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Heroes of Might and Magic: Olden Era

Heroes of Might and Magic: Olden Era (Hooded Horse)

APRIL 2026

Heroes of Might and Magic: Olden Era ist der Prolog zur bekannten Serie der Genre-prägenden, rundenbasierten Strategiespiele. Mobilisiere riesige Armeen und nutze zerstörerische Zauber, um deine Feinde in Einzel- und Mehrspielermodus zu bezwingen.
Entwickler: Unfrozen
Genre: Rollenspiel / Strategie
92%
Spielspaß
95%
Wiederspielbarkeit
94%
Langzeitmotivation
87%
Grafik
90%
Umsetzung
Heroes of Might and Magic: Olden Era macht bislang genau das, was es tun sollte.


92%

Heroes of Might and Magic: Olden Era

Manche Spielereihen verschwinden nie wirklich. Selbst wenn jahrelang kein neuer Teil erscheint, leben sie in den Erinnerungen ihrer Fans weiter. Heroes of Might and Magic gehört genau zu diesen Reihen. Für viele Strategiefans war insbesondere Heroes of Might and Magic III nicht einfach nur ein gutes Spiel, sondern eines der besten rundenbasierten Strategiespiele überhaupt. Genau deshalb ist Heroes of Might and Magic: Olden Era auch mit einer enormen Erwartungshaltung konfrontiert. Die gute Nachricht vorweg: Nach allem, was bislang zu sehen und spielbar war, scheint Unfrozen erstaunlich genau verstanden zu haben, warum die alten Teile bis heute so beliebt sind.

Schon die ersten Eindrücke vermitteln dieses vertraute Gefühl. Helden ziehen über eine Abenteuerkarte, sammeln Ressourcen ein, erobern Minen, rekrutieren Armeen und entwickeln ihre Städte weiter. Gleichzeitig wirkt das Spiel nicht wie eine reine Nostalgie-Kopie. Stattdessen versucht Olden Era, die klassischen Stärken der Reihe zu bewahren und sie behutsam zu modernisieren. Genau diese Balance ist wahrscheinlich die größte Herausforderung des gesamten Projekts – und bislang wirkt es so, als würde sie erstaunlich gut gelingen.

Zurück nach Enroth – und zurück zu den Wurzeln

Eine der besten Entscheidungen war für mich die Rückkehr zu den klassischen Wurzeln der Serie. Statt erneut neue Kontinente oder komplett neue Welten einzuführen, spielt Olden Era auf Jadame, einem Kontinent aus dem ursprünglichen Might and Magic-Universum. Dadurch fühlt sich das Spiel sofort wieder stärker mit der alten Reihe verbunden. Fans der klassischen Lore werden zahlreiche Anspielungen, Fraktionen und Hintergrundgeschichten wiedererkennen.

Dabei versucht das Spiel nicht einfach nur alte Inhalte zu kopieren. Die Geschichte spielt zeitlich vor vielen bekannten Ereignissen und erzählt damit neue Geschichten innerhalb des vertrauten Universums. Genau das ist ein kluger Ansatz. Man bekommt die Atmosphäre der alten Teile zurück, ohne ständig dieselben Ereignisse nachzuerzählen.

Gameplay

Das eigentliche Herzstück bleibt natürlich das Gameplay. Wer jemals einen Heroes-Teil gespielt hat, wird sich innerhalb weniger Minuten zurechtfinden. Man erkundet die Karte, sammelt Ressourcen, entwickelt Städte, baut Armeen auf und versucht, den Gegner wirtschaftlich und militärisch auszumanövrieren. Genau dieses Wechselspiel aus Abenteuerkarte, Stadtentwicklung und rundenbasierten Kämpfen funktioniert auch heute noch hervorragend.

Besonders erfreulich ist, dass Unfrozen die klassischen Systeme nicht unnötig verkompliziert. Viele moderne Strategiespiele neigen dazu, immer mehr Mechaniken übereinanderzustapeln. Olden Era wirkt dagegen angenehm fokussiert. Natürlich gibt es neue Funktionen, Komfortverbesserungen und zusätzliche Möglichkeiten, aber der Kern bleibt klar erkennbar. Wer früher Nächte mit Heroes III verbracht hat, wird sich hier sofort zuhause fühlen.

Gleichzeitig merkt man aber auch die Modernisierung. Die Benutzeroberfläche ist deutlich komfortabler, Informationen werden übersichtlicher dargestellt und viele kleine Frustmomente der alten Teile wurden sinnvoll entschärft. Dadurch wirkt das Spiel moderner, ohne seine Identität zu verlieren.

