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Der Mord an der Mühle: Barthels erster Fall

Der Mord an der Mühle: Barthels erster Fall ist ein Buch aus dem Mitteldeutschen Verlag und erschien am 31. Mai 2024.

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Der Mord an der Mühle: Barthels erster Fall

August Barthel ist Bürgerpolizist in der Sächsischen Schweiz. Nach einer Wanderung hört er Hilferufe aus einer nahe gelegenen Schlucht. Er vermutet, dass sie von Friedrich Hauer stammen, dem Zimmermann. Hinweise auf ein Verbrechen findet er dort aber nicht, nur dessen Handy. Vom Zuhälter Carlo Wolf erfährt Barthel von Hauers Plänen, die ehemalige Lochmühle nahe Pirna in einen Edelpuff umzuwandeln. Auf Hauers Handy entdeckt er aufreizende Fotos der Wildhüterin Ronja Gräfe. Als er sie zur Rede stellen will, flieht sie. Hauer bleibt derweil verschwunden. Ein Mord wird immer wahrscheinlicher. Spannend und unterhaltsam erzählt Henning Kreitel in seinem Cosy-Krimi von der Suche des Dorfpolizisten nach einem verschwundenen Zimmermann und lüftet dabei auch ein Geheimnis längst vergangener Tage.

Henning Kreitels Debütroman „Der Mord an der Mühle: Barthels erster Fall“ ist ein fesselnder Krimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zog. Dieser Cosy-Krimi entführt uns in die malerische Kulisse der Sächsischen Schweiz, wo der Dorfpolizist August Barthel auf ein mysteriöses Verschwinden und mögliche Verbrechen stößt. Die Geschichte beginnt unmittelbar spannend: Barthel, nach einer Wanderung zurückkehrend, hört Hilferufe aus einer Schlucht. Die einzige Spur ist das Handy des Zimmermanns Friedrich Hauer, das Hinweise auf dunkle Geheimnisse und geplante Untaten birgt. Der Autor, Henning Kreitel, nutzt seine Kenntnisse der Fotografie, um die Szenerie so lebendig zu beschreiben, dass man glaubt, selbst vor Ort zu sein.

Das Buch zeichnet sich durch eine Reihe von Stärken aus, die es besonders lesenswert machen. Kreitels Erzählstil ist detailreich und bildhaft. Er schafft es, die idyllische Landschaft mit einer düsteren, spannungsgeladenen Handlung zu verknüpfen, was den Kontrast zwischen der Schönheit der Natur und den menschlichen Abgründen umso stärker hervorhebt. Die Charakterentwicklung ist ein weiterer Pluspunkt dieses Krimis. Barthel, der sympathische Dorfpolizist, ist tiefgründig und authentisch dargestellt. Seine Ermittlungen führen ihn durch verschiedene Schichten der dörflichen Gemeinschaft, wobei Kreitel es versteht, jeden Charakter mit eigenen Motiven und Hintergründen auszustatten. Die Dynamik zwischen den Figuren, insbesondere zwischen Barthel und der geheimnisvollen Wildhüterin Ronja Gräfe, trägt viel zur Spannung bei.

Zudem ist der Lokalkolorit bemerkenswert gut eingefangen. Orte wie die Lochmühle in Pirna und das Richard-Wagner-Denkmal werden so lebhaft beschrieben, dass man sich als Leser direkt in die Sächsische Schweiz versetzt fühlt. Dieses starke Gefühl von Ort und Atmosphäre intensiviert die Leseerfahrung und macht den Roman nicht nur für Krimi-Liebhaber, sondern auch für Regionalbegeisterte interessant. Kreitels Fähigkeit, Humor und Ironie in die Erzählung einzuflechten, ohne die Ernsthaftigkeit der Handlung zu untergraben, verdient ebenfalls Anerkennung. Die dialogreichen Szenen sind oft mit einer Prise Humor gewürzt, die das Lesen angenehm und unterhaltsam macht.

Abschließend ist „Der Mord an der Mühle“ ein gelungener Krimi, der sowohl durch seine atmosphärische Tiefe als auch durch seine clever konstruierte Handlung besticht. Es ist ein Buch, das man schwer aus der Hand legen kann und das definitiv Lust auf weitere Fälle des Kommissar Barthel macht. Henning Kreitel hat mit diesem Roman ein beeindruckendes literarisches Debüt hingelegt, das die Erwartungen an zukünftige Werke hochschraubt.

Der Mord an der Mühle: Barthels erster Fall

8

Aufmachung

8.1/10

Umfang

7.9/10

Schreibstil

8.1/10

Thema

7.9/10

Aufbau

8.0/10

Lesbarkeit

8.2/10

Illustrationen Cover

8.0/10

Umsetzung

8.1/10

Hat mir besonders gefallen

  • Der Krimi zieht den Leser von Beginn an in seinen Bann und hält die Spannung mit unerwarteten Wendungen bis zum Ende aufrecht.
  • Henning Kreitel nutzt seine fotografischen Fähigkeiten, um die Szenen so lebendig und detailliert zu beschreiben, dass sie vor dem inneren Auge des Lesers wie ein Film ablaufen.
  • Die Figuren, besonders der Hauptcharakter Barthel, sind tiefgründig und authentisch gestaltet, was die Geschichte glaubwürdig und ansprechend macht.
  • Der Roman bietet eine lebendige Darstellung der Sächsischen Schweiz, wodurch er nicht nur Krimi-Fans, sondern auch Regionalbegeisterte anspricht.
  • Trotz der ernsten Thematik gelingt es dem Autor, Humor und Ironie geschickt in die Dialoge und die Handlung einzuflechten, was das Lesevergnügen steigert.
Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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