Kopfüber

Kopfüber ist ein Buch aus dem Wolfbach Verlag und erschien am 12. Januar 2024. 

Kopfüber

„Also, was hast du uns so Wichtiges zu sagen?“, fragte Martin den Jungen. Ben winkte ihm zu, sich zu nähern, damit er in sein Ohr flüstern konnte. „Susanne darf sich auf keinen Fall impfen lassen“, sprach Ben genau so leise, dass Susanne es nicht hören konnte. Martin warf einen flüchtigen Blick auf seine Partnerin. „Was sagt der Junge?“, fragte Susanne Martin. „Nichts, Schatz, nichts!“ Ben sah Martin fragend an. Martin zeigte Ben, dass er sich ihm nähern solle, damit er ihm etwas zuflüstern konnte. „Zu spät, mein Junge, ist schon geschehen.“ Kopfüber erzählt die Geschichte einer magischen Trauerweide, die Zeitreisen erlaubt. Eines Tages landet der junge Ben kopfüber in der Vergangenheit seiner Großeltern und berichtet aus der Zukunft und Zeitgeschehen. Er trifft dabei auf den Gartenbesitzer Mike Miller, der als Arzt, Naturheiler und Anthroposoph tätig ist und sich brennend für die Zukunft interessiert. Doch Mike wird beobachtet, so dass die Ereignisse unter sowie im und unter dem Baum dramatische Verläufe annehmen. Dieser Fiction-Science-Science-Fiction Roman ist eine fesselnde Geschichte, die einen Blick in die Zukunft bis nach 2076 erlaubt und spiegelt. Der Autor räumt mit der widersprüchlichen medialen und medizinischen Handhabung der „Coronapandemie“ auf, gleichzeitig aber auch mit wissenschaftlichen Standards und Arbeitsmethoden der Gegenwart. Er entwickelt einen eigenen literarischen, multidimensionalen Fußnoten-Stil, indem sich Hintergründe, „U-Boote“ sowie Perspektiven für das Morgen tummeln.

In meinem jüngsten Leseabenteuer habe ich mich in die Seiten von Wolf Kuniks „Kopfüber“ vertieft, einem Werk, das nicht nur durch seine einzigartige Erzählweise, sondern auch durch seine tiefgründige Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Themen besticht. Veröffentlicht am 12. Januar 2024 vom Wolfbach Verlag, entführt dieser 188-seitige Roman seine Leser in eine Welt, in der Zeitreisen, Naturheilkunde und die Auseinandersetzung mit der Coronapandemie auf faszinierende Weise verwoben sind. Die Handlung von „Kopfüber“ ist um den Protagonisten Ben zentriert, der durch eine magische Trauerweide in der Zeit zurückreist und dabei in die Vergangenheit seiner Großeltern eintaucht. Diese Zeitreisekonstellation eröffnet nicht nur interessante Perspektiven auf die Vergangenheit und Zukunft, sondern dient auch als kritische Reflexionsfläche für die Gegenwart. Bemerkenswert ist dabei die Begegnung mit dem Gartenbesitzer und Arzt Mike Miller, eine Figur, die durch ihre vielschichtige Persönlichkeit und ihr brennendes Interesse an der Zukunft den Leser fesselt.

Wolf Kunik, geboren 1966 in Frankfurt am Main, bringt in diesem Roman seine umfangreichen Kenntnisse aus Studium und Lebenserfahrung ein. Als jemand, der in Romanistik, Politologie und Rechtswissenschaften ausgebildet ist und viel Zeit im Ausland verbracht hat, reflektiert Kunik gekonnt die Facetten der globalen Gesellschaft. Seine Erfahrungen als Drehbuchautor und Ramcier fließen ebenso in den lebendigen, bildhaften Erzählstil ein, der „Kopfüber“ zu einem Leseerlebnis der besonderen Art macht. Ein weiteres herausragendes Merkmal des Romans ist der innovative multidimensionale Fußnoten-Stil des Autors. Diese Fußnoten sind weit mehr als bloße Randnotizen; sie bilden ein Netzwerk aus Hintergrundinformationen, alternativen Perspektiven und visionären Ideen, die dem Roman eine zusätzliche Tiefe verleihen. Sie ermöglichen es dem Leser, sich aktiv mit den präsentierten Themen auseinanderzusetzen und eigene Schlüsse zu ziehen.

Die kritische Auseinandersetzung mit der Handhabung der Coronapandemie und den wissenschaftlichen Standards der Gegenwart ist ein zentrales Element des Romans. Kunik scheut sich nicht, kontroverse Ansichten und Debatten aufzugreifen, wodurch „Kopfüber“ mehr als nur eine fiktionale Geschichte ist – es ist auch ein Kommentar zu unserer Zeit und ihren Herausforderungen. Abschließend ist „Kopfüber“ ein beeindruckender Roman, der durch seine originelle Handlung, tiefgründige Charaktere und mutige Thematisierung aktueller gesellschaftlicher Debatten besticht. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, den Horizont erweitert und dabei unterhält. Für Leser, die auf der Suche nach einem literarischen Erlebnis sind, das sowohl intellektuell herausfordert als auch emotional berührt, ist „Kopfüber“ eine unbedingte Empfehlung.

Kopfüber

7.8

Aufmachung

7.0/10

Umfang

8.1/10

Schreibstil / Bilder

8.3/10

Umsetzung

7.7/10

Hat mir besonders gefallen

  • Der Roman zeichnet sich durch eine innovative und bildhafte Erzählweise aus, die das Lesen zu einem besonderen Erlebnis macht.
  • "Kopfüber" behandelt aktuelle und relevante Themen wie die Coronapandemie und wissenschaftliche Standards, was zur Reflexion anregt.
  • Der Autor nutzt Fußnoten, um Hintergrundinformationen, alternative Perspektiven und visionäre Ideen zu vermitteln, die dem Roman zusätzliche Tiefe geben.
  • Besonders die Figur des Mike Miller ist vielschichtig und interessant gestaltet, was die Handlung bereichert.
  • Die Verwendung von Zeitreisen als zentrales Element bietet eine spannende und originelle Perspektive auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

War nicht ganz so toll

  • Für manche Leser könnte die Komplexität und Fülle der Informationen in den Fußnoten überwältigend sein.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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