Serienüberraschungshit Lupin bekommt bei Netflix zweite Staffel

Als die französische Serie Lupin am 8. Januar 2021 mit der ersten Staffel auf Netflix Premiere feierte, konnte wohl kaum jemand ahnen, was damit für eine Lawine losgetreten wird.

Und auch wenn der Titel vermuten lässt, dass es sich hier um eine Geschichte handelt, die sich um den berühmten Gentleman-Dieb Arsène Lupin dreht, haben wir es mit einer viel aktuelleren und düstereren Geschichte zu tun, die uns fünf Folgen lang dabei zusehen lässt, wie Immigrantensohn Assane Diop versucht seinen Vater zu rächen.

Wir werfen einen Blick zurück auf die erste Staffel, verraten, woher man die Schauspieler sonst so kennt und spekulieren ein wenig über Staffel zwei.

Wer spielt mit?

Die größte Last in Lupin liegt wohl auf den Schultern von Hauptdarsteller Omar Sy. Die meisten werden ihn wohl aus dem Riesenhit „Ziemlich beste Freunde“ von 2011 kennen, in dem er ungemein charmant und mit viel Energie die Rolle des Driss gespielt hat, der eine ungewöhnliche Freundschaft mit François Cluzet Philippe entwickelt, um den er sich als Pfleger kümmert.

Seitdem ist Omar Sy nicht nur in Frankreich gern gesehener und viel gebuchter Darsteller, sondern hat auch in Amerika unter anderem mit Rollen in Jurassic World und X-Men: Days of Future Past einen Namen gemacht.

Ihm gegenüber steht auf Polizeiseite Vincent Londez, der Capitaine Romain Laugier spielt und vielleicht am besten für seine Rolle im 2017er Film Fugazi bekannt ist.

In weiteren Rollen sind als Assanes Ex-Frau Claire Ludivine Sagnier zu sehen, deren Karriere sich bereits über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckt und die man in letzter Zeit unter anderem in der Serie Der junge Papst sehen konnte.

Der Sohn der beiden wird schließlich von Etan Simon gespielt, der in Lupin seine erste große Rolle feiert.

Was geschah bisher?

 In den ersten fünf Folgen beschäftigt sich Lupin mit dem Rachefeldzug von Assane gegen die ehemaligen Arbeitgeber seines Vaters. Diese haben diesem nämlich von 25 Jahren einen Juwelendiebstahl angehängt, den er nicht begangen hat.

Der Plan war, die (nicht wirklich) gestohlene Halskette, die ehemals Marie Antoinette gehörte auf medienwirksame Weise wiederzubeschaffen und die Kette dann gewinnbringend zu versteigern. Der Chauffeur des Chefs, Hubert Pellegrini wurde dabei als Opferlamm auserkoren und zu einem falschen Geständnis genötigt.

Aus Scham hat sich der senegalesische Einwanderer dann in seiner Gefängniszelle erhängt und seinen Sohn im Teenageralter allein und mit gebrochenem Herzen zurückgelassen.

Die Serie setzt 25 Jahre später ein und Assade ist mittlerweile ein Meisterdieb, der sich von Lupin inspirieren lässt, den er durch seinen Vater zu schätzen gelernt hat. Nun hat er Rache gegen die Gruppe an Personen geschworen, die ihn seinen Vater gekostet hat.

Zu Beginn der Serie erleben die Zuschauer, wie Assane scheinbar in seiner Tätigkeit als Reinigungskraft im Louvre ohne Erfolg versucht die berühmte Halskette zu stehlen. Seinen Gefängnisaufenthalt nutzt er vor allem zur Informationsbeschaffung, was ihn zur Journalistin Fabienne Beriot führt.

Auch diese hat ein Hühnchen mit Pellegrini zu rupfen, hatte sie ihn doch einst beinahe als internationalen Waffenhändler entlarvt. Schließlich hatte sie aber keine Chance gegen das übermächtige Imperium und konnte nicht nur die düsteren Machenschaften nicht aufdecken, sondern verlor auch noch ihre Karriere.

Assane überzeugt Beriot davon erneut zu versuchen Pellegrini zu entlarven, wird bei ihren Recherchen allerdings von einem Handlanger des Unternehmers getötet. Dieser folgt später Assane, seiner Ex-Frau Claire und dem gemeinsamen Sohn. Und obwohl es Assane gelingt, die Polizei zu verständigen, kann sich der Mörder dank seiner Verbindungen zu Pellegrini aus dem Polizeigewahrsam befreien und danach Raoul entführen.

Mit diesem dramatischen Höhepunkt endet Staffel eins und nun geht das Warten auf die Fortsetzung los.

Wann startet Staffel zwei von Lupin auf Netflix?

Der Nachteil von Netflix (oder der Vorteil, je nachdem wen man fragt) ist, dass neue Serien meist direkt als komplette Staffel zur Verfügung gestellt werden. Das war auch im Fall von Lupin so und die 5 Folgen der ersten Staffel, die jeweils zwischen 40 und 60 Minuten lang sind, schauen sich ungemein schnell weg.

Lupin war die erste französische Serie, die es unter die Top 10 der Netflix Titel in den USA geschafft hat, als sie es am 10. Januar auf Rang drei schaffte. Neben Frankreich selbst, war Lupin auch unter anderem in Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Dänemark und Schweden zwischenzeitlich auf Platz eins.

Da ist es kein Wunder, dass eine zweite Staffel bereits durch Netflix bestätigt wurde. Und als Bonus ohne Bonusbedingungen hat der Streaming-Anbieter sogar verkündet, dass die zweite Staffel noch in diesem Jahr ausgestrahlt werden soll.

So müssen Fans dieser spannenden Serie nicht allzu lange auf die Auflösung dieses Cliffhangers warten und dürfen sich auf die Fortsetzung von Assanes Rachefeldzug freuen. In der zweiten Staffel gilt es herauszufinden, ob die Polizei Assane auf die Schliche kommen kann, ob Pellegrini seine gerechte Strafe erhält und ob Raoul aus den Fängen des Auftragskillers befreit werden kann.

Gastbeitrag

Mediennerd
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