Signal From The Stars (Signal From The Stars)
Oktober 2026
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Ein modernes Point & Click Adventure in Pixelgrafik, inspiriert von den Klassikern. Erkunde echte Orte, untersuche echte Mysterien, löse Rätsel und hilf Martin, Diana und Nikki, die Wahrheit aufzudecken, während du selbst etwas Neues über die Welt entdeckst.
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Entwickler: Signal From The Stars
Genre: Point & Klick
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Sehr früher Early Access, Bewertung wird nachgeholt.
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| Mir hat dieser kurze Einblick Spaß gemacht. |

Signal From The Stars
Manchmal starte ich ein neues Spiel und brauche nur wenige Minuten, bis sich etwas sehr Vertrautes einstellt. Nicht, weil ich genau dieses Spiel schon einmal gespielt hätte, sondern weil es an eine bestimmte Zeit erinnert. An Adventures, bei denen ich noch wirklich hinschaute, Gegenstände untersuchte, Dialoge führte und mich fragte, ob ein scheinbar völlig unbedeutender Fund zehn Minuten später plötzlich die Lösung für ein Rätsel sein könnte. Signal From The Stars weckt genau dieses Gefühl und erinnert mich dabei besonders an Klassiker wie Zak McKracken and the Alien Mindbenders.
Das kommt nicht von ungefähr. Entwickler Martin nennt Zak McKracken selbst als eine der wichtigsten Inspirationen. Ihn faszinierte damals besonders, dass das Spiel reale Rätsel und Geheimnisse aufgriff und Spieler nach dem Abspann möglicherweise sogar dazu brachte, sich selbst damit zu beschäftigen. Genau diesen Effekt möchte Signal From The Stars ebenfalls erzeugen. Statt beliebige Fantasy-Ruinen zu erfinden, basiert die Geschichte auf real existierenden Orten und tatsächlichen archäologischen Rätseln, die bis heute Fragen aufwerfen.
Allerdings muss ich direkt etwas sehr deutlich sagen: Wer Signal From The Stars heute kauft, kauft kein fertiges Adventure. Nicht annähernd. Der Early Access ist erst am 30. Oktober 2026 gestartet und befindet sich in einem extrem frühen Stadium. Für mich fühlt sich das momentan eher wie eine spielbare Alpha beziehungsweise ein ausführlicher Prolog an, der zeigen soll, wohin die Reise irgendwann gehen könnte. Genau deshalb vergebe ich auch noch keine Prozentwertung.

Derzeit sind gerade einmal fünf Szenen fertig
Der Umfang macht sehr deutlich, wie früh wir hier tatsächlich dran sind. Aktuell enthält die Early-Access-Version gerade einmal fünf spielbare Szenen. Vier davon befinden sich in den Niederlanden – Außenbereich, Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer – während eine weitere fertige Szene bereits nach Indien führt. Die vollständige Geschichte, die Engine und die Entwürfe der weiteren Szenen existieren nach Angaben des Entwicklers bereits, fertiggestellt werden müssen aber noch große Teile der endgültigen Pixelgrafik, Musik und Sprachausgabe.
Man sollte diese fünf Szenen deshalb nicht wie den ersten Akt eines fast fertigen Spiels betrachten. Sie sind eher ein Schaufenster. Ich bekomme einen Eindruck davon, wie Figuren funktionieren, wie Rätsel aufgebaut werden, wie die Geschichte erzählt werden soll und welche Atmosphäre angestrebt wird. Danach ist momentan aber sehr schnell Schluss.
Das ist natürlich extrem wenig Inhalt. Würde Signal From The Stars behaupten, bereits ein vollständiges Adventure zu sein, wäre das entsprechend ein massiver Kritikpunkt. Der Entwickler kommuniziert den Zustand allerdings erfreulich offen. Auch auf Steam steht ausdrücklich, dass der Hauptunterschied zwischen der jetzigen Early-Access-Fassung und der späteren Vollversion vor allem die enorme Menge noch fehlender Szenen und Schauplätze sein wird. Die Early-Access-Phase könnte bis 2027 oder sogar 2028 andauern.
