Terrorballade

Terrorballade ist ein Buch von Edition Outbird und erschien am 1. Februar 2024. 

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Terrorballade

Sänger ist arbeitslos. Filmvorführer war er mal, Privatdetektiv will er nicht sein. Und doch halten ihn manche für genau das. So auch die Frau, die ihn bittet, ihren einstigen Geliebten Robert „Robby“ Zimmermann aufzuspüren. Ein Auftrag mit reichlich Sprengkraft, denn Robby hat als V-Mann einst Zugang zur Roten Armee Fraktion (RAF) gefunden und für den entscheidenden Schlag des Verfassungsschutzes gegen die führenden Mitglieder der dritten Generation der „antiimperialistischen Stadtguerilla“ gesorgt. Seit 1993 ist er im Zeugenschutz abgetaucht. Die Suche nach Robby führt Sänger von Wiesbaden nach Hamburg und wieder zurück – und nicht zuletzt tief in die eigene Vergangenheit. Seine unkonventionellen Ermittlungsmethoden und die hochprozentige Ehe mit seiner frisch angetrauten Frau, der Journalistin Marlene, halten ihn dabei auf Kurs. „Als Kurstadt ist die Landeshauptstadt Wiesbaden schon lange bekannt, zum Krimischauplatz ist sie erst in den vergangenen Jahren geworden. Entscheidenden Anteil daran hat Alexander Pfeiffer.“ (Rhein-Zeitung)

In „Terrorballade“ nimmt uns Alexander Pfeiffer mit auf eine fesselnde Reise durch die Schatten der deutschen Vergangenheit, genauer gesagt, in die Zeit nach der dritten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF). Die Geschichte beginnt mit einem ungewöhnlichen Auftrag: Der ehemalige Filmvorführer und nun arbeitslose Sänger wird von einer Frau beauftragt, ihren früheren Geliebten, Robert „Robby“ Zimmermann, zu finden. Zimmermann war einst als V-Mann in die RAF eingedrungen und hat seither im Zeugenschutzprogramm ein verborgenes Leben geführt. Die Suche führt Sänger quer durch Deutschland und zwingt ihn, sich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Verbindung von historischen Ereignissen mit einer fiktiven Handlung hat mich besonders beeindruckt. Pfeiffer schafft es, die Atmosphäre der damaligen Zeit lebendig werden zu lassen und regt gleichzeitig dazu an, sich intensiver mit der Geschichte der RAF auseinanderzusetzen. Besonders die Figur des Sängers, mit seiner unkonventionellen Ermittlungsmethode und seinem komplizierten Privatleben, macht den Roman zu einem einzigartigen Leseerlebnis.

Die Interaktionen zwischen Sänger und seiner frisch angetrauten Frau Marlene, einer Journalistin, bieten einen interessanten Kontrast zum Hauptgeschehen und bringen menschliche Tiefe in die Geschichte. Der Autor versteht es meisterhaft, die Spannung aufrechtzuerhalten, während er gleichzeitig tiefgründige Charaktere mit ihren eigenen Geschichten und Motivationen entwickelt. Die Mischung aus realen historischen Begebenheiten und fiktiven Elementen, kombiniert mit den lebensechten Charakteren, macht „Terrorballade“ zu einem packenden und nachdenklichen Werk. Es ist mehr als nur ein Kriminalroman; es ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse einer bewegten Zeit in Deutschland. Pfeiffer gelingt es, die Komplexität des Themas mit einer packenden Erzählweise zu verbinden, was mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Als jemand, der sich zuvor nicht intensiv mit der Geschichte der RAF beschäftigt hat, bot mir „Terrorballade“ einen faszinierenden Einblick in die Ereignisse und deren Nachwirkungen auf die Gesellschaft. Der Roman hat mich dazu angeregt, mich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Abschließend lässt sich sagen, dass „Terrorballade“ nicht nur ein spannender Krimi ist, sondern auch ein tiefgründiges Werk, das die Schattenseiten der deutschen Geschichte beleuchtet. Alexander Pfeiffer beweist erneut sein außerordentliches Talent als Autor, indem er ein komplexes Thema mit einer fesselnden Handlung und tiefgründigen Charakteren verknüpft. Ein Buch, das noch lange nachwirkt und zur Reflexion anregt.

Terrorballade

8.8

Aufmachung

8.5/10

Umfang

8.4/10

Schreibstil

8.6/10

Thema

8.9/10

Aufbau

8.7/10

Lesbarkeit

8.8/10

Illustrationen Cover

9.8/10

Umsetzung

8.7/10

Hat mir besonders gefallen

  • Die Verwebung fiktiver Personen mit realen Ereignissen ermöglicht eine tiefere Auseinandersetzung mit der Geschichte der RAF und bringt spannende Einblicke.
  • Die unkonventionellen Ermittlungsmethoden des Protagonisten Sänger und seine Gedankengänge bieten eine fesselnde und unterhaltsame Leseerfahrung.
  • Die Einbindung des Privatlebens des Hauptcharakters, insbesondere seine Beziehung zu Marlene, verleiht der Geschichte eine persönliche und greifbare Ebene.
  • Der Roman schafft es, trotz des ernsten Themas der RAF, humorvolle und menschliche Momente zu integrieren, die zum Nachdenken anregen und die Charaktere lebendig wirken lassen.
  • "Terrorballade" überzeugt mit vielschichtigen Charakteren und cleveren Anspielungen, die den Leser bis zum Schluss fesseln.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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