Vierzehn Tage

Vierzehn Tage: Ein Gemeinschaftsroman | Ein einzigartiges Romanprojekt, das zahlreiche hochkarätige Autorinnen und Autoren zusammenbringt aus dem dtv Verlag erschien am 15. Februar 2024. 

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Vierzehn Tage

Packend, anrührend, voller Überraschungen – dieses einzigartige literarische Projekt versammelt viele der erfolgreichsten Autorinnen und Autoren aller Genres der Gegenwart und verknüpft beeindruckende Erzählungen raffiniert durch eine brillante Rahmenhandlung. New York im April 2020. Während des ersten Lockdowns treffen sich die Bewohner eines Mietshauses abends auf dem Dach und erzählen einander Geschichten. Jeder Mieter und jede Mieterin steuert eine Geschichte bei (wahr oder zumindest gut erfunden) und ein neues Decamerone für unsere Zeit nimmt seinen Anfang. Die Erzählungen sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sich hier versammeln, und über die Geschichten in dieser Ausnahmesituation entwickelt sich ein ganz neuer Zusammenhalt. Allmählich findet die Runde zu einer unerwarteten Gemeinschaft und Anteilnahme füreinander. Vierzehn Tage und Abende auf dem Dach eines Mietshauses in New York: Dieses Buchprojekt ist ein Lobgesang auf Leben, Menschlichkeit und Gemeinschaft.

Das Buch „Vierzehn Tage: Ein Gemeinschaftsroman“ ist eine faszinierende literarische Reise, die mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. Die Grundidee, Bewohner eines Mietshauses in New York während des ersten Lockdowns im April 2020 auf dem Dach ihres Gebäudes zu versammeln, wo sie sich gegenseitig Geschichten erzählen, ist sowohl einfallsreich als auch tiefgründig. Dieses Setting schafft einen Rahmen, der es ermöglicht, eine Vielfalt menschlicher Erfahrungen und Emotionen zu erkunden, was in dieser Zeit des globalen Stillstands besonders resoniert. Was dieses Buch so außergewöhnlich macht, ist nicht nur die Zusammenarbeit von 36 renommierten Autorinnen und Autoren, sondern auch die Art und Weise, wie ihre Beiträge nahtlos zu einem kohärenten Ganzen verwoben sind. Die Herausgeber, Margaret Atwood und Douglas Preston, haben hierbei hervorragende Arbeit geleistet, indem sie die individuellen Stimmen zu einem harmonischen Chor vereint haben, ohne dass die einzelnen Beiträge ihre Einzigartigkeit verlieren.

Die Geschichten reichen von heiter bis nachdenklich, von alltäglich bis außergewöhnlich, und spiegeln die Vielfalt der menschlichen Erfahrung wider. Durch diese Geschichten entsteht ein dichtes Netz an Beziehungen und eine Gemeinschaft, die zeigt, wie Erzählungen Menschen in schwierigen Zeiten zusammenbringen können. Die Rahmenhandlung rund um die Hausmeisterin Yessie, die durch ihre robuste und bodenständige Art einen interessanten Kontrast zu den teils skurrilen, teils tiefgründigen Geschichten der Mieter bietet, fügt dem Buch eine zusätzliche Ebene hinzu. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autoren es geschafft haben, trotz der Vielfalt an Themen und Stilen, ein Gefühl der Einheit und Geschlossenheit zu bewahren. Die Pandemie dient dabei weniger als Hauptthema, sondern eher als Katalysator für die Geschichten, die sich um die menschliche Natur, Beziehungen und die Suche nach Sinn drehen.

Die Wendung gegen Ende des Buches war unerwartet und hat dem Ganzen eine zusätzliche Tiefe verliehen. Das Buch endet auf eine Weise, die sowohl überraschend als auch tief befriedigend ist, und lässt den Leser mit einem Gefühl der Hoffnung und des Staunens zurück. „Vierzehn Tage“ ist kein herkömmlicher Roman und auch keine einfache Sammlung von Kurzgeschichten, sondern etwas ganz Eigenes – ein literarisches Experiment, das auf wundervolle Weise gelungen ist. Die Diversität der Stimmen und die Themen, die das Buch berührt, machen es zu einem wichtigen und zeitgemäßen Werk, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Vierzehn Tage: Ein Gemeinschaftsroman“ ein eindrucksvolles literarisches Projekt ist, das zeigt, wie Geschichten Brücken bauen und Menschen in Zeiten der Isolation verbinden können. Es ist eine Lektüre, die ich wärmstens empfehle, nicht nur wegen der Originalität des Konzepts, sondern auch wegen der Tiefe und Vielfalt der Erzählungen, die es umfasst. Ein Buch, das lange nach dem Zuschlagen der letzten Seite nachhallt.

Vierzehn Tage

8.7

Aufmachung

8.6/10

Umfang

8.9/10

Schreibstil

8.8/10

Thema

8.7/10

Aufbau

8.6/10

Lesbarkeit

8.7/10

Illustrationen Cover

8.5/10

Umsetzung

8.7/10

Hat mir besonders gefallen

  • Die Idee, ein Gemeinschaftsprojekt von 36 renommierten Autoren rund um die Erlebnisse während des Lockdowns zu gestalten, ist sowohl kreativ als auch tiefgründig.
  • Die Bandbreite an Erzählungen spiegelt eine große Diversität menschlicher Erfahrungen und Emotionen wider und bietet dadurch eine reiche Lektüre.
  • Trotz der Vielzahl an Autoren und Stilen wirkt das Buch wie aus einem Guss, was die redaktionelle Leistung der Herausgeber unterstreicht.
  • Eine unvorhergesehene Wendung gegen Ende des Buches verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und lässt den Leser nachdenklich und hoffnungsvoll zurück.
  • Das Buch greift das aktuelle Thema der Corona-Pandemie auf und zeigt auf inspirierende Weise, wie Geschichten Menschen in schwierigen Zeiten verbinden können.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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