Trotzdem erkennt man bereits was daraus werden soll
Und genau deshalb finde ich diese frühe Version trotzdem interessant. Obwohl momentan kaum Inhalt vorhanden ist, erkenne ich bereits eine klare Richtung. Signal From The Stars möchte kein modernes Adventure sein, das sich für seine Vergangenheit entschuldigt. Es möchte ganz bewusst ein klassisches Point-&-Click-Spiel sein.
Das beginnt schon bei der Bedienung. Statt nur kontextabhängig auf irgendeinen Gegenstand zu klicken, gibt es wieder klassische Verben wie Öffnen, Aufheben, Anschauen und Reden. Das wirkt sofort wie ein Gruß aus der LucasArts-Ära. Die Oberfläche sagt mir nicht permanent, was ich als Nächstes machen soll, sondern erwartet, dass ich Gegenstände anschaue, Dinge ausprobiere und die Umgebung tatsächlich beobachte.
Gerade als Fan alter Adventures gefällt mir das. Viele moderne Vertreter des Genres haben ihre Bedienung so weit vereinfacht, dass praktisch nur noch aus „klicken und schauen, was passiert“ besteht. Signal From The Stars möchte wieder etwas stärker dieses Gefühl erzeugen, selbst mit der Umgebung zu experimentieren.
Noch fehlen natürlich ausreichend fertige Rätsel, um wirklich beurteilen zu können, ob die späteren Aufgaben clever, logisch oder vielleicht irgendwann auf unangenehme Weise kryptisch werden. Dafür ist der derzeitige Inhalt schlicht zu klein. Die vorhandenen Szenen zeigen aber bereits, dass hier jemand ziemlich genau weiß, welche Adventure-Tradition er wiederbeleben möchte.
Drei Figuren erinnern an klassische LucasArts-Abenteuer
Eine weitere interessante Mechanik sind die drei spielbaren Figuren Martin, Diana und Nikki. Zwischen ihnen kann jederzeit gewechselt werden, wobei nicht jede Figur dieselben Möglichkeiten besitzt. Diana ist beispielsweise deutlich mutiger, Martin hat Probleme mit großer Höhe und bestimmte Rätsel können nur von einer einzelnen Figur gelöst werden.
Auch das erinnert angenehm an Adventures aus einer Zeit, in der mehrere spielbare Charaktere nicht einfach nur unterschiedliche Skins bedeuteten. Unterschiedliche Persönlichkeiten sollen tatsächlich Einfluss darauf haben, wie eine Situation gelöst werden kann.
Gerade hier sehe ich viel Potenzial. Wenn das spätere Spiel seine drei Figuren konsequent miteinander verzahnt und Rätsel entwickelt, bei denen ihre jeweiligen Fähigkeiten sinnvoll kombiniert werden müssen, könnte daraus ein sehr schönes klassisches Adventure-System entstehen. In der jetzigen Fassung bekomme ich davon allerdings hauptsächlich einen Vorgeschmack. Es wäre deshalb falsch, dem Spiel bereits jetzt große Punkte für eine Komplexität zu geben, die erst noch entstehen muss.

Reale Geheimnisse
Besonders spannend finde ich den Ansatz der Geschichte. Signal From The Stars spielt in den Achtzigern und schickt Martin, Diana und Nikki auf eine Reise rund um die Welt. Ausgangspunkt ist ein merkwürdiger alter Gegenstand, der nach einem Gewitter unter einem umgestürzten Baum in den Niederlanden entdeckt wird. Von dort aus soll die Geschichte später unter anderem nach Peru, Afrika, Ägypten, Indien, Mexiko, Costa Rica, auf die Osterinsel, nach Antarktika und Bosnien führen.
Dabei sollen reale Orte und tatsächliche archäologische beziehungsweise historische Rätsel verarbeitet werden. Der Entwickler beschäftigt sich nach eigener Aussage seit Jahrzehnten mit alten Texten und ungeklärten Phänomenen und verwendet bewusst Quellen, die noch aus der Zeit vor dem modernen Internet stammen. UFOs, Geister und erfundene außerirdische Verschwörungen wurden dabei ausdrücklich ausgeklammert; die dargestellten Orte und Rätsel sollen einen realen Hintergrund besitzen.
