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Alien: Rogue Incursion Evolved Edition

Alien: Rogue Incursion Evolved Edition (Survios)

September 2025

A new action-horror story set in the iconic Alien universe. Play as rogue Colonial Marine Zula Hendricks, sent to investigate a blacksite on Purdan. Fight and survive using your skill, reflexes, and determination against a deadly Xenomorph incursion in this gripping first chapter of a two-part saga.
Entwickler: Survios
Genre: Shooter
80%
Spielspaß
85%
Wiederspielbarkeit
78%
Langzeitmotivation
70%
Grafik
75%
Umsetzung
Alien: Rogue Incursion – Evolved Edition ist kein perfekter Horror-Shooter, aber eine starke und lohnende Erfahrung.


78%

Zwischen Weltraumhorror und Franchise-Magie

Als echter Alien-Fan steigt man mit gemischten Gefühlen in Alien: Rogue Incursion – Evolved Edition ein. Die Serie steht für klaustrophobischen Horror, unheimliche Atmosphäre und Gegner, die immer dann zuschlagen, wenn man’s am wenigsten erwartet. Survios hat mit dem Originalspiel in Virtual Reality beeindruckte, und die Evolved Edition macht den mutigen Schritt, diese Erfahrung auf klassische Plattformen – PC und Konsolen – zu bringen. Das funktioniert in vielen Momenten ganz gut, aber nicht durchgängig.

Ich habe ein paar Durchgänge gemacht, sowohl mit Fokus auf Atmosphäre als auch auf Spannung. Es sind Momente dabei, die mich echt gegruselt haben – die engen Gänge, das Fauchen eines Xenomorphs, wenn man denkt, man sei sicher – aber auch Momente, in denen man merkt, dass das Spiel einige Kompromisse eingehen musste.

Das Setting & die Geschichte

Du spielst als Zula Hendricks, eine ehemalige Colonial Marine, die einem Notruf zur abgelegenen Forschungsstation Purdan folgt. Die Station wurde offensichtlich überrannt, etwas Böses lauert in den Schatten, und früher oder später wird klar: Du musst nicht nur kämpfen, sondern auch überleben, Geheimnisse aufdecken und herausfinden, was Weyland-Yutani hier getrieben hat. Die Handlung ist solide – nicht überragend komplex, aber stimmig, mit einem guten Gespür dafür, wie man Spannung aufbaut. Dass es Teil “Eins” ist, merkt man zwischenzeitlich: Man spürt, dass einige Fragen offen bleiben. Das stört ein wenig, besonders, wenn man mit dem Gefühl sitzt, dass mehr drin gewesen wäre.

Steuerung, Kampfgefühl und Gegner

Die Steuerung fühlt sich generell gut abgestimmt an – kein Chaos, aber eben auch kein perfektes Zielwasser. Die Waffen reagieren, die Animationen sind sauber genug, aber manche Kämpfe wirken repetitiv. Xenomorphs sind gefährlich, besonders wenn man wenig Munition hat oder in beengten Räumen agieren muss. Die Sprünge, Greifattacken oder das plötzliche Auftauchen aus den Schatten erzeugen diese Signature-Momente, die man von Alien-Games erwartet. Aber: Nach ein paar Stunden weiß man, wie man sich verteidigt, wie man Interaktionen ausführt, wie man Geräusche interpretiert – und dann verliert der Horror etwas an Schärfe. Man erwartet das Grauen, statt überrascht zu werden.

Atmosphäre, Sound & Immersion

Hier spielt Evolved Edition seine großen Trümpfe aus. Die Lichteffekte sind stimmig, Nebel, Schatten und dunkle Korridore erzeugen genau das Gefühl von Isolation und Gefahr. Oft hatte ich das Gefühl, ich könnte jeden Moment ein Zischen hören oder etwas über die Schulter huschen sehen. Der Sound ist großartig: Motorengeräusche, quietschende Türen, das Klicken von Ausrüstung, Schreie in der Ferne oder kaum hörbare Signale, die einem Bauchweh bereiten. In solchen Momenten funktioniert das Spiel sehr gut.

