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Der Magier von Hiva Oa

Der Magier von Hiva Oa (Münster Verlag)

Oktober 2024

Der gefallene Immobilientycoon Remo Blanko hält sich nach dem Untergang seines Unternehmens in einem Zürcher Luxushotel versteckt und hadert mit seinem Schicksal.
Autor: Matthias Ackeret
Genre: Unterhaltungsliteratur
85%
Umfang
92%
Schreibstil
89%
Thema
90%
Lesbarkeit
80%
Buchcover
60%
Illustrationen
Ich habe „Der Magier von Hiva Oa“ regelrecht verschlungen.


83%

Der Magier von Hiva Oa

Es ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat: „Der Magier von Hiva Oa“ von Matthias Ackeret. Hier steht Remo Blanko, der ehemalige Immobilienmogul, im Mittelpunkt – eine Figur, die in ihrem Größenwahn faszinierend und gleichzeitig erschreckend real wirkt. Nach dem Untergang seines Imperiums findet er sich nicht nur in einem Zürcher Luxushotel, sondern auch in einer Identitätskrise wieder. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie Ackeret den Kontrast zwischen Blankos früherer Arroganz und seiner jetzigen Lage zeichnet. Dieser Spannungsbogen zieht sich durch den gesamten Roman und hält den Leser in Atem.

Eine Flucht in die Südsee

Die Flucht von Remo Blanko nach Hiva Oa, dem vermeintlich abgelegensten Ort der Welt, ist mehr als nur eine physische Reise. Es ist eine Flucht vor sich selbst, vor seinen Gläubigern und vor der Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Matthias Ackeret schildert die Szenerien mit solcher Präzision, dass ich das Gefühl hatte, selbst in der Südsee zu sein. Der Gegensatz zwischen der Ruhe der Insel und dem inneren Chaos des Protagonisten ist bemerkenswert inszeniert. Es zeigt, wie der Drang, jemand anderes zu sein, letztlich zur Konfrontation mit der eigenen Identität führt.

Über den Autor

Matthias Ackeret, geboren 1963, ist nicht nur Verleger und Chefredakteur der führenden Schweizer Kommunikationszeitschrift „persönlich“, sondern auch ein gefeierter Autor. Seine Romane und Sachbücher, darunter der Bestseller „Das Blocher-Prinzip“, haben in renommierten Medien wie Spiegel und Süddeutsche Zeitung Beachtung gefunden. Besonders beeindruckend ist, dass Ackeret, von Martin Walser als „Plotvirtuose“ gelobt, es schafft, komplexe Themen mit Leichtigkeit und Humor zu erzählen. Seine Vielseitigkeit und sein juristischer Hintergrund verleihen seinen Büchern eine besondere Tiefe.

Liebe, Gier und Vergebung

Der Roman handelt nicht nur von Macht und Reichtum, sondern auch von Liebe und Vergebung. Die Beziehung zwischen Blanko und Aisea, einer faszinierenden Inselbewohnerin, verleiht der Geschichte eine emotionale Note. Aiseas Verbindung zur DNA von Paul Gauguin und ihre Rolle als ehemalige Anführerin der Insel machen sie zu einer charismatischen Figur, die mich ebenso fasziniert hat wie den Protagonisten. Diese Verbindung zwischen Vergangenheit, Kunst und persönlicher Entwicklung zieht sich subtil, aber wirkungsvoll durch die Geschichte.

Der Humor als Schlüssel

Was dieses Buch besonders macht, ist der Humor. Ackeret gelingt es, die oft düsteren Themen mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die mich immer wieder zum Lachen gebracht hat. Seine Pointen sind präzise gesetzt, ohne dass die Ernsthaftigkeit der Geschichte verloren geht. Es ist diese Balance, die den Roman so lesenswert macht. Die Mischung aus Satire, Selbstironie und tiefgründigen Momenten macht den besonderen Charme von „Der Magier von Hiva Oa“ aus.

Mein Fazit

Ich habe „Der Magier von Hiva Oa“ regelrecht verschlungen. Es ist ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Frage, wie weit man gehen sollte, um jemand anderes zu werden, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Matthias Ackeret zeigt, dass auch hinter der glänzendsten Fassade ein Mensch mit Schwächen und Hoffnungen steckt. Für mich ist das Buch eine klare Empfehlung für alle, die Lust auf eine kluge, humorvolle und doch tiefgründige Geschichte haben.

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