Das finde ich gerade deshalb reizvoll, weil es wieder an Zak McKracken erinnert, ohne dessen Geschichte einfach nachzubauen. Das alte LucasArts-Spiel konnte mich damals mit absurdem Humor und verrückten Ideen unterhalten und gleichzeitig neugierig auf Dinge machen, die außerhalb des Spiels existierten. Wenn Signal From The Stars diesen Spagat später tatsächlich hinbekommt, hätte es schon allein dadurch eine ziemlich eigene Identität.
Pixelgrafik mit sehr viel Handarbeit
Auch optisch wird die klassische Ausrichtung sofort deutlich. Die Hintergründe und Figuren bestehen aus handgesetzter Pixelgrafik. Das Spiel will ausdrücklich nicht aussehen wie ein moderner 3D-Titel, der nachträglich mit irgendeinem Retrofilter versehen wurde, sondern wie ein echtes Pixel-Adventure.
Die bereits fertigen Szenen gefallen mir dabei gut. Besonders die Innenräume besitzen diese vertraute Adventure-Qualität, bei der ich automatisch anfange, jedes Regal, jede Tür und jeden Gegenstand nach etwas Auffälligem abzusuchen. Genau das muss eine solche Grafik leisten. Sie soll nicht mit technischer Brillanz beeindrucken, sondern neugierig machen.
Natürlich kann ich auch hier noch keine abschließende Bewertung abgeben. Wenn von einem weltweit angelegten Adventure momentan gerade einmal eine Handvoll Szenen endgültig gezeichnet ist, weiß ich schlicht noch nicht, wie abwechslungsreich das fertige Spiel aussehen wird. Gerade die angekündigten Orte könnten optisch enorm viel Variation ermöglichen.
Interessant ist außerdem, dass das Spiel vollständig ohne generativ erzeugte Kunst, Musik oder Stimmen entwickelt werden soll. Der Entwickler programmiert eine eigene Engine auf Basis von Lua und LÖVE und arbeitet für Grafik, Skizzen, Musik sowie Stimmen mit einer kleinen Gruppe weiterer Künstler zusammen.

Ein sehr persönliches Projekt statt einer großen Produktion
Hinter Signal From The Stars steckt kein großes Studio. Das Projekt wird im Kern von einem einzelnen Entwickler namens Martin aufgebaut und bislang weitgehend selbst finanziert. Selbst die Figuren haben einen persönlichen Bezug: Nikki basiert beispielsweise auf seiner eigenen Tochter.
Das merkt man dem Spiel durchaus an. Nicht im negativen Sinne, sondern eher daran, wie spezifisch die Idee ist. Das fühlt sich nicht nach einem Produkt an, das anhand aktueller Marktanalysen beschlossen hat, Pixelgrafik sei gerade wieder beliebt. Hier baut jemand offensichtlich genau das Adventure, das er selbst gerne spielen möchte.
Gleichzeitig erklärt diese Entstehungsgeschichte natürlich auch das langsame Entwicklungstempo. Neue Szenen benötigen Geld für Pixelgrafik, Musik und Sprecher, weshalb die Early-Access-Einnahmen dabei helfen sollen, die übrigen Inhalte fertigzustellen. Der Entwickler selbst kündigt deshalb auch keinen schnellen Abschluss an, sondern rechnet mit mindestens einem weiteren Jahr und möglicherweise einer Entwicklung bis 2028.
Als Spieler muss man also Geduld mitbringen. Sehr viel Geduld.
Deutsch ist erfreulicherweise schon vorgesehen
Trotz des kleinen Projektrahmens ist die Sprachunterstützung bereits bemerkenswert breit. Deutsch ist neben Englisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, brasilianischem Portugiesisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Indonesisch, Malaysisch, Vietnamesisch, Russisch, Japanisch und vereinfachtem Chinesisch vorgesehen beziehungsweise bereits als Oberflächen- und Untertitelsprache gelistet.
