Siri und die Seherin

Siri und die Seherin ist ein Roman aus dem Barton Verlag und erschien am 1. Dezember 2023. 

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Siri und die Seherin

Siri, engagierte Dozentin für Skandinavistik an der Humboldt-Universität in Berlin, forscht zur Nordischen Mythologie und Religion. Durch ihre Großmutter wird sie auf ihre Namensvetterin, die isländische Seherin Siri, aufmerksam, vor allem eröffnet diese ihr überraschende, familiäre Zusammenhänge. Siri vertieft sich in die Zusammenhänge zwischen der griechisch-römischen und nordischen Kultur. War der Siegeszug des Christentums in Europa unvermeidlich, oder hätte die griechisch-römische Kultur ihre Hegemonie bewahren können? Wichtige historische Dokumente erhofft sie sich von einem Kölner Museumsdirektor. Aus dieser Arbeitsbeziehung entwickelt sich mehr … Dieser Roman ist eine Hommage an die Traditionen des europäischen Humanismus und zugleich eine Liebesgeschichte mit Hindernissen zugleich.

„Siri und die Seherin“ vom Barton Verlag ist eine fesselnde Erzählung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. Die Geschichte um Siri, eine leidenschaftliche Skandinavistik-Dozentin an der Humboldt-Universität in Berlin, entführt in die Tiefen der nordischen Mythologie und Religion und wirft gleichzeitig spannende Fragen zur kulturellen Entwicklung Europas auf. Das Buch beginnt mit der Entdeckung Siris über ihre Namensvetterin, eine isländische Seherin, durch Erzählungen ihrer Großmutter. Diese persönliche Verbindung zur Vergangenheit und die überraschenden familiären Zusammenhänge wecken Siris Interesse an den Verbindungen zwischen der griechisch-römischen und nordischen Kultur. Die Autorin webt geschickt eine Geschichte, die nicht nur historisch fundiert ist, sondern auch tiefgründige Fragen stellt: War der Siegeszug des Christentums in Europa unvermeidlich? Hätte die griechisch-römische Kultur ihre Hegemonie bewahren können?

Die Recherche führt Siri zum Austausch mit einem Kölner Museumsdirektor, aus welchem sich mehr als nur eine berufliche Beziehung entwickelt. Diese Liebesgeschichte, gepaart mit dem Streben nach Wissen, verleiht dem Roman eine besondere Note. Die Autorin schafft es, die Liebesgeschichte nicht in den Vordergrund zu rücken, sondern als einen weiteren spannenden Aspekt der Handlung zu integrieren, der die menschliche Seite der Charaktere hervorhebt. Was mir besonders gefallen hat, ist die Hommage an die Traditionen des europäischen Humanismus, die durch das ganze Buch hindurch spürbar ist. Es ist eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, unsere Geschichte zu kennen und zu verstehen, um die Gegenwart und Zukunft besser gestalten zu können.

Mit seinen 244 Seiten ist „Siri und die Seherin“ kein übermäßig langes Buch, aber es ist dicht gefüllt mit Informationen, Gedanken und einer Geschichte, die noch lange nachwirkt. Der Schreibstil ist flüssig und einladend, was das Lesen zu einem Vergnügen macht. Die geschickte Verflechtung von historischen Fakten, persönlichen Geschichten und kulturellen Reflexionen macht dieses Buch zu einem Must-Read für alle, die sich für europäische Geschichte, Mythologie oder einfach für eine gut erzählte Geschichte interessieren. Abschließend lässt sich sagen, dass „Siri und die Seherin“ ein beeindruckendes Werk ist, das sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. Es ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Literatur Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart bauen kann, und verdient einen Platz in der Sammlung jedes Liebhabers von tiefgründigen Geschichten und historischen Romanen.

Siri und die Seherin

8

Aufmachung

8.0/10

Umfang

8.3/10

Schreibstil

8.1/10

Thema

8.0/10

Aufbau

8.2/10

Lesbarkeit

8.4/10

Illustrationen Cover

7.0/10

Umsetzung

8.0/10

Hat mir besonders gefallen

  • Die Geschichte zieht den Leser von Anfang an in ihren Bann mit einer tiefgründigen Erkundung der nordischen Mythologie und kulturellen Entwicklungen Europas.
  • Die Verknüpfung der Protagonistin mit ihrer Namensvetterin, einer isländischen Seherin, fügt der Erzählung eine persönliche und emotionale Tiefe hinzu.
  • Das Buch zelebriert die Werte und Traditionen des europäischen Humanismus, was zum Nachdenken anregt und bildet.
  • Neben den intellektuellen Suchen und historischen Erkundungen bereichert eine subtile Liebesgeschichte den Roman, ohne ihn zu dominieren.
  • Die Autorin präsentiert komplexe Themen in einem zugänglichen und angenehmen Schreibstil, was das Lesen zu einem Vergnügen macht.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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