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Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut

Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut (DTV)

Oktober 2024

Von den Weiten des Weltraums direkt ins Herz.
Autor: Nils Kretschmer, Svenja Kretschmer (Illustrator)
Genre: Literatur über Tod & Sterben für Kinder
82%
Umfang
89%
Schreibstil
91%
Thema
87%
Lesbarkeit
85%
Buchcover
88%
Illustrationen
„Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut“ hat mich mit seiner emotionalen Tiefe und seiner fantasievollen Darstellung nachhaltig beeindruckt.


87%

Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut

In „Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut“ von Nils Kretschmer lernen wir den jungen Bastian kennen, der seit dem Verlust seiner Mutter stumm geworden ist. Zum Geburtstag wünscht er sich zwei Dinge: ein Teleskop und dass sein Vater seinen Geburtstag nicht vergisst. Doch stattdessen bekommt er einen Ausflug zur Sternwarte geschenkt – ein Moment, der für Bastian alles verändert und eine Fantasiereise in die Weiten des Weltraums startet.

Eine Reise ins Unbekannte und zurück zur Erde

Die Geschichte entfaltet sich in einer berührenden Parallelwelt, die Bastian selbst in seinem Skizzenbuch erschafft. Er zeichnet die Abenteuer des Jungen Buzz, der mit einer selbstgebauten Rakete ins All fliegt. Diese Reise durch die Unendlichkeit ist mehr als ein bloßes Fantasieabenteuer: Es ist Bastians Weg, seine Trauer und seinen Schmerz zu verarbeiten und schließlich wieder zu sich selbst und zur Erde zurückzufinden.

In dieser zärtlichen Erzählung sehen wir, wie Bastian – und Buzz – eine entscheidende Erkenntnis machen: Die Bedeutung von Heimat und das Wissen, dass die Erde und ihre Menschen das schönste Fleckchen im Universum sind. Die Illustrationen von Svenja Kretschmer geben dieser Welt eine visuelle Tiefe, die Bastian hilft, seine eigenen Emotionen zu artikulieren, die er in der realen Welt so schwer ausdrücken kann.

Über den Autor Nils Kretschmer

Nils Kretschmer, der Schöpfer dieser feinfühligen Geschichte, bringt selbst eine vielseitige künstlerische Erfahrung mit. Nach einem Schauspielstudium an der renommierten Folkwang Universität der Künste war er auf großen Bühnen wie dem Schauspielhaus Düsseldorf und dem Theater Dortmund zu sehen. Seine Erzählkunst hat er durch verschiedene Medien erweitert: Ob als Bühnendarsteller, Komiker oder Sprecher – Kretschmers Gabe, Emotionen authentisch zu vermitteln, spiegelt sich in „Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut“ wider. Hier bringt er mit einer Kombination aus Ernsthaftigkeit und Fantasie eine Geschichte zu Papier, die sowohl Kinder als auch Erwachsene tief berührt.

Tiefgründige Themen für junge Leser

„Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut“ ist ein Kinderbuch, das mutig Themen wie Verlust und Trauer anspricht und diese mit einem Hauch von Magie verbindet. Obwohl Bastian stumm ist, vermitteln seine Zeichnungen und seine Traumwelt eine Botschaft, die lauter nicht sein könnte. Hier gelingt es Kretschmer, komplexe Emotionen kindgerecht darzustellen, ohne die Ernsthaftigkeit der Themen zu verwässern. Diese Mischung aus leichter Zugänglichkeit und emotionaler Tiefe schafft es, das Buch für eine breite Zielgruppe – auch über das empfohlene Lesealter von 9 Jahren hinaus – relevant zu machen.

Fantasie trifft Realität

Das Zusammenspiel aus Kretschmers Text und den Illustrationen von Svenja Kretschmer lässt Bastians Fantasiewelt lebendig werden. Die Bilder, oft voller Detailverliebtheit und zugleich mit einem Hauch Melancholie versehen, unterstützen die Geschichte auf wundervolle Weise. Diese visuelle Unterstützung macht es auch jungen Lesern leichter, in Bastians Welt einzutauchen und sich mit seinen Gefühlen zu identifizieren.

Fazit: Eine herzerwärmende Geschichte über den Wert von Träumen und Familie

„Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut“ hat mich mit seiner emotionalen Tiefe und seiner fantasievollen Darstellung nachhaltig beeindruckt. Nils Kretschmer ist es gelungen, eine Geschichte zu erzählen, die lehrt, dass der schönste Platz oft direkt vor uns liegt. Diese Erkenntnis verpackt er jedoch auf eine Weise, die nie belehrend, sondern stets einfühlsam wirkt. Es ist ein Buch, das seine Leser auf eine Reise mitnimmt und ihnen am Ende ein Gefühl von Geborgenheit und Hoffnung mitgibt – ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem ans Herz lege.

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