Die vollständige Sprachausgabe ist derzeit nur auf Englisch vorgesehen. Für ein klassisches Adventure finde ich das völlig in Ordnung, solange die deutsche Textfassung sauber funktioniert. Gerade bei Rätseln und Wortspielen wird allerdings langfristig wichtig sein, wie gut diese Übersetzungen gepflegt werden.
Auch Windows, macOS und Linux werden unterstützt, was bei einem kleinen Indieprojekt ebenfalls positiv auffällt.

Noch keine Wertung – dafür ist es schlicht viel zu früh
Normalerweise würde an dieser Stelle irgendwann die Abrechnung kommen. Spielspaß, Grafik, Umsetzung, Wiederspielbarkeit, Langzeitmotivation und am Ende eine Gesamtwertung. Bei Signal From The Stars wäre das momentan aber schlicht unfair.
Wie soll ich die Langzeitmotivation eines Adventures bewerten, dessen allergrößter Teil noch gar nicht spielbar ist? Wie soll ich die Rätselqualität einer Geschichte beurteilen, wenn bislang nur fünf Szenen fertiggestellt sind? Und wie soll ich die Umsetzung eines weltweiten Abenteuers bewerten, wenn ich momentan nur einen winzigen Bruchteil dieser Reise sehe?
Deshalb gibt es bewusst keine Prozentwertung.
Ich werde Signal From The Stars bewerten, wenn das Spiel wirklich fertig ist und sich beurteilen lässt, ob aus diesen Ideen tatsächlich ein gutes vollständiges Adventure geworden ist. Die aktuelle Version sehe ich eher wie eine Alpha, auch wenn sie offiziell als Early Access bezeichnet wird: Sie zeigt das Fundament und demonstriert die Richtung, ist aber noch weit davon entfernt, das fertige Erlebnis abzubilden.
Fazit
Signal From The Stars ist aktuell kaum mehr als der Anfang einer sehr langen Reise. Gerade fünf fertige Szenen reichen natürlich nicht, um daraus schon eine normale Kaufempfehlung oder gar eine endgültige Wertung abzuleiten. Wer jetzt ein vollständiges Point-&-Click-Adventure für mehrere Abende erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht sein.
Trotzdem hat mir dieser kurze Einblick Spaß gemacht, weil ich ziemlich schnell verstanden habe, was Martin hier bauen möchte. Klassische Verben, handgezeichnete Pixelgrafik, mehrere spielbare Figuren, reale Geheimnisse, tatsächliche Orte und eine Weltreise in den Achtzigern ergeben genau jene Mischung, bei der mein alter Adventure-Nerv sofort reagiert.
Vor allem die Nähe zu Zak McKracken gefällt mir. Dabei handelt es sich eben nicht nur um meine persönliche Assoziation, sondern um eine bewusste Inspiration des Entwicklers. Dieses alte Gefühl, ein Rätselspiel zu spielen und gleichzeitig neugierig darauf zu werden, welche Geschichten und Geheimnisse hinter den dargestellten Orten stecken, soll hier ausdrücklich wieder entstehen.
Ob das am Ende wirklich gelingt, weiß ich heute noch nicht. Dafür fehlen buchstäblich die meisten Szenen des Spiels.
Aber ich merke bereits, dass ich sehen möchte, wie es weitergeht.
Und genau deshalb sollte man Signal From The Stars als Fan klassischer Point-&-Click-Adventures auf dem Schirm behalten. Noch würde ich nicht sagen: „Das müsst ihr unbedingt spielen.“ Dafür ist es viel zu früh. Ich würde stattdessen sagen: Merkt euch den Namen, schaut euch die Entwicklung an und kommt wieder, wenn diese Reise wirklich vollständig geworden ist.
Dann bekommt Signal From The Stars von mir auch seine richtige Bewertung. Bis dahin ist es kein fertiges Adventure, sondern ein kleiner, sympathischer Blick durch ein Fenster auf eines, das hoffentlich noch entstehen wird.




