Mehr denn je

Mehr denn je ist ein Film mit u.a. Vicky Krieps und Gaspard Ulliel. Im Vertrieb von Pandora Film erschien der Film am 2. Juni 2023. 

Mehr denn je

Hélène (Vicky Krieps) und Mathieu (Gaspard Ulliel) sind seit vielen Jahren ein inniges Paar. Sie führen in Bordeaux ein glückliches Leben – bis die Konfrontation mit einer existenziellen Entscheidung Hélène aus dem Alltag reißt. Auf der Suche nach Antworten begegnet die 33jährige im Internet „Mister“ (Bjørn Floberg). Der Norweger veröffentlicht in seinem Blog Fotos und Gedanken, die sie tief berühren. Seine Art zu schreiben und die Schönheit der norwegischen Natur, die man auf einigen seiner Bilder sieht, faszinieren sie so sehr, dass sie den Entschluss fasst, alleine nach Norwegen zu reisen. Zum ersten Mal in ihrem Leben folgt sie einfach ihrem Instinkt – gegen den Willen von Mathieu. Die ungewöhnliche Freundschaft mit „Mister“, die atemberaubende Landschaft und die Frische und Helligkeit des norwegischen Frühlings verschaffen ihr Klarheit. Mathieu indes entschließt sich, nicht aufzugeben …

„Mehr denn je“ ist ein Film, der mich zutiefst bewegt und nachdenklich gemacht hat. Die Geschichte von Hélène (gespielt von Vicky Krieps) und Mathieu (Gaspard Ulliel) hat mich von Anfang an gefesselt. Ihre Beziehung, die durch eine existenzielle Krise auf die Probe gestellt wird, ist authentisch und einfühlsam dargestellt. Die Konfrontation mit Hélènes lebensbedrohlicher Krankheit reißt sie aus ihrem Alltag und führt sie auf eine Reise nach Norwegen, wo sie versucht, Antworten zu finden und inneren Frieden zu erlangen. Der Film zeigt auf eindringliche Weise, wie Hélène im Internet auf „Mister“ (Bjørn Floberg) stößt, dessen Blog sie tief berührt. Die Art und Weise, wie er über die Schönheit der norwegischen Natur schreibt und seine Gedanken teilt, inspiriert Hélène dazu, allein nach Norwegen zu reisen. Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt in ihrem Leben, denn sie folgt zum ersten Mal ihrem Instinkt und trotzt dem Willen ihres Partners Mathieu. Die Freundschaft, die sie mit „Mister“ entwickelt, sowie die atemberaubende Landschaft und die Frische des norwegischen Frühlings verschaffen ihr Klarheit und Frieden.

Emily Atef, die Regisseurin des Films, hat mit „Mehr denn je“ ein bewegendes Werk geschaffen, das die Zuschauer auf eine emotionale Reise mitnimmt. Der Film ist ein leises, intimes Drama, das die Herausforderungen und die Tiefe der Liebe in den Mittelpunkt stellt. Die Chemie zwischen Vicky Krieps und Gaspard Ulliel ist spürbar, und ihre Darstellungen sind sowohl subtil als auch kraftvoll. Besonders beeindruckend ist die schauspielerische Leistung von Vicky Krieps. Sie verkörpert Hélène mit einer Intensität und Sensibilität, die tief unter die Haut geht. Ihre Fähigkeit, die inneren Konflikte und das Streben nach Selbstbestimmung und Akzeptanz darzustellen, ist bemerkenswert. Auch Gaspard Ulliel überzeugt in seiner letzten Rolle als Mathieu, der versucht, seine Partnerin zu verstehen und zu unterstützen, während er selbst mit dem drohenden Verlust kämpft.

Die Schönheit der norwegischen Landschaft wird meisterhaft eingefangen und verstärkt die emotionale Wirkung des Films. Die ruhigen, fast meditativen Szenen bieten einen Kontrast zur inneren Unruhe der Protagonistin und laden die Zuschauer dazu ein, innezuhalten und die Tiefe der dargestellten Gefühle zu spüren. Ein weiterer Aspekt, der den Film so besonders macht, ist die Musik. Sie unterstreicht die Stimmung und trägt zur intensiven Atmosphäre bei. Die Kombination aus eindringlichen Bildern, herausragender Schauspielkunst und emotionaler Musik macht „Mehr denn je“ zu einem unvergesslichen Erlebnis.

„Mehr denn je“ ist ein Film, der sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzt: Wie gehen wir mit unausweichlichen Schicksalsschlägen um? Wie finden wir inneren Frieden und Akzeptanz? Der Film bietet keine einfachen Antworten, sondern lädt die Zuschauer dazu ein, sich selbst mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Insgesamt ist „Mehr denn je“ ein tief berührender und nachdenklicher Film, der lange nachhallt. Emily Atef hat ein Meisterwerk geschaffen, das die Schönheit und die Zerbrechlichkeit des Lebens auf eindrucksvolle Weise einfängt. Wer bereit ist, sich auf eine emotionale Reise einzulassen, wird in diesem Film eine bewegende und lohnenswerte Erfahrung finden.

Mehr denn je

8.6

Story

8.4/10

Qualität

9.0/10

Schauspieler

8.4/10

Umfang

8.5/10

Umsetzung

8.5/10

Hat mir besonders gefallen

  • Die Beziehung zwischen Hélène und Mathieu wird realistisch und tiefgehend dargestellt, was die emotionale Verbindung zum Publikum stärkt.
  • Vicky Krieps überzeugt in ihrer Rolle als Hélène mit intensiver und sensibler Darstellung, die unter die Haut geht.
  • Die Schönheit der norwegischen Natur wird meisterhaft eingefangen und verstärkt die emotionale Wirkung des Films.
  • Die Musik unterstreicht die Stimmung des Films und trägt zur intensiven Atmosphäre bei.

War nicht ganz so toll

  • Der Film hat eine langsame, fast stehende Erzählweise
Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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