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Star Trek: Voyager – Across the Unknown

Star Trek: Voyager – Across the Unknown (Daedalic)

Februar 2026

Star Trek: Voyager – Across the Unknown ist ein narratives Survival-Strategiespiel, in dem das Schicksal, die Besatzung und schwere Entscheidungen des ikonischen Raumschiffs in deinen Händen liegen. Kannst du das Schiff und ihre Crew sicher nach Hause bringen?
Entwickler: Gamexcite
Genre: Strategie / Simulation
90%
Spielspaß
83%
Wiederspielbarkeit
81%
Langzeitmotivation
84%
Grafik
83%
Umsetzung
Star Trek: Voyager – Across the Unknown ist eine spielbare Voyager-Episode – und genau darin liegt seine Stärke.


84%

Star Trek: Voyager – Across the Unknown

Es gibt Spiele, die man spielt. Und es gibt Spiele, die man erlebt. Star Trek: Voyager – Across the Unknown gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Als jemand, der mit Voyager aufgewachsen ist, der Janeway, Tuvok, Seven of Nine und den Doktor nicht nur kennt, sondern liebt, war meine Erwartungshaltung hoch – und ich kann direkt sagen: Dieses Spiel hat mich überrascht. Positiv.

Schon nach den ersten Minuten fühlte es sich weniger wie ein klassisches Videospiel an, sondern mehr wie eine zusätzliche, bisher ungesehene Voyager-Folge. Eine, bei der ich selbst auf der Brücke stehe.

Zurück an Bord der Voyager

Die Handlung spielt während der bekannten Reise der USS Voyager durch den Delta-Quadranten. Eine mysteriöse Anomalie taucht auf, fremde Signale werden empfangen, neue Spezies treten in Kontakt – klassische Star-Trek-Kost also. Doch das Spiel nutzt dieses Setup nicht nur als Kulisse, sondern baut daraus eine ernsthafte Geschichte, die sich Zeit nimmt.

Man bewegt sich zwischen Brücke, Maschinenraum, Krankenstation und Außenteams, spricht mit der Crew, analysiert Daten und trifft Entscheidungen, die den Verlauf der Mission beeinflussen. Das fühlt sich unglaublich authentisch an. Die Dialoge treffen den Ton der Serie, die Charaktere verhalten sich so, wie man es erwartet, und Captain Janeway ist genau die entschlossene, moralisch reflektierte Anführerin, die wir aus der Serie kennen. Für Fans ist das pures Wohlfühlmaterial.

Gameplay: Adventure mit Herz und Haltung

Spielerisch bewegt sich Across the Unknown klar im Adventure- und Narrative-Bereich. Du erkundest Schauplätze, untersuchst Phänomene, kombinierst Hinweise und führst viele Gespräche. Dazu kommen kleinere Rätsel, technische Mini-Analysen und Entscheidungssequenzen. Wer hier einen Actiontitel erwartet, liegt komplett falsch.

Das Spiel ist bewusst ruhig. Es geht nicht um Reflexe, sondern um Denken. Um Abwägen. Um Diplomatie. Genau das, was Star Trek immer ausgezeichnet hat. Oft stehst du vor Situationen, in denen es kein klares „richtig“ oder „falsch“ gibt. Rettet man eine fremde Zivilisation und riskiert dabei die eigene Crew? Oder zieht man sich zurück? Setzt man auf Wissenschaft oder Vorsicht?

Diese Momente tragen das Spiel. Ich habe mehrfach innegehalten, bevor ich Entscheidungen getroffen habe – und genau das ist für mich gutes Design.

Atmosphäre: Voyager pur

Grafisch ist das Spiel deutlich besser, als ich zunächst erwartet hatte. Die Brücke der Voyager ist liebevoll nachgebaut, Uniformen wirken authentisch, Außeneinsätze bieten abwechslungsreiche Umgebungen – von fremden Planetenoberflächen bis zu verlassenen Raumstationen. Es ist kein technisches AAA-Feuerwerk, aber stilistisch sehr stimmig.