Die Fraktionen – vertraut und doch neu

Ein besonders wichtiger Punkt bei jedem Heroes-Spiel sind die Fraktionen. Sie bestimmen schließlich nicht nur die Optik, sondern auch die Spielweise. Olden Era bringt mehrere klassische Fraktionen zurück und ergänzt diese durch neue Ideen. Dabei legt Unfrozen sichtbar Wert darauf, dass jede Fraktion eine eigene Identität besitzt.

Schon jetzt wirkt die Vielfalt vielversprechend. Unterschiedliche Kreaturen, Heldenfähigkeiten, Magieschulen und Stadtentwicklungen sorgen dafür, dass sich Partien spürbar unterscheiden. Genau diese Asymmetrie war immer eine der größten Stärken der Reihe. Nicht jede Fraktion muss perfekt ausbalanciert sein, solange sie sich einzigartig anfühlt. Und genau diesen Eindruck vermittelt das Spiel bislang.

Besonders Fans klassischer Fantasy kommen hier voll auf ihre Kosten. Ritter, Magier, Untote, Monster und fantastische Kreaturen gehören selbstverständlich wieder zum Arsenal. Das fühlt sich angenehm nach klassischem Heroes of Might and Magic an.

Kämpfe – vertraut, aber moderner

Auch die Gefechte orientieren sich stark an den legendären Vorgängern. Die Schlachten laufen weiterhin rundenbasiert auf separaten Schlachtfeldern ab und setzen auf Positionierung, Initiative und den cleveren Einsatz von Fähigkeiten. Wer die alten Teile kennt, wird sich sofort zurechtfinden.

Was sofort auffällt, sind die deutlich aufwendigeren Animationen und Effekte. Die Kämpfe wirken lebendiger und dynamischer als früher, ohne dabei ihre Übersichtlichkeit zu verlieren. Gerade das ist wichtig. Heroes war nie eine Serie, die von Spektakel lebte, sondern von klaren taktischen Entscheidungen. Genau diese Klarheit bleibt erhalten.

Die neuen grafischen Möglichkeiten sorgen aber dafür, dass Kämpfe trotzdem moderner wirken. Es ist ein angenehmer Mittelweg zwischen Tradition und Fortschritt.

Atmosphäre – Nostalgie richtig eingesetzt

Einer der größten Erfolge von Olden Era ist die Atmosphäre. Das Spiel schafft es, Erinnerungen an die alten Teile zu wecken, ohne sich ausschließlich darauf zu verlassen. Die Musik, die Weltkarte, die Stadtansichten und die gesamte Präsentation vermitteln dieses klassische Fantasy-Abenteuergefühl, das man in modernen Strategiespielen nur noch selten findet.

Dabei wirkt nichts veraltet. Stattdessen hat man das Gefühl, eine moderne Version jener Spiele zu spielen, die viele von uns vor Jahrzehnten begeistert haben. Genau deshalb funktioniert die Nostalgie hier so gut. Sie wird nicht als Ersatz für neue Ideen genutzt, sondern als Fundament für etwas Eigenständiges.

Kritikpunkte – die Erwartungen sind riesig

Natürlich bringt die Rückkehr einer solchen Serie auch Probleme mit sich. Die größte Herausforderung für Olden Era ist vermutlich gar nicht das Spiel selbst, sondern die Erwartungshaltung der Fans. Viele betrachten Heroes III bis heute als nahezu perfektes Strategiespiel. Daran wird sich jeder neue Teil messen lassen müssen.

Dazu kommt, dass Balancing und Langzeitmotivation erst nach vielen Spielstunden wirklich beurteilt werden können. Gerade bei einem komplexen Strategiespiel zeigt sich die Qualität oft erst Monate nach dem Release. Die Grundlagen wirken bislang sehr stark, aber ob das Spiel langfristig dieselbe Faszination entwickelt wie die großen Klassiker, muss sich erst noch zeigen.

Fazit

Heroes of Might and Magic: Olden Era macht bislang genau das, was es tun sollte. Es erinnert sich daran, warum die Reihe einst so erfolgreich war, ohne dabei in reiner Nostalgie stecken zu bleiben. Die Rückkehr zu den klassischen Wurzeln, die moderne Präsentation und das vertraute Gameplay ergeben eine Mischung, die Strategiefans schon jetzt neugierig machen dürfte.

Besonders beeindruckend ist, wie respektvoll Unfrozen mit der Vorlage umgeht. Das Spiel wirkt nicht wie ein Versuch, die Marke neu zu erfinden, sondern wie eine ehrliche Fortsetzung ihrer besten Ideen. Genau deshalb könnte Olden Era für viele Fans genau das werden, worauf sie seit Jahren gewartet haben.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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