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Mein Leben als Tatortreiniger: Schmutzige Geschichten

Mein Leben als Tatortreiniger: Schmutzige Geschichten ist ein Buch aus dem Gmeiner-Verlag und erschien am 13. September 2023. 

Mein Leben als Tatortreiniger

Als einer der ersten überhaupt in Deutschland beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit dem, womit Menschen in der Regel nichts zu tun haben wollen – Blut, Urin, Kot, Mord, Totschlag, Einsamkeit. Zum Großteil reinigt er Orte, an denen Menschen gestorben sind, aber auch für Messiewohnungen oder Fäkaliennotfälle wird er gerufen. Dirk Plähn ist staatlich geprüfter Desinfektor oder besser gesagt: Tatortreiniger. In diesem Buch erzählt der erste und echte Tatortreiniger des Nordens Geschichten aus seinem Berufsalltag, aufgeschrieben von der bekannten Krimi- und True Crime-Autorin Kathrin Hanke.

„Mein Leben als Tatortreiniger“ ist ein faszinierendes Buch, das mir als Krimifan und True Crime-Enthusiast sofort ins Auge fiel. Geschrieben von Dirk Plähn, dem ersten und echten Tatortreiniger des Nordens, aufgezeichnet von der renommierten Krimi- und True Crime-Autorin Kathrin Hanke, gewährt es einen tiefen Einblick in die ungewöhnliche Welt dieses Berufs. Herr Plähn beschreibt mit außergewöhnlicher Empathie und Anschaulichkeit seinen Berufsalltag, der vor allem die Reinigung von Orten einschließt, an denen Menschen gestorben sind. Seine Arbeit ist nicht nur mühevoll, sondern auch äußerst lohnend, da er den Angehörigen, Mitbewohnern und den Behörden ein Stück Normalität zurückgeben kann. Seine Schilderungen seines Alltags, inklusive der Herausforderungen, der benötigten Reinigungsmittel und Schutzanzüge, sind präzise und einprägsam.

Allerdings hätte ich mir etwas mehr persönliche Einblicke in Herrn Plähns Leben gewünscht, um ihn als Person besser zu verstehen. Dennoch fand ich die ausgewählten Begebenheiten – oder „Tatorte“ – in diesem Buch vielfältig und fesselnd. Von echten Tatorten bis hin zu Messiewohnungen, die Geschichten sind mal skurril, mal traurig, aber immer empathisch erzählt. Das Buch bietet eine unterhaltsame Möglichkeit, einen Blick in die Welt eines Tatortreinigers zu werfen. Der Schreibstil, während gelegentlich ungenau und flapsig, macht das Buch dennoch angenehm zu lesen. Für meinen Geschmack könnte es jedoch detaillierter sein, was Hintergrundinformationen und Beschreibungen angeht. Trotzdem erhält „Mein Leben als Tatortreiniger“ von mir vier Sterne, da es eine einzigartige Perspektive auf einen faszinierenden Berufszweig bietet und junge Menschen vielleicht dazu ermutigen kann, sich für diesen ungewöhnlichen, aber wichtigen Beruf zu interessieren.

Dirk Plähn hat meinen vollen Respekt für seine Arbeit als Tatortreiniger, und dieses Buch hat mir einen aufschlussreichen Einblick in seine Welt gewährt. Es verdeutlicht, wie ekelresistent man sein muss, um diesen Beruf auszuüben. Die Beschreibungen von Maden, Fliegen, Fäkalien und Leichenresten sind definitiv nichts für schwache Mägen. Das Buch zeigt auch, dass im Tod alle Menschen gleich sind, unabhängig von ihrem sozialen Status. Insgesamt ziehe ich meinen Hut vor Dirk Plähn und seiner Arbeit. Dieses Buch bietet nicht nur ein interessantes Leseerlebnis, sondern vermittelt auch eine tiefere Wertschätzung für diejenigen, die solche schwierigen Aufgaben bewältigen. Ein Blick hinter die Kulissen dieses ungewöhnlichen Berufs ist auf jeden Fall lohnenswert.

Mein Leben als Tatortreiniger

7.3

Aufmachung

8.0/10

Umfang

7.0/10

Schreibstil / Bilder

6.5/10

Umsetzung

7.5/10

Hat mir besonders gefallen

  • Ein faszinierender Einblick
  • Empathisch
  • Vielfältige Begebenheiten

War nicht ganz so toll

  • Der Schreibstil könnte präziser und detaillierter sein
  • Weniger persönliche Einblicke in das Leben des Autors
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