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Mein schwules Auge / My Gay Eye: #20 Uncensored. Das Jahrbuch der schwulen Erotik 20

Mein schwules Auge / My Gay Eye: #20 Uncensored. Das Jahrbuch der schwulen Erotik 20 ist ein Buch aus dem konkursbuch Verlag und erschien am 7. November 2023. 

Mein schwules Auge / My Gay Eye: #20

Die Ausgabe von My Gay Eye/Mein Schwules Auge im Jahr 2023 hat das Thema „Uncensored / Unzensiert“. Nach den erfolgreichen thematischen Ausgaben „Sex Utopia“, „Body Issues“ und „Outdoors“ also ein „freier“ Rahmen. Die Jubiläumsausgabe #20 ist ein Best Of der Künstler, Fotografen und Autoren aus den vergangenen 20 Jahren mit je neuen bzw. noch unbekannten Werken. U.a. von Pierre et Gilles, Norbert Bisky, Wolfgang Tillmans und Tom of Finland, sowie Autoren wie Michael Sollorz, Arthur Rimbaud und Edmund White. Generell machen es sich die Herausgeber zur Aufgabe, besonders diejenigen Werke zu präsentieren, die aufgrund ihres expliziten oder kontroversen Charakters keinen Platz in traditionellen Galerien oder Medien finden bzw. der Zensur zum Opfer fallen. Angesichts immer größerer Restriktionen weltweit ist es ihnen sehr wichtig, die bisher mühsam errungenen Freiheiten zu verteidigen. Wie immer versammelt der Band Texte – Essays, Gedichte oder Kurzgeschichten – sowie Fotos, Grafiken und Gemälde internationaler Autoren und Künstler, deren gemeinsamer Nenner die Auseinandersetzung mit schwuler Erotik und Sexualität ist.

Die Ausgabe „Mein schwules Auge / My Gay Eye: #20“ von 2023 unter dem Thema „Uncensored / Unzensiert“ präsentiert sich als eine beeindruckende Sammlung, die sowohl die Sinne anspricht als auch den Geist herausfordert. Mit dieser Jubiläumsausgabe wird ein Best Of der letzten zwanzig Jahre geboten, das Werke von renommierten Künstlern und Autoren wie Pierre et Gilles, Norbert Bisky, Wolfgang Tillmans und Tom of Finland umfasst. Dieses Buch ist nicht nur eine Feier der künstlerischen Schöpfung, sondern auch ein mutiges Statement gegen die Zensur und für die Freiheit der Kunst. Die Verbindung von Texten – Essays, Gedichte, Kurzgeschichten – mit Fotos, Grafiken und Gemälden schafft ein dynamisches und vielschichtiges Erlebnis. Die Werke, die explizit oder kontrovers sind und oft keinen Platz in traditionellen Galerien finden, erhalten hier eine Bühne. Dies zeugt von der Leidenschaft und dem Engagement der Herausgeber, Kunstwerke zu präsentieren, die zur Diskussion und Reflexion anregen.

Die Herausgeber, Rinaldo Hopf und Fedya Ili, verdienen besondere Anerkennung für ihre Sorgfalt und Hingabe. Ihre Auswahl und Präsentation der Werke zeigen ein tiefes Verständnis für die Bedeutung und die Kraft der Kunst in der Auseinandersetzung mit schwuler Erotik und Sexualität. Es ist diese Unerschrockenheit und dieser Wille, Grenzen zu überschreiten und Tabus zu brechen, die „Mein schwules Auge“ so einzigartig und wichtig machen. Die kritische Würdigung der Presse und die positive Aufnahme durch das Publikum bestätigen den Wert und die Relevanz dieser Sammlung. HIM magazine hebt hervor, dass es sich um ein „wahres Leuchtfeuer in dunkler, allzu oft prüder Nacht“ handelt. Diese Einschätzung spiegelt die Bedeutung des Bandes als Quelle der Inspiration und des Stolzes wider.

Dennoch gibt es auch kritische Stimmen, die auf die Redundanz einiger Bilder hinweisen und eine größere Kreativität fordern. Dieser Punkt ist berechtigt und erinnert daran, dass auch in der Kunst stets Raum für Weiterentwicklung und neue Perspektiven besteht. Als Leser dieser Ausgabe bin ich tief beeindruckt von der Vielfalt und Tiefe der präsentierten Werke. Die Texte sind durchweg gut geschrieben und übersetzt, was die Zugänglichkeit und den Genuss nur erhöht. Besonders bemerkenswert finde ich, wie die Sammlung es schafft, eine Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart herzustellen, indem sie Werke von historischer Bedeutung mit neuen und unbekannten Arbeiten verbindet.

„Mein schwules Auge / My Gay Eye: #20“ ist mehr als nur ein Buch; es ist ein Manifest der Freiheit, der Vielfalt und der Kreativität. Es ist ein Muss für jeden, der sich für Kunst, Kultur und die Geschichte der LGBTQ+-Bewegung interessiert. Diese Ausgabe ist nicht nur eine Bestandsaufnahme der Errungenschaften der letzten zwanzig Jahre, sondern auch ein leuchtendes Beispiel für die Notwendigkeit, künstlerische Freiheit zu verteidigen und zu feiern. In einer Zeit, in der Restriktionen und Zensur zunehmen, erinnert uns „Mein schwules Auge“ daran, dass Kunst immer einen Weg findet, zu inspirieren, zu provozieren und zu vereinen.

Mein schwules Auge / My Gay Eye: #20 Uncensored. Das Jahrbuch der schwulen Erotik 20

8.5

Aufmachung

8.2/10

Umfang

8.6/10

Schreibstil

8.5/10

Thema

8.7/10

Aufbau

8.5/10

Lesbarkeit

8.4/10

Illustrationen

8.5/10

Umsetzung

8.6/10

Hat mir besonders gefallen

  • Die Jubiläumsausgabe bietet ein beeindruckendes Best Of der letzten zwanzig Jahre mit Werken von renommierten Künstlern und Autoren, die die Grenzen der Kunst und Sexualität erkunden.
  • Durch die Präsentation von expliziten oder kontroversen Werken, die oft keinen Platz in traditionellen Galerien finden, setzt das Buch ein starkes Zeichen gegen Zensur und für künstlerische Freiheit.
  • Die Sorgfalt und Hingabe von Rinaldo Hopf und Fedya Ili bei der Auswahl und Präsentation der Kunstwerke unterstreicht ihr tiefes Verständnis für die Bedeutung der Kunst in der Auseinandersetzung mit schwuler Erotik und Sexualität.
  • Die Sammlung schafft eine beeindruckende Verbindung zwischen historischen Werken und neuen, unbekannten Arbeiten, die die Kunstwelt bereichern.

War nicht ganz so toll

  • Kritik gibt es für die Wiederholung einiger Bilder im Buch, die auf ein Bedürfnis nach größerer Kreativität und Vielfalt in der Bildauswahl hinweist.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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