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Achtung Sie verlassen den demokratischen Sektor

Achtung Sie verlassen den demokratischen Sektor: Das Ende der Freiheit in Deutschland? ist ein Buch aus dem Solibro Verlag und erschien am 11. April 2024. 

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Achtung Sie verlassen den demokratischen Sektor

Die Feinde der Demokratie erkennt man nicht zwangsläufig an ihren Zielen. Aber immer an ihren Methoden. So kehrt der Obrigkeitsstaat zurück und dringt immer tiefer in die Privatsphäre seiner Bürger vor: mit Staatstrojaner, Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder digitalem Identitätsnachweis. Gunnar Kunz entlarvt NGOs, die durch nichts legitimiert werden, und Leitmedien, die der Politik nach dem Munde reden. Er warnt vor dem undemokratischen Machtzuwachs von supranationalen Institutionen wie UN, EU oder WHO. Er zeigt, wie auch die Zivilgesellschaft als Korrektiv versagt. Denn ehemals fortschrittliche Bewegungen haben sich einer rückwärtsgewandten Identitätspolitik mit Gruppendenken und Sippenhaftung verschrieben. Sprachdiktate und Denkverbote bestimmen den Diskurs. Kritik an den Herrschenden steht plötzlich als sogenannte »Delegitimierung des Staates« unter Strafe, während Politiker ungestraft Bürger verunglimpfen.

Gunnar Kunz‘ Buch „Achtung Sie verlassen den demokratischen Sektor: Das Ende der Freiheit in Deutschland?“ ist ein eindringlicher Weckruf an alle, die die gegenwärtigen Entwicklungen in der Politik und Gesellschaft nur am Rande verfolgen. Kunz malt ein düsteres Bild der Demokratie in Deutschland, die seiner Meinung nach zunehmend von antidemokratischen Kräften bedroht wird. Der Autor beschreibt in klaren und prägnanten Worten, wie sich der Obrigkeitsstaat schleichend zurückmeldet. Mit Maßnahmen wie dem Staatstrojaner, dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz und dem digitalen Identitätsnachweis dringt der Staat immer tiefer in die Privatsphäre seiner Bürger ein. Diese Instrumente, die ursprünglich zum Schutz der Gesellschaft eingeführt wurden, sieht Kunz als Mittel zur Überwachung und Kontrolle.

Ein zentraler Punkt in Kunz‘ Analyse ist die Rolle der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Leitmedien. Diese Institutionen, die sich oft als unabhängige und neutrale Beobachter präsentieren, werden von Kunz als unkritische Erfüllungsgehilfen der politischen Eliten entlarvt. Sie legitimieren sich nicht durch demokratische Wahlen, sondern durch vermeintliche moralische Überlegenheit und sind so einflussreiche, aber ungewählte Akteure im politischen Spiel. Kunz warnt auch vor dem Machtzuwachs supranationaler Institutionen wie der UN, EU oder WHO. Diese Organisationen, so argumentiert er, entfernen sich immer weiter von demokratischen Prinzipien und beeinflussen nationale Gesetzgebungen, ohne dass die Bürger eine direkte Mitbestimmung haben. Besonders besorgniserregend findet er die Tatsache, dass ehemals fortschrittliche Bewegungen sich zunehmend einer rückwärtsgewandten Identitätspolitik verschreiben. Gruppendenken und Sippenhaftung ersetzen sachliche Debatten und individuelle Meinungsfreiheit.

Ein weiteres beunruhigendes Element, das Kunz in seinem Buch anspricht, ist die Zensur. Sprachdiktate und Denkverbote, die von den Medien und politischen Eliten propagiert werden, ersticken jede Form der Kritik. Kritische Stimmen werden schnell als Staatsfeinde abgestempelt und mundtot gemacht, während Politiker ungestraft diffamierende Aussagen über ihre Bürger machen dürfen. Kunz‘ Buch ist jedoch nicht nur eine Anklage, sondern auch ein leidenschaftliches Plädoyer für die Rückkehr zu Meinungsvielfalt und sachlichen Debatten. Er fordert Respekt vor Andersdenkenden und eine offene Diskussionskultur, die Raum für unterschiedliche Perspektiven lässt. Die Fülle an Belegen und nachprüfbaren Quellen, die Kunz präsentiert, gibt seiner Argumentation eine solide Grundlage. Seine Beobachtungen sind detailliert und gut dokumentiert, was dem Leser einen klaren Einblick in die bedrohlichen Entwicklungen der letzten Jahre ermöglicht. Besonders beeindruckend ist Kunz‘ Fähigkeit, historische Parallelen zu ziehen und aufzuzeigen, wie sich Muster aus der Vergangenheit in der Gegenwart wiederholen.

Kunz‘ Analyse der Medienlandschaft und der kulturellen Strömungen der letzten Jahrzehnte ist scharfsinnig und treffend. Er beschreibt die „Tyrannei der Empfindlichen“, die jegliche Kritik im Keim erstickt und unbequeme Fakten mit moralischer Überheblichkeit überschattet. Diese Haltung, so Kunz, ist ein Zeichen für das schleichende Ende der Meinungsfreiheit. Auch wenn Kunz keine systematische Theorie über die historischen Ursachen dieser Entwicklungen bietet, so ist sein Buch dennoch eine wertvolle Sammlung von Belegen und ein dringlicher Appell an alle, die Demokratie und Meinungsfreiheit schätzen. Es erinnert daran, wachsam zu bleiben und für die Werte einer offenen und freien Gesellschaft zu kämpfen. Insgesamt ist „Achtung Sie verlassen den demokratischen Sektor: Das Ende der Freiheit in Deutschland?“ ein provokantes und nachdenklich stimmendes Buch. Es fordert den Leser auf, die gegenwärtigen Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und sich aktiv für den Erhalt demokratischer Werte einzusetzen. Ein Muss für jeden, der die Freiheit und Demokratie in Deutschland nicht als selbstverständlich betrachtet.

Achtung Sie verlassen den demokratischen Sektor

8.7

Aufmachung

9.2/10

Umfang

8.0/10

Schreibstil

8.6/10

Thema

8.8/10

Aufbau

8.7/10

Lesbarkeit

8.6/10

Illustrationen Cover

9.2/10

Umsetzung

8.5/10

Hat mir besonders gefallen

  • Das Buch bietet eine eindringliche Warnung vor den schleichenden antidemokratischen Entwicklungen in Deutschland.
  • Gunnar Kunz präsentiert eine Fülle von Belegen und nachprüfbaren Quellen, die seine Argumentation untermauern.
  • Das Buch bietet eine scharfsinnige Analyse der Rolle von Medien und NGOs, die oft als unkritische Erfüllungsgehilfen der politischen Eliten dargestellt werden.
  • Kunz zieht treffende Parallelen zu historischen Ereignissen, was seine Beobachtungen besonders eindrücklich und nachvollziehbar macht.
  • Das Buch fordert eine Rückkehr zu Meinungsvielfalt, sachlichen Debatten und Respekt vor Andersdenkenden.
Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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