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HUNTDOWN: OVERTIME

HUNTDOWN: OVERTIME (Coffee Stain Publishing)

Mai 2026

Konzerne machten aus den von Verbrechern heimgesuchten Straßen Goldgruben für Kopfgeldjäger, und John Sawyer will abkassieren. In diesem Roguelite-Prequel heißt es „Jagen, sterben, verbessern, wiederholen“. Jedes strategische Upgrade ersetzt Teile des Körpers des werdenden Kybernetik-Kriegers.
Entwickler: Easy Trigger Games
Genre: Action
89%
Spielspaß
90%
Wiederspielbarkeit
89%
Langzeitmotivation
92%
Grafik
86%
Umsetzung
HUNTDOWN: OVERTIME schafft etwas, das viele Roguelites nicht schaffen: Es hat Charakter.


89%

HUNTDOWN: OVERTIME

Schon das originale Huntdown war für mich eines dieser Spiele, bei denen man sofort gemerkt hat: Die Entwickler lieben das, was sie da machen. Dieses ganze dreckige 80er-Jahre-Cyberpunk-Feeling, die absurden Gangster, die überzeichneten Explosionen und diese kompromisslose Run-&-Gun-Energie hatten damals schon richtig gut funktioniert. HUNTDOWN: OVERTIME nimmt genau dieses Fundament – und verwandelt es plötzlich in ein Roguelite.

Und ehrlich gesagt?
Das funktioniert überraschend gut.

Denn statt einfach nur mehr vom Alten zu liefern, geht das Spiel einen anderen Weg. Es erzählt die Vorgeschichte von John Sawyer und macht aus dem klassischen Arcade-Shooter eine Mischung aus Run-&-Gun, Roguelite und cybernetischem Aufrüstungstrip. Laut Easy Trigger Games selbst dreht sich das ganze Spiel darum, immer wieder zu sterben, sich Stück für Stück zu verbessern und Sawyer langsam vom Menschen zur Kampfmaschine umzubauen. Und genau dieser Ansatz passt erstaunlich perfekt zu diesem Universum.

Gameplay – schnell, brutal und ständig in Bewegung

Wenn man OVERTIME in einem Satz beschreiben müsste, dann wahrscheinlich so:
Contra trifft Dead Cells auf VHS-Kokain.

Das Spiel ist unglaublich schnell. Du rennst, springst, rutschst über den Boden, weichst Kugelhageln aus und schießt dich durch neongetränkte Straßenzüge voller Gangmitglieder, Mutanten und anderer psychopathischer Gestalten. Dabei bleibt dieses typische Huntdown-Gefühl komplett erhalten: Alles wirkt überzeichnet, laut und herrlich aggressiv.

Aber jetzt kommt die Roguelite-Struktur dazu. Jeder Run bringt neue Waffen, neue Upgrades und neue Möglichkeiten. Stirbst du, verlierst du zwar deinen aktuellen Durchlauf, behältst aber permanente Verbesserungen. Das Spiel selbst beschreibt diesen Loop als „hunt, die, upgrade, repeat“ – und genau so fühlt es sich auch an. Das sorgt dafür, dass selbst verlorene Runs motivierend bleiben.

Cybernetische Upgrades – sterben lohnt sich plötzlich

Einer der coolsten Aspekte ist ganz klar das Upgrade-System. Nach und nach ersetzt du immer mehr von Sawyers Körper durch Cybernetik. Neue Arme, bessere Reflexe, stärkere Fähigkeiten – jede Verbesserung verändert dein Spielgefühl ein Stück weit.

