nicht einfach nur Ressourcenleisten, sondern bilden die Grundlage des gesamten Überlebenskonzepts. Die Entwickler setzen dabei bewusst auf reale Technologien und wissenschaftliche Ansätze, die sich an aktuellen Konzepten zukünftiger Mondmissionen orientieren.

Besonders spannend ist die wirtschaftliche Komponente. Die Kolonie existiert nicht nur für sich selbst. Rohstoffe werden abgebaut, verarbeitet und zur Erde exportiert. Gleichzeitig sitzt dort ein Vorstand, der Ergebnisse sehen möchte. Wer zu wenig Gewinn erwirtschaftet, riskiert Budgetkürzungen oder sogar das Scheitern der gesamten Mission. Dadurch entsteht ein permanenter Konflikt zwischen den Bedürfnissen der Bewohner und den wirtschaftlichen Erwartungen der Geldgeber. Genau dieser Spagat sorgt dafür, dass das Spiel deutlich mehr ist als ein klassischer Basisbauer.

Leben auf dem Mond – Überleben statt Expandieren

Viele Aufbauspiele motivieren über ständiges Wachstum. Größer, schneller, mehr. Possible One verfolgt einen anderen Ansatz. Hier steht zunächst das Überleben im Vordergrund. Die Kolonisten müssen nicht nur versorgt werden, sondern auch mit den psychologischen Belastungen des Mondlebens umgehen. Isolation, fehlende Natur, die Entfernung zur Erde und die permanente Gefahr durch die Umgebung spielen eine wichtige Rolle. Laut den Entwicklern sollen mentale Gesundheit und körperliche Belastungen genauso wichtig sein wie wirtschaftlicher Erfolg.

Das sorgt für interessante Entscheidungen. Man baut nicht einfach die profitabelste Anlage, sondern muss ständig überlegen, welche Auswirkungen Entscheidungen auf die Bewohner haben. Ein unzufriedener Kolonist ist hier nicht einfach eine Zahl im Interface, sondern potenziell ein Problem für die gesamte Siedlung.

Realismus als Alleinstellungsmerkmal

Der vielleicht größte Pluspunkt des Spiels ist sein konsequenter Realismus. Während viele Weltraumspiele Technologien erfinden, versucht Possible One auf wissenschaftlich fundierten Konzepten aufzubauen. Die Entwickler sprechen selbst davon, mehrere Jahre in die Recherche investiert zu haben und Expertenwissen aus Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften einfließen zu lassen. Das merkt man an vielen Stellen. Ressourcenabbau, Energieversorgung und Infrastruktur wirken glaubwürdig und nachvollziehbar.

Natürlich bleibt es ein Videospiel und keine Simulation für Raumfahrtingenieure. Aber genau die Balance zwischen Spielbarkeit und wissenschaftlicher Authentizität macht einen großen Teil des Reizes aus. Wer sich für Raumfahrt, Mondmissionen oder zukünftige Kolonisierungskonzepte interessiert, findet hier deutlich mehr Substanz als in vielen anderen Genrevertretern.

Präsentation und Atmosphäre

Optisch setzt das Spiel weniger auf Spektakel als auf Glaubwürdigkeit. Die Mondoberfläche wirkt rau, lebensfeindlich und einsam. Gebäude sind funktional gestaltet und orientieren sich eher an realistischen Konzepten als an futuristischen Fantasien. Gerade diese Zurückhaltung gefällt mir. Statt bunter Science-Fiction-Kulissen bekommt man eine glaubwürdige Vision einer zukünftigen Mondkolonie.

Dazu kommt eine angenehm ruhige Atmosphäre. Das Spiel lebt nicht von Explosionen oder Katastrophen, sondern von Planung und langfristigem Aufbau. Wenn die ersten Versorgungsketten funktionieren, neue Module online gehen und die Kolonie langsam wächst, entsteht ein sehr befriedigendes Gefühl von Fortschritt.

Early Access – viel Potenzial, aber noch nicht am Ziel

Man darf allerdings nicht vergessen, dass sich Possible One: Lunar Industries aktuell noch im Early Access befindet. Die Entwickler veröffentlichen regelmäßig Updates und haben bereits zahlreiche Verbesserungen sowie zusätzliche Systeme angekündigt. Geplant sind unter anderem Modding-Unterstützung, bessere Zugänglichkeit, Ultrawide-Support und weitere Komfortfunktionen. Gleichzeitig zeigen die Nutzerbewertungen, dass das Spiel zwar Potenzial besitzt, aber noch nicht vollständig ausgereift ist.

An manchen Stellen merkt man noch, dass Inhalte fehlen oder Systeme weiter verfeinert werden müssen. Wer Early-Access-Spiele grundsätzlich meidet, sollte das im Hinterkopf behalten. Wer dagegen gerne die Entwicklung eines ambitionierten Projekts begleitet, bekommt bereits jetzt eine interessante Grundlage.

Fazit

Possible One: Lunar Industries ist kein typischer Weltraum-City-Builder. Das Spiel setzt nicht auf Science-Fiction-Spektakel, sondern auf Wissenschaft, Glaubwürdigkeit und die Herausforderungen echter Mondkolonisation. Gerade dadurch hebt es sich deutlich von vielen Konkurrenten ab. Die Mischung aus Ressourcenmanagement, Kolonieaufbau, wirtschaftlichem Druck und wissenschaftlicher Authentizität funktioniert bereits erstaunlich gut und bietet ein Spielerlebnis, das man in dieser Form nur selten findet.

Noch ist nicht alles perfekt. Der Early-Access-Status ist spürbar, und manche Systeme benötigen weiteren Feinschliff. Aber schon jetzt zeigt sich, dass hier etwas Besonderes entstehen könnte. Wer sich für Raumfahrt, Zukunftstechnologien und anspruchsvolle Aufbauspiele interessiert, sollte diesen Titel definitiv im Auge behalten.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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