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Pompeii: The Legacy

Pompeii: The Legacy (Siscia Games)

September 2025

Baue die Stadt Pompeji neu auf und erhebe dich über alle anderen. Die römische Gesellschaft ist gespickt mit Intrigen, welche du überleben musst, um ein mächtiger Herrscher zu werden.
Entwickler: Siscia Games
Genre: Städtebau
84%
Spielspaß
81%
Wiederspielbarkeit
80%
Langzeitmotivation
72%
Grafik
83%
Umsetzung
Für mich ist Pompeii: The Legacy jetzt schon eine der spannendsten Städtebau-Simulationen der letzten Zeit.


80%

Am Samstag den 27.09.2025 siehst Du um 19 bis 21 Uhr auf dem Twitch Kanal von Writing Bull ein Gameplay zu Pompeii: The Legacy. Verpasst? Dann auf dem YouTube Kanal von Wrting Bull nachschauen.

Einleitung: Der Atem der Geschichte

Städtebausimulationen sind eine der faszinierendsten Gattungen im Gaming. Kaum eine andere Art von Spiel erlaubt es, so direkt in die Rolle eines Gestalters, eines Herrschers, ja fast eines Architekten der Geschichte zu schlüpfen. Und wenn dieses Genre dann mit einem geschichtsträchtigen Ort wie Pompeii verbunden wird, ist das Versprechen groß: Man wird Teil der Geschichte, man schreibt sie neu. Pompeii: The Legacy, entwickelt von Zeljko Kos, einem einzelnen kroatischen Entwickler, ist genau so ein Projekt. Schon der Gedanke, dass dieses Spiel von einer einzigen Person erschaffen wurde, ist beeindruckend. Doch wie schlägt sich die Städtebau-Simulation im Early Access tatsächlich?

Erste Schritte im Schatten des Vesuv

Das Szenario ist atmosphärisch stark: Man übernimmt die Rolle des Stadthalters, dessen Aufgabe es ist, die vom Ausbruch des Vesuv zerstörte Stadt Pompeii neu aufzubauen. Schon dieser Ansatz macht neugierig. Statt eine generische Stadt hochzuziehen, hat man hier einen historischen Rahmen, der sofort eine besondere Stimmung erzeugt.

Das Spiel bietet drei Modi: eine Story-Kampagne, einen Sandbox-Modus und einen Kreativ-Modus. Am meisten lohnt es sich, die Story zu spielen – nicht nur, weil sie spannend erzählt ist und mit erstaunlich guten Sprechern aufwarten kann, sondern auch, weil sie elegant in die Mechaniken einführt. Gerade wer Städtebau-Simulationen nicht täglich spielt, bekommt hier ein gutes, aber nicht überforderndes Tutorial.

Mechaniken und Warenketten

Kernstück von Pompeii: The Legacy sind die Warenketten. Sie müssen einzeln erforscht werden, was dem Spiel eine klare Progression gibt. Man hat nie das Gefühl, im luftleeren Raum zu bauen, sondern arbeitet sich Schritt für Schritt durch neue Ziele. Das motiviert ungemein, weil man ständig damit beschäftigt ist, die nächste Funktion freizuschalten, eine Produktionskette zu optimieren oder einen Engpass in den Griff zu bekommen.

Die Vielfalt an Ketten ist jetzt schon enorm. Korn, Wein, Fisch, Stein, Marmor, Kleidung, Möbel – es gibt kaum eine Ressource, die nicht irgendwie in die Stadt einfließt. Mit jeder neu geschaffenen Produktionslinie wächst die Stadt nicht nur in Größe, sondern auch in Komplexität. Der Spieler jongliert mit Transportwegen, Lagern und der Nachfrage der Bürger. Und wie es sich für einen guten Städtebau gehört, ist es ein ständiges Austarieren von Überfluss und Mangel.

Schönheit statt bloß Funktion

Ein besonderer Reiz entfaltet sich beim Verschönern der Stadt. Wer gerne baut, nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch, wird hier regelrecht versinken. Das Spiel bietet schon im Early Access eine erstaunlich große Palette an Dekorationen: Hecken, Mauern, Marmormauern, Statuen, Büsten und unzählige Kleinigkeiten. Jeder noch so kleine Winkel kann genutzt und verziert werden.