Auch visuell zeigt die Evolved Edition ihre Verbesserungen gegenüber der VR-Version: Die Auflösung, Texturen und Details sind schärfer, das Leveldesign wirkt weniger eingeschränkt. Auf PS5 Pro etwa spürt man, wieviel mehr Dynamik bei Beleuchtung und Nebeleffekten möglich ist, wenn man nicht an die Einschränkungen von VR gebunden ist.

Länge, Abwechslung & Wiederspielwert

Die Hauptkampagne beträgt etwa 5–7 Stunden – kein langer Ritt. Wer schnell durch ist, wird das Ende erreichen und merken: Es ist kein vollständiges Ende, sondern ein Cliffhanger. Wer also erwartet, alle Fäden aufzulösen, wird enttäuscht sein.

Die Abwechslung ist gut – verschiedene Waffen, Umgebungen, Begegnungen mit verschiedenen Arten von Xenomorphs. Aber nach einigen Leveln spürt man Wiederholungen: ähnlich gestaltete Gegnerwellen, ähnlich aufgebaute Missionen. Es gibt Passagen, in denen man mehr herumläuft, Schlösser entriegelt, Türen öffnet und Schlüssel sucht – das ist Teil des Horrors, aber man hätte mehr Variation gebraucht, um das Momentum konstant zu halten.

In Sachen Wiederspielbarkeit: Für Fans und für Leute, die das Universum lieben, lohnt es sich, Levels noch einmal zu spielen, Schwierigkeitsgrade hochzuschrauben oder nach versteckten Geheimnissen Ausschau zu halten. Für Gelegenheitsspieler oder Leute, die vor allem Action wollen, könnten manche Passagen zu langsam wirken.

Technik & Leistung

Auf leistungsstarken Systemen läuft Evolved Edition solide. Framerate, Beleuchtung, Schatten, Nebel – viele Effekte, die in VR limitiert waren, profitieren hier vom klassischen Bildschirm. Dennoch gibt es kleinere technische Probleme: gelegentliche Frame-Drops, vereinzelte Animationen, die haken; Gegner, die manchmal in ungünstigen Positionen stecken bleiben; Texturen, die nicht immer perfekt aussehen. Das stört nicht ständig, aber es zieht einen manchmal aus der Immersion heraus.

Persönlicher Eindruck

Ich hatte Momente, in denen ich mich wirklich gefangen fühlte: Ein düsterer Korridor, kaum Licht, eine Tür, die quietscht, und das Gefühl, nicht allein zu sein. Die erste Begegnung mit einem Alien in solch einem Moment war intensiver, als ich erwartet hatte. Doch ebenso hatte ich Abschnitte, in denen ich das Gefühl hatte, das Spiel zieht sich etwas, oder es fehlt der letzte Kick, damit der Horror nicht vorhersehbar wird.

Ich musste mich daran gewöhnen, dass manche Designentscheidungen aus der VR-Zeit übernommen wurden und nicht immer perfekt ins klassische Format passen. Manche Interaktion fühlt sich überflüssig komplex an, wenn man bedenkt, dass man jetzt mit Controller oder Maus spielt. Aber insgesamt: Wenn man Alien mag, ist dieses Spiel eine gute Wahl, gerade weil es eine Zwischenstation ist – nicht perfekt, aber mit Herz und Atmosphärenkraft.

Fazit

Alien: Rogue Incursion – Evolved Edition ist kein perfekter Horror-Shooter, aber eine starke und lohnende Erfahrung – besonders für Fans der Reihe und Leute, die sich gern in dunkle Korridore und klaustrophobische Gänge wagen. Die Evolved Edition macht vieles besser als das Original – bessere Grafik, weniger technische Limitierungen, die Möglichkeit, ohne VR zu spielen – aber sie trägt auch die Schatten mancher Entscheidungen mit sich: kurze Laufzeit, Cliffhanger, etwas wiederholte Mechaniken.

Wer sich darauf einlässt, sollte die Erwartungen anpassen: Mehr Atmosphäre und Sound als Nonstop Action. Wer aber für leichte Adrenalin-Schübe offen ist, wird belohnt werden.

Mediennerd
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Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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