Speedball

Speedball (Rebellion)

Januar 2026

Speedball ist ein knallharter Arenasport, bei dem zwei Teams in einem rasanten Match aufeinandertreffen, in dem Tempo, Agilität und Aggressivität entscheiden.
Entwickler: Rebellion
Genre: Action / Sport
88%
Spielspaß
86%
Wiederspielbarkeit
84%
Langzeitmotivation
82%
Grafik
85%
Umsetzung
Speedball 2026 ist kein Remake für Romantiker. Es ist ein kompromissloser Neustart für ein brutales Sportkonzept.


85%

Speedball – Alte Wut, neues Blut

Manche Spiele sind mehr als Unterhaltung. Sie sind Erinnerungen. Zeitkapseln. Kleine Portale zurück in eine Ära, in der man mit schwitzigen Händen vor dem Bildschirm saß, den Joystick fest umklammert, und wusste: Dieses Spiel wird mich nicht schonen. Speedball war genau so ein Titel. Das Original von 1988 – Speedball – habe ich geliebt. Nicht, weil es fair war. Sondern weil es brutal ehrlich war. Es hat dich nicht an die Hand genommen, es hat dich in die Arena geworfen und gesagt: Werde besser oder geh unter.

Als ich die neue Version von Rebellion gestartet habe, war da sofort dieses Kribbeln. Diese Mischung aus Vorfreude und Angst. Bitte versaut das nicht. Denn Speedball war nie einfach nur ein Sportspiel. Es war Gladiatorenkampf mit Ball, futuristische Gewalt mit Punktestand, mehr Mad Max als Bundesliga.

Zurück in die Arena

Schon beim ersten Match wird klar, wohin die Reise geht. Die Arenen sind größer, lauter, lebendiger. Metall glänzt, Bildschirme flackern, das Publikum brüllt. Die Spieler sehen aus wie wandelnde Panzer, jede Bewegung schwer, jede Kollision mit spürbarem Gewicht. Tacklings fühlen sich wuchtig an, Checks haben echte Wucht, und wenn ein Gegner zu Boden geht, bleibt er manchmal einfach liegen. Genau dieses kompromisslose Körpergefühl transportiert das neue Speedball erstaunlich gut aus der alten Zeit ins Heute.

Spielerisch bleibt die DNA erhalten: Zwei Teams, ein Ball, ein Ziel – aber der Weg dorthin ist gepflastert mit Gewalt, Taktik und schnellen Entscheidungen. Du kannst nicht einfach nur passen und hoffen, dass alles gutgeht. Du kannst aber auch nicht blind draufhauen. Wer das versucht, wird gnadenlos ausgekontert. Speedball lebt von dieser Balance aus Aggression und Kontrolle, genau wie früher.

Gameplay: Schnell, hart, taktisch

Speedball ist heute deutlich komplexer als 1988, ohne seine Identität zu verlieren. Jeder Spieler besitzt eigene Werte, Rollen und Upgrades. Du baust dein Team nicht nur auf, du formst es. Verteidiger werden zu lebenden Mauern, Stürmer zu präzisen Killern, dazu kommen aktive Fähigkeiten, die Matches in Sekunden drehen können. Das erinnert stellenweise fast an MOBA-Mechaniken, bleibt aber immer klar Speedball.

Was mir besonders gefallen hat, ist das Spieltempo. Matches sind kurz, intensiv und lassen dir kaum Luft zum Atmen. Kaum ein Sportspiel erzeugt so konstant Druck. Ich hatte mehrere Momente, in denen ich nach einem Match kurz still saß, tief durchgeatmet habe und dachte: Okay… noch eins.

Kampagne und Fortschritt

Die Einzelspieler-Kampagne ist klassisch aufgebaut. Du startest mit einem schwachen Team, kämpfst dich durch Ligen und Turniere, verdienst Geld durch Siege und spektakuläre Aktionen und investierst dieses anschließend in neue Spieler oder Verbesserungen. Das ist nichts Revolutionäres, funktioniert aber hervorragend, weil das Spiel dich ständig vor Entscheidungen stellt: Stärke oder Geschwindigkeit? Neue Fähigkeiten oder bessere Defensive?

Hier unterscheidet sich das neue Speedball deutlich vom Original. Du spielst nicht mehr nur Matches – du managst ein Gladiatorenteam. Diese zusätzliche strategische Ebene gibt dem Spiel mehr Tiefe, ohne den Spielfluss zu bremsen.

Multiplayer: Hier schlägt das Herz

Speedball lebt im Multiplayer. Online-Matches sind schnell gefunden, die Community ist klein, aber leidenschaftlich. Menschliche Gegner spielen aggressiver, unberechenbarer, dreckiger. Ich hatte Partien, die sich wie echte Duelle angefühlt haben. Kein freundliches Hin-und-her, sondern psychologischer Krieg. Finten, Provokationen, gezielte Fouls.

So muss Speedball sein.

Der Vergleich mit 1988

Wird das Original respektiert? Meine ehrliche Antwort: Ja – mit modernen Abstrichen. Das neue Speedball ist größer, komplexer, technischer. Es hat Menüs, Skills und Progressionssysteme. Die minimalistische Direktheit von damals ist nicht mehr da. Aber der Geist lebt weiter. Dieses Gefühl, dass Fairness optional ist. Dass Siege erkämpft werden müssen. Dass du dich manchmal wie ein Dampfhammer fühlst – und manchmal wie ein geprügelter Welpe.

Für jemanden, der Speedball 1988 geliebt hat, fühlt sich diese Neuauflage nicht fremd an. Sie fühlt sich an wie ein erwachsener Nachfolger mit Narben.

Technik und Präsentation

Grafisch ist Speedball solide, aber kein Ausnahmetitel. Die Arenen sehen gut aus, die Spieler sind detailliert modelliert, die Effekte sitzen. Es fehlt allerdings dieser echte Wow-Moment. Was überzeugt, ist die Animation der Kämpfe. Kollisionen wirken glaubwürdig, Bewegungen haben Gewicht. Die Soundkulisse ist stark: metallische Treffer, dumpfe Einschläge, wütendes Publikum. Die Musik ist elektronisch, düster und treibend – passend zum futuristischen Setting.

Technisch lief das Spiel bei mir stabil. Kleinere Bugs tauchen auf, aber nichts Spielentscheidendes.

Kritikpunkte

Der Umfang wirkt zum Start noch etwas dünn. Mehr Arenen, mehr Spielmodi und mehr Individualisierung wären wünschenswert. Die KI im Singleplayer schwankt zwischen clever und erstaunlich planlos. Außerdem ist die Lernkurve steil – neue Spieler werden gnadenlos überrollt. Das war früher so, und das ist heute nicht anders.

Fazit: Kein Nostalgietrip – ein Comeback mit Zähnen

Speedball 2026 ist kein Remake für Romantiker. Es ist ein kompromissloser Neustart für ein brutales Sportkonzept. Ich hatte viele starke Momente, viele intensive Matches – und dieses alte Gefühl wieder im Bauch. Dieses „nur noch ein Spiel“. Dieses aggressive Grinsen nach einem dreckigen Sieg. Es ist nicht das Speedball von 1988. Aber es ist ein Speedball, das versteht, woher es kommt. Und das ist mehr, als viele Neuauflagen schaffen.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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