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Geschwistertreffen: Eine niemals endende Beziehung

Geschwistertreffen: Eine niemals endende Beziehung ist ein Buch aus dem VERRAI-Verlag und erschien am 13. November 2023. 

Geschwistertreffen: Eine niemals endende Beziehung

Die Beziehungen zwischen Geschwistern erscheinen sowohl tief als auch kompliziert. Neben den Eltern sind sie die frühsten Bezugspersonen und die erste Erfahrung mit anderen Menschen. Sie stellen auf der einen Seite Konkurrenten um die Gunst der Eltern dar, zum anderen aber auch Verbündete gegen ebendiese und Freunde fürs Leben. Daher formt das Verhältnis zu ihnen unser Bild von der Welt als auch unsere späteren Beziehungen. In seinem halb autobiographischen, halb fiktiven Roman „Geschwistertreffen. Eine niemals endende Beziehung“ geht Peter Lippermann genau diesem Phänomen auf die Spur. Der Ich-Erzähler und seine fünf Geschwister treffen sich anlässlich des Verkaufs des Elternhauses Mitte der 90er Jahre ebendort und die alten Konflikte, Eifersüchteleien, aber auch Freundschaften kommen nach zwanzig Jahren wieder hoch. Der frühe Tod beider Eltern weckt zum Teil traumatische, nie bewältigte Gefühle. Durch die hintergründigen Dialoge legt das Buch die Dynamiken in Geschwisterbeziehungen offen. Daneben gibt es aber auch einen guten Einblick in den sozialen Wandel von den 50er bis in die 70er Jahre, die Kindheit und Jugend der sechs Geschwister. Die Dominanz der katholischen Kirche im Alltag und Familienleben dieses Dorfes im Münsterland wird vom Autor kritisch beleuchtet. Somit ist dieser Roman aus historischer, aber auch aus psychologischer Sicht gleichermaßen interessant.

In „Geschwistertreffen: Eine niemals endende Beziehung“ taucht der Leser ein in die tiefen und komplexen Beziehungen zwischen Geschwistern. Als frühste Bezugspersonen neben den Eltern prägen sie nicht nur unser Bild von der Welt, sondern beeinflussen auch unsere späteren Beziehungen. Der Roman, halb autobiographisch und halb fiktiv, führt uns durch die Zusammenkunft des Ich-Erzählers und seiner fünf Geschwister beim Verkauf des Elternhauses in den 90er Jahren. Die Begegnung löst eine Welle von Emotionen aus, als alte Konflikte, Eifersüchteleien und langjährige Freundschaften nach zwanzig Jahren wieder an die Oberfläche drängen. Der frühe Tod der Eltern reißt alte Wunden auf und weckt teilweise traumatische, nie bewältigte Gefühle. Durch die einfühlsamen Dialoge des Autors werden die Dynamiken in Geschwisterbeziehungen aufgedeckt, und es entsteht ein facettenreiches Bild von Liebe, Rivalität und Zusammenhalt.

Besonders faszinierend ist der Blick in die Vergangenheit, der durch das Buch gewährt wird. Der Roman bietet nicht nur einen Einblick in den sozialen Wandel von den 50er bis in die 70er Jahre, sondern auch in die Kindheit und Jugend der sechs Geschwister. Die kritische Auseinandersetzung mit der Dominanz der katholischen Kirche im Alltag und Familienleben des Dorfes im Münsterland verleiht dem Werk eine zusätzliche historische Tiefe. Die Mischung aus persönlicher Erzählung und fiktiven Elementen verleiht dem Buch Authentizität und ermöglicht es, sich mit den Figuren zu identifizieren. „Geschwistertreffen“ ist nicht nur aus historischer, sondern auch aus psychologischer Sicht gleichermaßen fesselnd. Es zeigt, wie Geschwisterbeziehungen das Leben prägen und bietet einen reichen Einblick in die Vielschichtigkeit menschlicher Emotionen und Beziehungen.

Geschwistertreffen: Eine niemals endende Beziehung

8.3

Aufmachung

8.2/10

Umfang

8.4/10

Schreibstil

8.3/10

Umsetzung

8.3/10

Hat mir besonders gefallen

  • Das Buch offenbart einfühlsam die Komplexität von Geschwisterbeziehungen.
  • Bietet einen faszinierenden Blick in den sozialen Wandel der 50er bis 70er Jahre.
  • Der frühe Tod der Eltern löst teilweise traumatische, nie bewältigte Gefühle aus.
  • Die Kombination aus Autobiografie und Fiktion verleiht dem Werk Glaubwürdigkeit.
  • Die Auseinandersetzung mit der Dominanz der katholischen Kirche bereichert die Geschichte.

War nicht ganz so toll

  • Die tiefen Geschwisterdynamiken könnten für manche Leser zu komplex sein.
  • Die Beschäftigung mit traumatischen Gefühlen könnte für einige Leser belastend sein.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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