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Die Wir-gegen-die-Gesellschaft

Die Wir-gegen-die-Gesellschaft: Warum der von Arthur M. Schlesinger vor 30 Jahren diagnostizierte Samen der identitätspolitischen Spaltung aufgegangen … Debatten zu Politik, Gesellschaft, Kultur) ist ein Buch aus dem ibidem Verlag und erschien am 15. Januar 2024. 

Die Wir-gegen-die-Gesellschaft

Ist die Gesellschaft gespalten? Kaum eine Frage wurde in den letzten Jahren häufiger gestellt. Dabei zeigt sich, dass die Gesellschaft schon darüber gespalten ist, ob es eine nennenswerte Spaltung gibt. Im Zentrum der Debatte steht die Frage, inwiefern Identitätspolitik die Menschen auseinanderdividiert, sie gegeneinander in Stellung bringt und den sozialen Zusammenhalt erodieren lässt. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes diskutieren diese Fragen in Bezug auf das vor über 30 Jahren veröffentlichte Buch The Disuniting of America von Arthur M. Schlesinger Jr., das im Jahr 2020 erstmals in der Reihe »Impulse« in deutscher Übersetzung unter dem Titel Die Spaltung Amerikas erschienen ist. Sie gehen der Frage nach, warum der identitätspolitische Samen der Spaltung, dessen nachteilhafte Folgen Schlesinger für die US-Gesellschaft der frühen 1990er-Jahre beschrieb, zwischenzeitlich auch in anderen westlichen Ländern, insbesondere in Deutschland, einen gut bestellten Nährboden gefunden hat und was das für unser Land bedeutet. Mit Beiträgen von: Josette Baer, Alan Davison, Oleg Dik, Egon Flaig, Frank Furedi, Nils Heisterhagen, Sandra Kostner, Stefan Luft, Henning Nörenberg, Anton Sterbling, Levent Tezcan, Peter Unfried, Vojin Saša Vukadinović und Barbara Zehnpfennig.

In meinem neuesten Leseabenteuer habe ich mich mit dem Buch „Die Wir-gegen-die-Gesellschaft“ beschäftigt, das eine tiefschürfende Analyse der gesellschaftlichen Spaltungen bietet, die unsere Zeit prägen. Es ist ein Sammelband, der die Wurzeln und die Auswirkungen der Identitätspolitik auf den sozialen Zusammenhalt beleuchtet. Die Auseinandersetzung mit Arthur M. Schlesinger Jr.s „The Disuniting of America“ dient dabei als Ausgangspunkt für eine umfassende Debatte über die gegenwärtigen Herausforderungen in Deutschland und anderen westlichen Ländern. Was mich an diesem Werk besonders fasziniert hat, ist die Vielfalt der Perspektiven, die durch die Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren eingebracht werden. Von Josette Baer über Frank Furedi bis hin zu Barbara Zehnpfennig wird ein breites Spektrum an Meinungen und Analysen präsentiert, die es ermöglichen, ein komplexes Bild der aktuellen gesellschaftlichen Dynamiken zu zeichnen. Diese Vielschichtigkeit hat mir neue Einsichten in die tieferliegenden Gründe der identitätspolitischen Spaltungen vermittelt, die heute vielerorts spürbar sind.

Besonders beeindruckend fand ich die Einleitung von Dr. Sandra Kostner, deren Expertise als Migrationsforscherin und Geschäftsführerin des Masterstudiengangs „Interkulturalität und Integration“ eine wertvolle Perspektive auf die Thematik bietet. Ihre Ausführungen haben mir geholfen, die Bedeutung des Themas für unsere Gesellschaft besser zu verstehen und die Dringlichkeit einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Identitätspolitik zu erkennen. Das Buch stellt unmissverständlich klar, dass die Frage, ob unsere Gesellschaft gespalten ist, nicht nur berechtigt, sondern auch von entscheidender Bedeutung ist. Die Diskussion um Identitätspolitik und ihre Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt ist komplex und erfordert eine differenzierte Betrachtung, wie sie in diesem Band geboten wird. Die Autorinnen und Autoren liefern wichtige Denkanstöße, die zum Nachdenken anregen und dazu auffordern, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Insgesamt ist „Die Wir-gegen-die-Gesellschaft“ ein äußerst lesenswertes Buch für alle, die sich für die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen interessieren und ein tieferes Verständnis für die Mechanismen der Spaltung und die Möglichkeiten ihrer Überwindung erlangen möchten. Es bietet wertvolle Einblicke und regt zur Reflexion über die eigene Position in diesen Debatten an. Eine Lektüre, die ich jedem empfehlen kann, der sich mit den Fragen unserer Zeit auseinandersetzen möchte.

Die Wir-gegen-die-Gesellschaft

8.3

Aufmachung

8.3/10

Umfang

8.3/10

Schreibstil

8.2/10

Umsetzung

8.3/10

Hat mir besonders gefallen

  • Das Buch bietet durch die Beiträge von verschiedenen Expertinnen und Experten eine breite Palette an Meinungen und Analysen, die es ermöglichen, ein komplexes Bild der gesellschaftlichen Spaltungen zu zeichnen.
  • Die Auseinandersetzung mit Arthur M. Schlesinger Jr.s Werk als Ausgangspunkt erlaubt eine umfassende Betrachtung der Herausforderungen, die Identitätspolitik für den sozialen Zusammenhalt darstellt.
  • Die Thematik der gesellschaftlichen Spaltung und der Einfluss von Identitätspolitik ist hochaktuell und von großer Bedeutung für das Verständnis gegenwärtiger Debatten in Deutschland und anderen westlichen Ländern.
  • Das Buch liefert wichtige Denkanstöße und regt dazu an, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und die eigene Position in den gesellschaftlichen Debatten zu reflektieren.
Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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