StartBücher & ComicsBelletristikA Tempest of Tea: Ein Hauch von Tee und Blut

A Tempest of Tea: Ein Hauch von Tee und Blut

A Tempest of Tea: Ein Hauch von Tee und Blut | Der beste Fantasy-Heist seit Leigh Bardugos „Das Lied der Krähen“ aus dem Knaur Verlag erschien am 2. Mai 2024. 

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A Tempest of Tea: Ein Hauch von Tee und Blut

Die Straßen von White Roaring gehören Arthie Casimir, kriminelles Superhirn, Waise und Sammlerin von Geheimnissen. In ihrem luxuriösen Teehaus empfängt die Waise Arthie Casimir tagsüber die Reichen der Stadt – und gelangt dabei an so manches brisante Geheimnis. Nachts jedoch verwandelt sich die Teestube in ein illegales Bluthaus für Vampire, die von den Einwohnern des Landes Ettenia ebenso gefürchtet wie verachtet werden. Doch als ihr Teehaus bedroht wird, bietet ein geheimnisvoller Fremder Arthie einen Deal an, dem sie nicht widerstehen kann: Sie soll ein Buch stehlen, das sich in der verführerischen Unterwelt Ettenias befindet, die von mächtigen Vampiren beherrscht wird und zu der Außenstehende keinen Zutritt haben. Zusammen mit ihrem engsten Vertrauten Jin stellt Arthie eine Crew für diese unmögliche Mission zusammen. Doch nicht alle sind wirklich auf ihrer Seite, und plötzlich findet Arthie sich inmitten einer Verschwörung mächtiger Vampire wieder, die die Welt in ihren Grundfesten erschüttert…

Ich habe vor Kurzem „A Tempest of Tea – Ein Hauch von Tee und Blut“ von Hafsah Faizal gelesen und möchte meine Begeisterung und einige kritische Gedanken zu diesem fesselnden Buch teilen. Als großer Fan von düsterer Fantasy und komplexen Charakteren war ich sofort von der Prämisse angezogen. Das Setting in der Stadt White Roaring, die stark an das England der 1920er-Jahre erinnert, bietet eine faszinierende Mischung aus Eleganz und Verfall. Die Idee, ein luxuriöses Teehaus zu führen, das bei Nacht zu einem illegalen Treffpunkt für Vampire wird, ist sowohl originell als auch verlockend. Die Autorin schafft es, diese Welt mit präzisen und stimmungsvollen Beschreibungen lebendig werden zu lassen. Die Karten und Illustrationen im Buch sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch nützlich, um sich in dieser komplexen Welt zurechtzufinden. Die Protagonistin Arthie Casimir ist eine vielschichtige Figur. Als Waisenmädchen hat sie sich ihren Platz in der Unterwelt hart erkämpft. Ihr Teehaus Spindrift ist nicht nur ein Ort der Zuflucht, sondern auch ein Zentrum der Intrigen und Geheimnisse. Ihre Beziehung zu Jin, ihrem Ziehbruder und engen Vertrauten, ist tief und berührend. Die Dynamik zwischen ihnen ist ein starker Antrieb für die Handlung und verleiht der Geschichte eine emotionale Tiefe. Arthie ist eine Meisterin der Geheimnisse und nutzt ihr Wissen geschickt, um ihre Ziele zu erreichen, doch ihre Methoden sind oft skrupellos.

Die Nebencharaktere sind ebenso faszinierend. Jin, der charmante Dieb, Flick, die talentierte Fälscherin, und Matteo, der einflussreiche Vampir, sind alle mit eigenen Zielen und Geheimnissen ausgestattet. Die wechselnden Perspektiven zwischen den Charakteren ermöglichen es, tiefere Einblicke in ihre Motivationen und Hintergründe zu bekommen, ohne dass die Handlung an Spannung verliert. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie die Autorin die Beziehungen und Konflikte innerhalb der Gruppe darstellt. Jeder Charakter bringt seine eigenen Fähigkeiten und Schwächen ein, was die Dynamik und die Interaktionen innerhalb der Crew vielschichtig und spannend macht. Die Handlung selbst ist ein rasanter Heist, voller Wendungen und überraschender Enthüllungen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in die komplexe Welt und das politische System Ettenias einzutauchen. Das Worldbuilding ist reichhaltig, aber manchmal überwältigend. Die Autorin wirft den Leser direkt ins Geschehen, was dazu führt, dass man sich anfangs ein wenig verloren fühlt. Doch sobald man sich in der Welt zurechtgefunden hat, entwickelt die Geschichte eine enorme Sogkraft. Der Vergleich mit „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo ist gerechtfertigt, auch wenn „A Tempest of Tea“ seine eigene, einzigartige Stimme hat.

Ein weiterer Aspekt, der mir besonders gefallen hat, ist die Balance zwischen düsteren Themen und Momenten der Leichtigkeit und Romantik. Die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen den Charakteren entwickelt, fügt der intensiven Handlung eine zusätzliche Ebene hinzu und sorgt für emotionale Höhepunkte. Das letzte Drittel des Buches ist besonders fesselnd. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt und es gibt mehrere unerwartete Wendungen, die mich bis zur letzten Seite gefesselt haben. Die actionreichen Szenen sind packend und gut choreografiert, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das offene Ende lässt viel Raum für Spekulationen und Vorfreude auf den nächsten Band der Dilogie.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass „A Tempest of Tea – Ein Hauch von Tee und Blut“ ein beeindruckender Auftakt einer vielversprechenden Fantasy-Dilogie ist. Die reichhaltige Welt, die komplexen Charaktere und die spannende Handlung machen dieses Buch zu einem Muss für Fans des Genres. Trotz einiger anfänglicher Schwierigkeiten mit dem Worldbuilding hat mich die Geschichte letztendlich vollkommen überzeugt. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band und darauf, mehr über Arthie und ihre Crew zu erfahren.

A Tempest of Tea: Ein Hauch von Tee und Blut

8.7

Aufmachung

8.8/10

Umfang

8.8/10

Schreibstil

8.6/10

Thema

8.7/10

Aufbau

8.5/10

Lesbarkeit

8.6/10

Illustrationen Cover

8.7/10

Umsetzung

8.7/10

Hat mir besonders gefallen

  • Die Stadt White Roaring, die an das England der 1920er-Jahre erinnert, bietet eine stimmungsvolle Mischung aus Eleganz und Verfall.
  • Protagonistin Arthie Casimir und ihre Crew sind komplex und gut ausgearbeitet, mit tiefen Beziehungen und spannenden Hintergrundgeschichten.
  • Der Heist-Plot ist voller Wendungen und Überraschungen, besonders im letzten Drittel, das von actionreichen Szenen geprägt ist.
  • Die detaillierte Welt von Ettenia, komplett mit Stadtkarten und Illustrationen, wird lebendig und faszinierend dargestellt.
  • Die zarte Liebesgeschichte und die Dynamik innerhalb der Crew fügen der intensiven Handlung eine zusätzliche emotionale Ebene hinzu.

War nicht ganz so toll

  • Anfangs überwältigend und schwer zugänglich, was es schwierig macht, sofort in die Geschichte einzutauchen.
Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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