Und genau hier packte mich persönlich das Spiel am meisten. Ich ertappte mich immer wieder dabei, den Pausenmodus zu aktivieren und minutenlang Mauern zu ziehen, kleine Plätze zu gestalten, Brunnen zu platzieren und Häuserblöcke zu ordnen. Irgendwann verbringt man mehr Zeit damit, die Stadt schön zu machen, als mit den ökonomischen Herausforderungen. Pompeii: The Legacy ist damit nicht nur ein Spiel für Strategen, sondern auch ein Paradies für Schönbauer.

Kritikpunkte: Zwischen Early Access und Vision

Natürlich ist das Spiel nicht ohne Schwächen – wie könnte es auch, in diesem Stadium? Die erste große Einschränkung ist die Performance. Ab einer gewissen Stadtgröße beginnen Ruckler, selbst auf leistungsstarken Systemen. Wer also ausufernde Städte baut, wird merken, dass das Spiel ins Stocken gerät.

Hinzu kommen Probleme beim Handelssystem. Handelsschiffe sind schwer zu durchschauen, das Feedback ist dürftig. Oft weiß man nicht, ob ein Schiff gerade unterwegs ist oder ob man es neu beladen muss. Auch das Balancing der Waren ist noch nicht ausgereift: Man schwimmt schnell in Ressourcen, muss ständig neue Lager bauen und verliert manchmal den Überblick.

Eine weitere kleine Enttäuschung ist die Grafik. Sie ist funktional, aber nicht modern. Kein Vergleich mit den Hochglanzproduktionen des Genres. Für mich persönlich war das verschmerzbar, weil der spielmechanische Kern so stark ist. Dennoch würde man sich wünschen, dass die Optik mit der Zeit noch aufpoliert wird.

Und schließlich fehlen im Moment noch Features wie Gebäudeverbesserungen oder ein komfortables „Versetzen“-Tool. Das sind Dinge, die den Spielfluss deutlich erleichtern würden.

Respekt für den Entwickler

Doch bei all diesen Punkten darf man nie vergessen: Pompeii: The Legacy ist das Werk eines einzelnen Entwicklers. Keine große Firma, kein riesiges Team, kein Millionenbudget. Sondern eine Vision, die in vielen, vielen Stunden Arbeit in eine funktionierende Simulation verwandelt wurde. Allein das verdient Respekt.

Dass es bereits jetzt „spielbar“ ist, und nicht nur das, sondern Spaß macht, ist eine Leistung, die man würdigen sollte. Natürlich gibt es Baustellen, aber genau das ist der Sinn eines Early Access: das Spiel zusammen mit der Community weiterzuentwickeln.

Fazit: Ein Versprechen für die Zukunft

Für mich ist Pompeii: The Legacy jetzt schon eine der spannendsten Städtebau-Simulationen der letzten Zeit. Nicht, weil es alles perfekt macht, sondern weil es etwas Eigenes wagt. Der historische Rahmen, die detailverliebten Warenketten, die Möglichkeit, die Stadt bis ins Kleinste zu verschönern – das alles ergibt ein Spiel, das Herzblut atmet.

Ja, es ruckelt, ja, der Handel ist noch unausgegoren, und ja, die Grafik könnte schöner sein. Aber die Basis ist da. Und sie ist stark. Ich habe unzählige Stunden damit verbracht, Straßen zu pflastern, Märkte zu bauen und Statuen zu platzieren – und mich dabei immer wieder gefragt: Wie wird es aussehen, wenn die fehlenden Features nachgereicht werden? Die Vorstellung allein reicht, um neugierig auf die nächsten Updates zu sein.

Am Samstag den 27.09.2025 siehst Du um 19 bis 21 Uhr auf dem Twitch Kanal von Writing Bull ein Gameplay zu Pompeii: The Legacy. Verpasst? Dann auf dem YouTube Kanal von Wrting Bull nachschauen.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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