Screamer

Screamer (Milestone S.r.l.)

März 2026

In diesem Arcade-Rennspiel mit Kampfmechanik und knallharter Story treffen rasante Action und Anime-Ästhetik aufeinander. Hier fahren manche Rennen für Ruhm, während andere Macht oder Rache wollen. Jedes Rennen ist ein Kampf und jede Schlacht ist persönlich.
Entwickler: Milestone S.r.l.
Genre: Rennspiel
83%
Spielspaß
80%
Wiederspielbarkeit
77%
Langzeitmotivation
90%
Grafik
80%
Umsetzung
Screamer ist kein Spiel für jeden. Und das ist seine größte Stärke.


82%

Screamer – Arcade-Racing trifft Anime-Wahnsinn

Es gibt Rennspiele, die wollen realistisch sein. Und dann gibt es Screamer. Dieses Spiel interessiert sich nicht für saubere Ideallinien oder perfekte Simulationen. Es will laut sein. Schnell. Chaotisch. Und vor allem: anders.

Schon nach den ersten Rennen wird klar, dass hier nicht einfach ein weiteres Rennspiel entstanden ist. Screamer ist ein Reboot einer alten Reihe aus den 90ern, aber statt Nostalgie abzuspulen, geht es einen komplett neuen Weg – mit Anime-Ästhetik, Story-Fokus und einem Mix aus Racing und Kampfmechaniken. Und genau das macht es spannend.

Gameplay – Rennen? Ja. Aber auch Kampf

Der größte Unterschied zu klassischen Racern: Hier wird nicht nur gefahren, hier wird gekämpft. Jedes Rennen ist gleichzeitig ein Gefecht. Du driftest nicht nur durch Kurven, sondern setzt Fähigkeiten ein, nutzt Boosts, verteidigst dich und greifst andere Fahrer aktiv an. Möglich macht das das sogenannte Echo-System, das Ressourcen für Boost, Schutz und Angriffe bereitstellt. Das sorgt dafür, dass sich jedes Rennen dynamischer anfühlt als in klassischen Arcade-Racern. Aber auch chaotischer.

Man ist permanent unter Druck. Nicht nur, weil die Strecke anspruchsvoll ist, sondern weil jederzeit irgendjemand versucht, dich aus dem Rennen zu nehmen. Und genau hier liegt die Stärke – aber auch eine Schwäche.

Steuerung – genial oder gewöhnungsbedürftig

Ein Punkt, der sofort auffällt: die Steuerung. Screamer setzt auf ein ungewöhnliches Twin-Stick-System. Lenken auf der einen Seite, Driften auf der anderen. Klingt erstmal spannend – und das ist es auch. Aber es braucht Zeit.

Am Anfang fühlt sich das Ganze ungewohnt, fast schon sperrig an. Muskelgedächtnis aus anderen Racern hilft dir hier kaum weiter. Aber wenn es klickt, dann entfaltet das System eine eigene Dynamik, die sich frisch und tatsächlich ziemlich gut anfühlt. Das Problem: Nicht jeder wird diese Hürde nehmen wollen.

Atmosphäre – Neon, Anime und pure Übertreibung

Was Screamer wirklich aus der Masse heraushebt, ist die Präsentation. Das Spiel schreit förmlich nach Aufmerksamkeit. Neonfarben, Anime-Cutscenes, überzeichnete Charaktere und eine Story rund um ein brutales Turnier in einer futuristischen Stadt – das ist kein realistischer Motorsport, das ist Inszenierung. Und das funktioniert.

Die Charaktere haben eigene Motive, eigene Geschichten, eigene Konflikte. Es geht nicht nur darum, Rennen zu gewinnen, sondern auch darum, warum man überhaupt fährt. Rache, Ehrgeiz, Macht – das alles spielt mit rein. Das gibt dem Spiel eine Identität, die viele Racer schlicht nicht haben.

Spielmodi – mehr als nur Runden drehen

Neben der Story bietet Screamer verschiedene Modi. Klassische Rennen, Zeitfahren, Duelle, Teamrennen – alles dabei. Dazu kommen spezielle Modi, die stärker auf Score oder Dauer-Boost ausgelegt sind und das Gameplay nochmal verändern.

Multiplayer ist ebenfalls vorhanden, sowohl online als auch lokal im Splitscreen mit bis zu vier Spielern. Gerade im Multiplayer entfaltet sich das Chaos nochmal ganz anders. Hier wird aus einem Rennen schnell ein kleines Schlachtfeld.

Kritikpunkte – Chaos hat seinen Preis

So viel Spaß das Spiel macht, es ist nicht perfekt. Die KI kann frustrierend sein. Rubberbanding ist teilweise aggressiv, und gerade in Kombination mit den Kampfmechaniken fühlt sich das Spiel manchmal unfair an. Auch die Steuerung bleibt ein Streitpunkt. Für manche ist sie innovativ, für andere einfach nur unpräzise.

Und dann ist da noch die Schwierigkeit. Das Spiel verlangt dir einiges ab. Es ist kein Racer, bei dem du dich entspannt zurücklehnst. Hier musst du arbeiten. Reagieren. Lernen.

Fazit – Mutig, anders und nicht für jeden

Screamer ist kein Spiel für jeden. Und das ist seine größte Stärke. Es geht bewusst Risiken ein. Es kombiniert Racing mit Kampf, Story mit Arcade-Action und packt das Ganze in eine Präsentation, die man entweder liebt oder ablehnt.

Für mich ist es genau diese Art von Spiel, die man im Genre viel zu selten sieht. Kein Einheitsbrei, kein „wir machen alles wie immer“, sondern ein Titel, der seinen eigenen Weg geht. Und genau deshalb bleibt er im Kopf.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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