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Borderlands 4

Borderlands 4 (2k)

September 2025

Borderlands 4 ist ein chaotischer Looter-Shooter, vollgepackt mit Milliarden Waffen, unglaublichen Feinden und heftiger Koop-Action. Entkomme als einer von vier Badass-Kammer-Jägern einem gefährlichen versteckten Planeten.
Entwickler: Gearbox Software
Genre: Ego-Shooter / Looter-Shooter
91%
Spielspaß
88%
Wiederspielbarkeit
90%
Langzeitmotivation
85%
Grafik
87%
Umsetzung
Borderlands 4 ist keine Revolution, sondern eine Evolution. Borderlands 4 ist verrückt, laut, liebevoll gestaltet und voller Momente, die man so schnell nicht vergisst.


88%

Willkommen im Chaos

STRANDMÜÜÜÜÜÜLL – es gibt wohl kaum eine passendere Begrüßung, um direkt wieder in die absurde Welt von Borderlands einzutauchen. Borderlands war nie leise, nie subtil. Es ist laut, schrill, grell und voller Wahnsinn – und Borderlands 4 macht keine Ausnahme. Schon die ersten Minuten lassen erahnen, wohin die Reise geht: in eine Welt, in der jede Kiste eine Schatztruhe sein könnte, jeder Feind eine wandelnde Explosion und jede Mission ein aberwitziger Kommentar auf die Welt des Gamings selbst.

Die berühmte Formel – neu aufgemischt

Wer die Reihe kennt, weiß: Borderlands lebt von der perfekten Mischung aus Loot, Humor und Baller-Action. Auch im vierten Teil ist das Herzstück der Loot-Shooter-Mechanik ungebrochen stark. Das Gefühl, nach einem harten Bosskampf eine Waffe in den Händen zu halten, die völlig absurd aussieht – vielleicht mit drei Läufen, einem pinken Lack und der Fähigkeit, während des Nachladens Granaten zu spucken – ist unbeschreiblich. Gearbox hat hier noch einmal an der Schraube gedreht. Die Vielfalt an Waffen und Ausrüstung ist gigantisch. Jede Session bringt neue Überraschungen.

Und doch wäre es zu einfach zu sagen: „Es ist nur mehr vom Gleichen.“ Borderlands 4 gelingt es, den altbekannten Kern zu bewahren und ihn mit feinen Neuerungen zu würzen. Die Einführungsmission, die Vorstellung der Charaktere – all das ist nicht nur Routine, sondern eine kleine Inszenierung, die dir sofort das Gefühl gibt: Das hier ist Borderlands, wie es sein muss, nur größer, lauter und noch verrückter.

Technik: Schön, aber hungrig

Kommen wir zum Thema, das bei diesem Teil für Diskussionen sorgt: die Performance. Borderlands 4 sieht fantastisch aus. Der unverwechselbare Cel-Shading-Look wurde weiter verfeinert, die Lichteffekte wirken dynamischer, die Explosionen knallen wie nie zuvor. Doch all diese Pracht hat ihren Preis. Selbst High-End-Systeme stoßen schnell an ihre Grenzen.

Ich selbst musste feststellen, dass meine RTX 4090 und eine starke CPU schon nach wenigen Minuten ordentlich ins Schwitzen geraten. Die Lüfter drehten hoch, die Temperaturen stiegen, und ich war gezwungen, die Details um ein, zwei Stufen herunterzuschrauben. Das allein sagt schon viel: Es ist das erste Spiel überhaupt, bei dem ich diesen Schritt gehen musste. Aber – und das ist wichtig – der Look verliert dabei kaum an Wirkung. Auch auf mittleren Einstellungen bleibt das Spiel ein Genuss. Die knalligen Farben, die cartoonhaften Konturen, der Humor, der in jedem Pixel steckt – das alles bleibt erhalten. Dennoch: Hier besteht Optimierungspotenzial, das man hoffentlich mit Patches nachschärft.

