Aufruhr in Mons Tabor

Aufruhr in Mons Tabor ist ein Buch aus dem Rhein-Mosel-Verlag und erschien am 25. Juli 2024. 

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Aufruhr in Mons Tabor

Montabaur 1505. Georg Weigand, Magister und Doktorand in Erfurt, will im Oktober einige Zeit in seiner Heimatstadt verbringen, um sich in Ruhe mit seiner Doktorarbeit beschäftigen zu können. Doch der Stadt steht ein großes Ereignis bevor: König Maximilian I. wird mit 500 Rittern und Edlen in Montabaur erwartet. Mit einem großen Festzug soll der König zusammen mit dem Trierer Kurfürsten Jakob II. von Baden in die Stadt einziehen. Die Bürger der Stadt sind natürlich in freudiger Erwartung und haben alle möglichen Vorbereitungen getroffen, damit nichts diese einmalige Begebenheit stören kann. Und doch geschieht etwas Unerwartetes. Am Ende des langen Festzuges stört eine Unbekannte durch ihr lärmendes Verhalten die feierliche Prozession. Der Zug nimmt jedoch seinen Fortgang. Georg aber gibt sich damit nicht zufrieden. Er vermutet, dass es sich um einen Attentatsversuch handelt und fängt an, die Hintergründe des Vorfalls zu untersuchen. Dadurch enthüllt er ein Netzwerk von geplanten Meuchelmorden und Entführungen und wird selber zum Verfolgten.

Ingeborg Schewiors historischer Roman „Aufruhr in Mons Tabor“ aus dem Rhein-Mosel-Verlag hat mich sofort in eine längst vergangene Zeit gezogen. Das Buch spielt im Jahr 1505 in Montabaur, einer kleinen Stadt im Westerwald, und bietet eine lebendige Darstellung des damaligen Lebens und der politischen Intrigen. Als Geschichtsinteressierter fand ich die akribische Recherche, die in diesen Roman eingeflossen ist, besonders beeindruckend. Schon auf den ersten Seiten spürt man die Authentizität und die Liebe zum Detail, mit der Schewior die mittelalterliche Welt zum Leben erweckt. Die Handlung dreht sich um Georg Weigand, einen Magister und Doktoranden aus Erfurt, der in seine Heimatstadt Montabaur zurückkehrt, um in Ruhe an seiner Doktorarbeit zu arbeiten. Doch die Ruhe wird bald durch ein großes Ereignis gestört: König Maximilian I. plant einen Besuch in der Stadt, begleitet von 500 Rittern und Edlen. Die ganze Stadt ist in Aufruhr, und die Bürger bereiten sich mit großem Eifer auf die Ankunft des Königs vor. Man spürt die Spannung und Vorfreude, die in der Luft liegen, und als Leser ist man gespannt darauf, wie sich die Ereignisse entwickeln werden.

Besonders faszinierend fand ich die Darstellung der Stadt Montabaur, die im Buch zu einem lebendigen Schauplatz mittelalterlichen Lebens wird. Die beschriebenen Sitten und Gebräuche, die Architektur und die sozialen Strukturen der Stadt sind so detailliert ausgearbeitet, dass man sich direkt ins 16. Jahrhundert versetzt fühlt. Schewior versteht es, eine Atmosphäre zu schaffen, die gleichermaßen faszinierend wie realistisch ist. Doch die Handlung nimmt schnell eine unerwartete Wendung, als eine unbekannte Frau durch ihr lärmendes Verhalten die feierliche Prozession des Königs stört. Georg Weigand vermutet, dass mehr hinter diesem Vorfall steckt, und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Hier entfaltet sich das eigentliche Spannungsfeld des Romans: ein Netzwerk von geplanten Attentaten und Entführungen, das Georg aufzudecken versucht. Die Spannung steigt mit jeder Seite, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, während ich gemeinsam mit Georg versuchte, die Hintergründe der Intrige zu verstehen.

Ingeborg Schewior, die Autorin des Buches, hat bereits mit ihren vorherigen Werken, darunter „Mord in Mons Tabor“, bewiesen, dass sie ein Händchen für historische Stoffe hat. Ihre Fähigkeit, historische Fakten mit fiktiven Elementen zu einem spannenden und zugleich lehrreichen Roman zu verweben, macht sie zu einer bemerkenswerten Erzählerin. Schewiors Schreibstil ist prägnant und lebendig, und sie schafft es, sowohl die historische Genauigkeit als auch die Spannung eines Krimis zu vereinen. Ein weiterer Aspekt, der mir an „Aufruhr in Mons Tabor“ gefallen hat, ist die Tiefe der Charaktere. Georg Weigand ist ein überzeugender Protagonist, dessen Entwicklung im Laufe der Geschichte glaubhaft und nachvollziehbar ist. Er ist nicht der typische Held, sondern ein Mensch mit Schwächen und Zweifeln, was ihn umso authentischer macht. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig und tragen zur Komplexität der Handlung bei.

Die Themen, die in „Aufruhr in Mons Tabor“ behandelt werden, sind vielfältig. Es geht um Macht und Verrat, um Loyalität und Gerechtigkeit. Aber auch die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen in Zeiten politischer Unruhen wird aufgeworfen. Diese Themen sind nicht nur historisch relevant, sondern haben auch heute noch Bedeutung und lassen den Leser über Parallelen zur Gegenwart nachdenken. Insgesamt hat mich „Aufruhr in Mons Tabor“ von Ingeborg Schewior tief beeindruckt. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Krimi, der durch seine dichte Atmosphäre und spannende Handlung besticht. Die sorgfältige Recherche und die lebendige Erzählweise machen das Buch zu einem Muss für alle Liebhaber historischer Romane und Krimis. Ich kann es nur wärmstens empfehlen und freue mich schon auf weitere Werke von Ingeborg Schewior​​​​.

Aufruhr in Mons Tabor

8.1

Aufmachung

8.2/10

Umfang

8.0/10

Schreibstil

8.2/10

Thema

8.2/10

Aufbau

8.0/10

Lesbarkeit

8.0/10

Illustrationen Cover

8.3/10

Umsetzung

8.1/10

Hat mir besonders gefallen

  • Die akribische Recherche und die authentische Darstellung des Lebens im 16. Jahrhundert machen das Buch zu einem lebendigen und lehrreichen Erlebnis​​​​.
  • Die unerwarteten Wendungen und die Aufdeckung eines Netzwerks von Intrigen sorgen für Spannung und halten den Leser gefesselt​​.
  • Die Charaktere, insbesondere der Protagonist Georg Weigand, sind tiefgründig und glaubwürdig dargestellt, was die Geschichte zusätzlich bereichert​​.
  • Die gelungene Mischung aus historischen Fakten und krimineller Spannung bietet ein abwechslungsreiches Leseerlebnis​​.
  • Die Behandlung von Themen wie Macht, Verrat und Verantwortung regt zum Nachdenken an und zieht Parallelen zur Gegenwart​​.
Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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