Das ist nicht nur spielerisch motivierend, sondern passt auch fantastisch zur Welt des Spiels. Du wirst mit jedem Tod weniger Mensch und mehr Maschine. Und genau das transportiert OVERTIME erstaunlich gut. Diese Art von Progression sorgt dafür, dass man ständig weiterspielen will. „Noch ein Run“ wird sehr schnell zu „Okay… vielleicht noch drei.“

Atmosphäre – pure 80er-Jahre-Videotheken-Energie

Was HUNTDOWN: OVERTIME wirklich herausragen lässt, ist die Atmosphäre. Das hier fühlt sich an, als hätte jemand eine alte VHS-Kassette von 1988 gefunden, auf der ein völlig überdrehter Cyberpunk-Actionfilm läuft. Alles schreit nach Grindhouse. Neonfarben, Lederjacken, absurde Gegnerdesigns, dreckige Straßenzüge und Musik, die klingt, als würde gleich irgendwo ein Synthesizer explodieren.

Easy Trigger beschreibt die Ästhetik selbst als Mischung aus handgezeichneter 16-Bit-Pixelgrafik und moderner Beleuchtung. Und genau das sieht man sofort. Das Spiel sieht nicht nur retro aus – es fühlt sich retro an. Aber eben nicht altbacken, sondern bewusst stilisiert.

Waffen, Chaos und dieser wunderbare Flow

Das Gunplay ist fantastisch. Waffen fühlen sich wuchtig an, Trefferfeedback sitzt, Explosionen knallen genau so, wie sie sollen. Dazu kommen Nahkampfwaffen, Wurfobjekte und allerlei absurde Werkzeuge, mit denen man Gegner zerlegen kann. Und das Beste: Das Spiel bleibt permanent in Bewegung. Stillstand ist hier fast immer tödlich. Du rutschst unter Kugeln durch, springst über Gegner, kombinierst Waffen mit Fähigkeiten und improvisierst ständig. Gerade wenn ein Run richtig gut läuft, entsteht dieser herrliche Arcade-Flow, bei dem man irgendwann kaum noch nachdenkt, sondern einfach nur reagiert. Und genau dann ist OVERTIME richtig stark.

Schwierigkeit – manchmal gnadenlos

Natürlich bringt die Roguelite-Struktur auch ihre Schattenseiten mit sich. Das Spiel kann frustrierend sein. Manche Gegnerkombinationen eskalieren komplett, manche Bosskämpfe sind brutal und nicht jeder Run fühlt sich gleich fair an. Gerade am Anfang kassiert man oft Niederlagen, bei denen man erstmal kurz durchatmen muss.

Aber genau das gehört auch irgendwie dazu. Denn wenn man dann endlich einen schwierigen Abschnitt schafft, fühlt sich das unglaublich befriedigend an.

Early Access – schon stark, aber noch nicht fertig

Wichtig ist allerdings: Das Spiel befindet sich aktuell noch im Early Access. Easy Trigger selbst spricht davon, dass die Community aktiv bei Balance und Content-Erweiterung helfen soll. Geplant sind zusätzliche Inhalte, Waffen und weitere Verbesserungen.

Und das merkt man auch. Das Grundgerüst ist schon jetzt richtig stark, aber an manchen Stellen fehlt noch Feinschliff. Balance, Content-Umfang und langfristige Vielfalt könnten definitiv noch wachsen. Trotzdem macht das Spiel bereits jetzt extrem viel Spaß.

Fazit – Retro-Gewalt mit verdammt viel Stil

HUNTDOWN: OVERTIME schafft etwas, das viele Roguelites nicht schaffen: Es hat Charakter. Einen richtig starken sogar. Es ist laut, brutal, schnell, stilvoll und komplett verliebt in seine 80er-Actionfilm-Ästhetik. Gleichzeitig funktioniert der Roguelite-Loop erstaunlich gut und sorgt dafür, dass man immer weitermachen will.

Vor allem Fans des ersten Huntdown bekommen hier genau das, was sie sich wünschen – nur größer, chaotischer und deutlich langlebiger. Und ganz ehrlich: Manchmal braucht es gar nicht mehr als eine Shotgun, Neonlicht und eine Stadt voller Idioten, die dringend erschossen werden müssen.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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