Lotte

Lotte: Lotte ist direkt und kantig, dabei immer liebenswürdig – vor allem aber ist sie ausgestattet mit einer großstädtischen Berliner Schnodderschnauze. Mit all diesen Eigenschaften eckt sie permanent an, bei ihren Kollegen, Freundinnen und sogar bei ihrem Freund. Der wirft sie kurzerhand raus. Also macht Lotte sich auf die Suche nach einem Schlafplatz, taucht mit ihrem Koffer bei der Arbeit im Krankenhaus auf und begegnet an diesem ohnehin so chaotischen Tag dort auch noch der zwar erst 15jährigen, aber doch so erwachsen wirkenden Greta. Eine zarte Freundschaft entsteht, dann allerdings sieht Lotte Greta mit Marcel, einem vergessenen Bekannten aus ihrer verdrängten Vergangenheit. Die Blicke der drei kreuzen sich. Lotte ahnt, dass es diesmal kein Entrinnen gibt. Hier scheint etwas zusammenzuwachsen, das nicht zusammen gehört. Aber Lotte wäre nicht Lotte, wenn sie nicht auch in dieser Situation mit ihrer ganz eigenen unkonventionellen Art ihren Kopf aus der Schlinge bekäme – zumindest vorerst…

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Ich habe nun lange überlegt wie ich den Film eigentlich finde und bin mir so ganz schlüssig immer noch nicht. Einerseits waren die Darstellerinnen beide klasse. Besonders die junge Zita Aretz hat ihre Rolle spitze gespielt, ich bin da noch immer sehr begeistert davon. Andererseits war die Geschichte weit hergeholt und so gar nicht authentisch, zumindest meiner Meinung nach. Ich konnte eben kaum etwas nachvollziehen, wie die Charaktere gehandelt haben, zumindest nicht der Charakter der Darstellerin Karin Hanczewsk. Ich denke man hat hier versucht einen Mittelweg aus dieser Berliner Schnauze, dieses verruchte runtergekommende und Gefühlen zu finden. Gelungen ist das dem Film kaum. Nur wenige Stellen hatten so einen kleinen Moment der hätte gut werden können oder im Ansatz gut war, ist aber meiner Meinung nach zu wenig konsequent um auch gut zu sein. Der Film versucht vieles auf einmal zu sein und ist leider von allem nur ein klein wenig. Mir hat das mittelmäßig gefallen, ich kann euch aber empfehlen wegen Zita Aretz mal reinzuschauen, sie hat das ganz gut gemacht, ich bin überzeugt wir werden sie noch öfter sehen.

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Ein weiterer Indiefilm „Perspektive deutsches Kino“ habe ich in Wir sind die Flut gefunden. Der traf zwar gar nicht meinen Geschmack, aber ich könnte mir vorstellen, dass dieser seine Liebhaber finden wird, schaut hier doch ebenfalls mal rein:

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or 15 Jahren ist vor der Küste von Windholm das Meer verschwunden, an einem Morgen, einfach so. Seitdem strahlt die Leere auf die Umgebung aus, wirft Fragen auf, bereitet Unbehagen. Die Ursache für das Phänomen ist bis heute ungeklärt. Mit einer neuen Theorie zur Gravitationsanomalie von Windholm ist der junge Physiker Micha (28) einer von vielen Nachwuchswissenschaftlern, die um die rar gesäten Forschungsaufträge an der Universität kämpfen. Nach vielen Jahren Arbeit, die er bereits in das Projekt gesteckt hat, muss er wie­der einmal erleben, wie eine gewagte Idee am verknöcherten Establishment scheitert – er erhält eine Absage…

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Geschichte, Originalität, Bedeutung
68 %
Besetzung und Darstellung
78 %
Musik, Animation und Effekte
70 %
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.