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Wir sind schon immer transkulturell gewesen: Das Beispiel der Künste

Wir sind schon immer transkulturell gewesen: Das Beispiel der Künste ist ein Buch aus dem Schwabe Verlag und erschien am 11. März 2024. 

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Wir sind schon immer transkulturell gewesen

Kulturen sind durch Mischungen gekennzeichnet. Das ist nicht erst heute so; auch in der Vergangenheit waren sie keineswegs homogen oder rein. Um diese historische Transkulturalität zu zeigen, bedient sich Wolfgang Welsch der Kunst als Sonde. Denn während Transkulturalität politisch, gesellschaftlich und psychologisch oft reserviert beäugt wurde, war sie im Bereich der Kunst weitaus weniger kontrovers, sondern wurde hier geradezu begrüßt und konnte vergleichsweise ungehindert zum Ausdruck kommen. Anhand der Kunst zeigt das Buch daher die historische Transkulturalität auf. Dies geschieht am Beispiel aller möglichen Sparten: von Malerei, Skulptur, Druckgrafik und Architektur über Literatur, Musik, Theater, Tanz, Oper und Comic sowie mit Blick auf sämtliche Kontinente und Kulturen dieser Welt.

Das Buch „Wir sind schon immer transkulturell gewesen“ von Wolfgang Welsch hat mich tief beeindruckt. Als jemand, der sich leidenschaftlich für die Vielschichtigkeit der Kulturen und deren Durchdringungen interessiert, fand ich die Perspektive des Autors auf historische Transkulturalität durch die Linse der Kunst besonders aufschlussreich. Welsch, ein renommierter emeritierter Professor der Philosophie mit Lehrtätigkeiten an bedeutenden Universitäten und Preisträger des Max-Planck-Forschungspreises sowie des Premio Internazionale d’Estetica, bringt eine fundierte und weitreichende Expertise in sein Werk ein. In einer Welt, die zunehmend von Diskursen über Identität und Kultur geprägt ist, liefert dieses Buch eine wertvolle Perspektive, die zeigt, dass Kulturen niemals isoliert oder unverändert bestanden haben. Die Tatsache, dass Welsch Kunstwerke aus aller Welt und verschiedenen Epochen heranzieht, um die transkulturellen Verflechtungen aufzuzeigen, verleiht seiner Argumentation eine überzeugende Tiefe. Von Malerei und Skulptur über Literatur und Musik bis hin zu Theater und Comic – die Bandbreite der betrachteten Kunstformen ist beeindruckend und unterstreicht die universelle Natur der Transkulturalität.

Besonders hervorzuheben ist, wie das Buch die oft unterschätzte Rolle der Kunst bei der Darstellung und Förderung von kulturellem Austausch beleuchtet. Kunst, so Welsch, hat transkulturelle Strömungen immer schon aufgenommen und reflektiert, lange bevor diese in politischen oder sozialen Kontexten anerkannt wurden. Diese Erkenntnis ist nicht nur für Kunstliebhaber, sondern für jeden, der sich für die Geschichte und Entwicklung unserer global vernetzten Welt interessiert, von großer Bedeutung. Die Lektüre dieses Buches hat meinen Blick auf die Welt verändert. Sie hat mir gezeigt, dass Transkulturalität kein Phänomen der Moderne ist, sondern eine Konstante menschlicher Kultur. Diese Erkenntnis ist besonders in der heutigen Zeit wichtig, in der globale Verflechtungen und der Austausch zwischen Kulturen sowohl gefeiert als auch kritisch hinterfragt werden.

Zusammenfassend ist „Wir sind schon immer transkulturell gewesen“ ein Werk, das zum Nachdenken anregt und einen bedeutenden Beitrag zur Diskussion über Kultur, Identität und die Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft leistet. Es ist eine Lektüre, die ich jedem empfehlen würde, der sich für die komplexen Verbindungen zwischen den Kulturen unserer Welt interessiert. Wolfgang Welsch hat ein meisterhaftes Buch geschrieben, das nicht nur informativ, sondern auch inspirierend ist.

Wir sind schon immer transkulturell gewesen

8.3

Aufmachung

8.7/10

Umfang

8.3/10

Schreibstil

8.0/10

Thema

8.2/10

Aufbau

8.4/10

Lesbarkeit

8.4/10

Illustrationen Cover

8.1/10

Umsetzung

8.2/10

Hat mir besonders gefallen

  • Das Buch beleuchtet eindrucksvoll, wie Kulturen schon immer durch ihre gegenseitige Beeinflussung geprägt waren, und nutzt die Kunst als Medium, um diese Verflechtungen aufzuzeigen.
  • Die Analyse umfasst eine Vielfalt von Kunstsparten – von Malerei und Skulptur über Literatur bis hin zu Theater und Musik, was die universelle Natur der Transkulturalität unterstreicht.
  • Wolfgang Welsch bringt seine umfangreiche Erfahrung und Anerkennung in die Thematik ein, was dem Werk sowohl Tiefe als auch Glaubwürdigkeit verleiht.
  • Das Buch bietet wertvolle Einsichten für heutige Gespräche über Globalisierung, Identität und Kulturaustausch.
  • Die Lektüre regt zum Nachdenken an und eröffnet neue Sichtweisen auf die Rolle der Kunst in der Gesellschaft und die historischen Grundlagen unserer heutigen kulturellen Dynamik.
Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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