Was besonders stark ist, ist die Musik. Klassische Voyager-Motive wurden neu interpretiert und begleiten das Geschehen dezent, aber wirkungsvoll. In ruhigen Momenten entsteht dieses typische Gefühl von Einsamkeit im Delta-Quadranten, in dramatischen Szenen baut sich spürbare Spannung auf. Ich hatte mehrfach Gänsehaut – einfach, weil sich alles so vertraut angefühlt hat.

Die Crew als emotionaler Anker

Das Herz des Spiels ist eindeutig die Crew. Gespräche mit Tuvok, dem Doktor oder Seven sind nicht nur optionales Beiwerk, sondern tragen aktiv zur Handlung bei. Man erfährt unterschiedliche Perspektiven, erhält Hinweise oder wird mit moralischen Standpunkten konfrontiert.

Ich habe mir bewusst Zeit genommen, mit allen zu sprechen – und das nicht, weil ich musste, sondern weil ich wollte. Natürlich bleiben manche Nebenfiguren etwas blass, und nicht jede Interaktion geht wirklich in die Tiefe. Aber insgesamt funktioniert das Zusammenspiel der Charaktere hervorragend. Gerade als Trekkie fühlt man sich hier zuhause.

Entscheidungen mit echten Konsequenzen

Das Spiel arbeitet mit einem Entscheidungssystem, das zwar keine komplett verzweigte Großkampagne bietet, aber spürbare Auswirkungen hat. Dialoge verändern sich, Beziehungen entwickeln sich unterschiedlich, manche Missionsausgänge variieren.

Es ist kein extremes Branching-System, aber genug, um einen zweiten Durchgang interessant zu machen. Man spürt: Die Entwickler wollten, dass sich deine Rolle als Teil der Sternenflotte ernsthaft anfühlt.

Technik und Präsentation

Technisch lief das Spiel bei mir stabil. Ladezeiten sind kurz, Übergänge zwischen Szenen flüssig. Animationen sind nicht immer perfekt, Gesichtsmodelle könnten stellenweise ausdrucksstärker sein, aber insgesamt wirkt alles sauber umgesetzt.

Ein Kritikpunkt, der mich zum Release wirklich genervt hat: die Speicherpunkte.

Man kann nicht manuell speichern, sondern ist auf feste Checkpoints angewiesen. Das ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß und hat mich mehr als einmal aus dem Flow gerissen – besonders wenn man längere Dialogpassagen oder Rätsel erneut spielen musste. Das ist kein Gamebreaker, aber definitiv etwas, das dringend per Patch verbessert werden sollte.

Wiederspielbarkeit und Motivation

Die Wiederspielbarkeit entsteht vor allem durch alternative Entscheidungen und leicht unterschiedliche Verläufe. Wer möchte, kann die Geschichte erneut erleben und andere Wege ausprobieren.

Die Langzeitmotivation kommt weniger aus mechanischer Tiefe, sondern aus dem Wunsch, die Geschichte nochmal anders zu erleben – typisch für narrative Spiele.

Fazit: Für Trekkies ein echtes Highlight

Star Trek: Voyager – Across the Unknown ist kein Blockbuster und kein Actionspiel. Es ist eine spielbare Voyager-Episode – und genau darin liegt seine Stärke.

Ich hatte durchgehend Spaß. Nicht wegen spektakulärer Effekte, sondern weil ich mich wirklich als Teil der Voyager gefühlt habe. Entscheidungen hatten Gewicht, Gespräche Bedeutung, und die Atmosphäre war genau das, was ich mir von einem Trek-Spiel wünsche. Ja, es gibt Schwächen. Die Speicherpunkte sind nervig. Manche Animationen wirken steif. Das Spiel hätte an einigen Stellen mutiger sein können. Aber unterm Strich bleibt: Für Trekkies ist das hier wirklich großartig.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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