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Age of Wonders 4: Secrets of the Archmages

Age of Wonders 4: Secrets of the Archmages (Paradox)

JUNI 2026

Folge den berühmten Zaubererkönigen von Athla! Entdecke ihre geheimen Künste und stelle dich den Gefahren, die sie auf ihrer Reise durch die berüchtigtsten Welten des Astralmeers hinterließen!
Entwickler: Triumph Studios
Genre: 4x Strategie
88%
Spielspaß
87%
Wiederspielbarkeit
89%
Langzeitmotivation
89%
Grafik
90%
Umsetzung
Age of Wonders 4: Secrets of the Archmages ist vielleicht nicht die größte Erweiterung des Spiels, aber eine der atmosphärischsten.


89%

Endlich wieder Magie im Mittelpunkt

Nach den letzten Erweiterungen, die sich stärker um Vampire, Nomaden, verwüstete Welten und neue Kulturen drehten, richtet Secrets of the Archmages den Fokus wieder auf das, was Age of Wonders für mich seit jeher ausmacht: Magie. Nicht als Unterstützung für Armeen, sondern als zentrale Macht, die ganze Welten verändern kann. Genau deshalb fühlte sich dieses DLC für mich sofort wie eine Rückkehr zu den Wurzeln der Reihe an.

Während manche Spieler zunächst skeptisch waren, weil die Erweiterung auf den ersten Blick keine neue Kultur oder einen neuen Herrschertyp einführt, entfaltet sich ihre Stärke erst im Spiel selbst. Stattdessen konzentriert sich Triumph Studios auf neue Geschichten, mächtige Zauberbücher, geheime Magie und die Geschichte der legendären Zauberkönige von Athla.

Die Story-Reiche gehören zu den besten der Reihe

Das Herzstück der Erweiterung sind die drei neuen Story-Reiche. Statt einfacher Karten bekommt man hier richtige Abenteuer, die sich deutlich stärker auf Lore, Charaktere und narrative Ereignisse konzentrieren. Besonders schön ist dabei, dass die Kampagnen nicht einfach nur neue Schlachten liefern, sondern sich tatsächlich mit den Geheimnissen der alten Zauberkönige beschäftigen.

Die Reise führt unter anderem nach Evermore, in infernalische Welten und in die mystischen Reiche der Fey. Jede dieser Karten besitzt ihre eigene Atmosphäre, eigene Herausforderungen und eigene Geschichten. Dadurch fühlt sich das DLC deutlich abwechslungsreicher an als viele klassische Szenario-Pakete. Gerade Spieler, die die Lore von Athla mögen, bekommen hier einige der interessantesten Geschichten seit dem Hauptspiel serviert.

Die neuen Zauberbücher sind die eigentlichen Stars

Wirklich begeistert haben mich aber die sechs neuen Tomes. Hier merkt man sofort, dass Triumph Studios sich austoben wollte. Der Tome of Abjuration konzentriert sich auf Schutzmagie und defensive Spielweisen. Der Tome of Gluttony dreht sich um dämonische Kräfte und das Stärken der eigenen Armeen durch dunkle Energien. Dazu kommen unter anderem der Tome of Burning Passion, der Tome of the Sprite, der Tome of the Weaver und der besonders spektakuläre Tome of the Cosmos.

Gerade der kosmische Zweig gehört für mich zu den Highlights der gesamten Erweiterung. Die Zauber fühlen sich mächtig an, verändern Schlachtfelder spürbar und geben magieorientierten Reichen wieder deutlich mehr Identität. Wer gerne Zaubererreiche spielt und lieber mit Magie als mit roher Gewalt gewinnt, wird hier sehr viel Freude haben.

Besonders gelungen finde ich, dass die neuen Tomes unterschiedliche Affinitäten bedienen. Dadurch profitieren nicht nur reine Astral-Spieler, sondern auch Natur-, Dämonen- oder Unterstützungsbuilds. Das sorgt dafür, dass die Inhalte nicht nur einmal interessant sind, sondern dauerhaft neue Kombinationen ermöglichen.

Verbotene Magie und geheime Zauber

Eine der spannendsten Neuerungen sind die sogenannten geheimen Zauber. Diese tauchen nicht einfach in einem Zauberbuch auf, sondern müssen entdeckt werden. Dabei handelt es sich um besonders mächtige magische Fähigkeiten, die bewusst außerhalb der normalen Fortschrittssysteme liegen.

Das klingt zunächst nach einer kleinen Ergänzung, verändert aber erstaunlich viel. Plötzlich lohnt es sich wieder stärker, die Karte zu erkunden, besondere Orte zu sichern und nach verborgenen Geheimnissen zu suchen. Genau dadurch entsteht dieses klassische Fantasy-Gefühl, bei dem hinter jedem Portal und jedem uralten Monument eine neue Entdeckung warten könnte.

Eulenvolk, neue Kreaturen und magische Welten

Neben den Tomes bringt die Erweiterung auch eine neue Form ins Spiel: die Owlkin. Das Eulenvolk gehört optisch zu den gelungensten Völkern, die Triumph Studios bislang veröffentlicht hat. Die Mischung aus Weisheit, Mystik und leichtem Fantasy-Märchencharme passt perfekt zum Thema der Erweiterung. Dazu kommen neue Kreaturen, mythologische Wächter und verschiedene magische Wesen, die die Karten bevölkern.

Auch die neuen Shrouded Isles gehören zu den gelungenen Ergänzungen. Diese versteckten Dimensionen fühlen sich an wie kleine Geheimwelten innerhalb der eigentlichen Karte und sorgen dafür, dass Erkundung wieder stärker belohnt wird als in vielen Standardpartien.

Nicht jeder wird begeistert sein

Trotz aller Stärken verstehe ich aber auch die Kritik einiger Spieler. Bereits vor der Veröffentlichung gab es Diskussionen in der Community, weil das DLC zunächst weniger spektakulär wirkte als etwa Giant Kings oder Thrones of Blood. Viele hatten auf eine neue Kultur oder einen neuen Herrschertyp gehofft.

Und tatsächlich: Wer vor allem neue Völker, Kulturen oder Herrschermechaniken sucht, wird hier weniger bekommen als in anderen Erweiterungen. Secrets of the Archmages richtet sich vor allem an Spieler, die das Magiesystem, die Lore und die narrativen Inhalte lieben. Für diese Zielgruppe ist das DLC hervorragend. Für reine Multiplayer-Strategen fällt der Mehrwert möglicherweise etwas geringer aus.

Fazit

Age of Wonders 4: Secrets of the Archmages ist vielleicht nicht die größte Erweiterung des Spiels, aber eine der atmosphärischsten. Die neuen Story-Reiche, die sechs Zauberbücher, die geheimen Zauber und die starke Ausrichtung auf Magie sorgen dafür, dass sich das DLC deutlich anders anfühlt als viele andere Erweiterungen.

Besonders Fans magischer Reiche bekommen hier genau das, was sie sich gewünscht haben: mehr Zauber, mehr Geheimnisse, mehr Fantasy und mehr Möglichkeiten, die Welt nach ihren Vorstellungen zu formen. Wer hingegen vor allem neue Kulturen oder Herrschertypen erwartet hat, könnte etwas enttäuscht sein.

Für mich gehört Secrets of the Archmages trotzdem zu den stärkeren Story-Paketen von Age of Wonders 4, weil es sich voll auf die Magie konzentriert und genau darin seine größte Stärke findet.

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