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Durch den eisernen Vorhang. Die Ära Brandt und das Ende des Kalten Krieges

Durch den eisernen Vorhang. Die Ära Brandt und das Ende des Kalten Krieges ist ein Buch aus dem wbg Theiss Verlag vom 26. September 2019.

Durch den eisernen Vorhang

Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein und werden, im Innern und nach außen. Als Willy Brandt seine erste Regierungserklärung als Bundeskanzler mit diesen Worten beendet, kündigt er damit einen bis dahin undenkbaren Umschwung in der Außenpolitik der Nachkriegszeit an.

Gottfried Niedhart begibt sich auf die Spuren des ersten Sozialdemokraten im Kanzleramt: Analysestark und mit Blick fürs Detail beschreibt er die Maxime und Ideen der Ostpolitik Willy Brandts und geht ihrem Erfolg auf den Grund. Welche Handlungsspielräume hatte die Bundesregierung zwischen 1969 und 1974 und was können wir uns heute von ihr lernen?

Anfang der 60er-Jahre teilt der Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion die Welt. Der Ausbruch eines Atomwaffenkrieges scheint jederzeit möglich. Erst die Ära Brandt leitet die außenpolitische Wende ein: Mit Deeskalation und Entspannungspolitik stellt die sozial-liberale Regierung unter Willy Brandt Weichen für den Fall des Eisernen Vorhangs und das Ende des Kalten Krieges.

Auch den übrigen Ostblockstaaten gegenüber setzt sich Brandt für eine Normalisierung der Beziehungen ein: 1970 reist er als erster Bundeskanzler in die DDR und bricht mit dem Tabu innerdeutscher Staatsbesuche. Sein Kniefall von Warschau geht als große Geste der Wiedergutmachung in die polnisch-deutsche Geschichte ein. Nicht nur Historikern, sondern auch allen politisch interessierten Lesern zeigt dieses Sachbuch analytisch fundiert die Bedeutung und Wirkweise der Kommunikation in der Außenpolitik auf damals wie heute!

Durch den eisernen Vorhang

8.2

Aufmachung

7.5/10

Umfang

8.8/10

Schreibstil

7.9/10

Umsetzung des Themas

8.7/10

Hat mir besonders gefallen

  • Geschichtlich hoch interessant
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