Neue Helden, alte Liebe

Die Charakterauswahl ist ein weiterer Punkt, der Borderlands 4 so stark macht. Jeder Held fühlt sich eigen an, nicht nur spielerisch, sondern auch erzählerisch. Es gibt wieder diesen typischen Borderlands-Mix aus überzeichneten Persönlichkeiten, bissigen Kommentaren und absurden Fähigkeiten, die den Spielstil massiv beeinflussen.

Besonders gelungen sind die Interaktionen zwischen den Figuren. Wer im Koop spielt, bekommt ständig kleine Sticheleien, ironische Kommentare oder sogar improvisiert wirkende Dialoge serviert. Das trägt unheimlich zur Atmosphäre bei, weil man merkt: Diese Welt ist lebendig, sie reagiert, sie hat eine Seele – wenn auch eine ziemlich durchgeknallte.

Humor und Atmosphäre

Humor ist das Herz der Reihe, und Borderlands 4 setzt diese Tradition fort. Man kann die Reihe nicht ohne ihr Augenzwinkern spielen. Ob es Claptraps unaufhörliches Gequassel ist, ein Boss, der während des Kampfes schlechte Wortspiele reißt, oder Nebenmissionen, die dich in völlig absurde Situationen werfen – Lachen gehört hier zum Gameplay.

Dazu kommt die akustische Wucht. Die Soundeffekte sind brachial, der Soundtrack passt sich dynamisch an die Action an, und die Stimmen sind gewohnt exzentrisch. In manchen Momenten hatte ich das Gefühl, dass Borderlands 4 fast wie ein Rockkonzert ist, bei dem Explosionen den Takt angeben und jeder Schuss eine Gitarrensaite anschlägt.

Eine Welt, die atmet

Die Levelgestaltung ist abwechslungsreicher geworden. Mal kämpfst du dich durch enge Schluchten, die vor Gegnern nur so wimmeln, dann wieder durch bizarre Landschaften, die aussehen, als hätte jemand ein Comicbuch mit Neonfarben übergossen. Besonders stark sind die neuen Städte und Hubs, die deutlich lebendiger wirken als in den Vorgängern. Hier triffst du NPCs, die nicht nur Deko sind, sondern kleine Geschichten erzählen oder dich in schräge Nebenaufgaben verwickeln.

Es ist diese Detailverliebtheit, die Borderlands 4 von vielen anderen Shootern abhebt. Selbst wenn du einmal nicht kämpfst, gibt es etwas zu entdecken. Vielleicht stolperst du über eine seltsame Statue, vielleicht belauscht du ein absurdes Gespräch zweier Nebenfiguren. All das trägt dazu bei, dass man das Gefühl hat, in einer echten, wenn auch völlig verrückten Welt unterwegs zu sein.

Langzeitmotivation: Endloser Wahnsinn

Borderlands 4 ist nicht dafür gemacht, nach 20 Stunden ad acta gelegt zu werden. Es ist ein Spiel, das dich immer wieder zurückzieht. Die Hauptstory ist zwar umfangreich und abwechslungsreich, aber sie ist nur der Anfang. Danach warten Koop-Missionen, Raids, Herausforderungen und natürlich die unendliche Jagd nach dem ultimativen Loot.

Besonders im Multiplayer entfaltet sich die wahre Magie. Mit Freunden zusammen zu looten, zu lachen, über den nächsten absurden Boss zu fluchen – das ist Borderlands pur. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Entwickler weniger ein Spiel, sondern eher eine Plattform für chaotische Koop-Abenteuer gebaut haben.

Fazit: Chaos in Bestform

Borderlands 4 ist keine Revolution, sondern eine Evolution. Es nimmt die bekannten Stärken, dreht sie lauter, schärft die Kanten und lässt uns in einer Welt spielen, die wie ein interaktives Cartoon-Feuerwerk wirkt. Klar, die Technik ist hungrig, und ja, nicht alles läuft perfekt. Aber das Gesamtpaket ist so stark, so charismatisch, dass man diese Schwächen gerne vergisst.

Borderlands 4 ist verrückt, laut, liebevoll gestaltet und voller Momente, die man so schnell nicht vergisst. Es ist ein Spiel, das genau weiß, was es sein will – und das ist eine Seltenheit.

Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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