Tempel

Tempel ist eine Serie mit Ken Duken und Chiara Schoras von Studio Hamburg Enterprises aus dem Jahr 2016.

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Tempel: Altenpfleger Mark Tempel (Ken Duken) lebt mit seiner Frau Sandra (Chiara Schoras), die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, und der gemeinsamen Tochter Juni (Michelle Barthel) im Berliner Wedding. Die Tempels fühlen sich wohl in ihrem Kiez, ihrer Heimat. Doch das Viertel verändert sich rasant: Immer mehr wohlhabende Familien ziehen her und Investoren und Immobilienfirmen setzen alles daran, Altmieter loszuwerden.

Als die Immobilienmafia auch die Tempels massiv unter Druck setzt und dabei auch vor drastischen Bedrohungen nicht zurückschreckt, hat Mark genug: Genug der Ohnmacht, genug des Aushaltens, was die Reichen und Mächtigen für die Mittelschicht bestimmen. Er kontaktiert seine alten Bekannten aus der Boxerszene und nimmt den Kampf gegen die Immobilienmafia auf. Ohne es zu merken, verstrickt er sich dabei immer tiefer in das kleinkriminelle Milieu, dem er eigentlich vor Jahren den Rücken gekehrt hatte. Schnell stößt er an die Grenzen seiner Robin-Hood-Moral. Bleibt er einer von den Guten?

90 TV-Sender streamen – live und on demand

Ich bin ein großer Fan von Ken Duken und dachte alles bisher zu kennen, doch dann fällt mir diese Miniserie in die Hände, produziert vom ZDFneo. Hatte ich noch nichts von gehört und nach dem Lesen der Geschichte war mir klar: Da muss ich reinschauen, was ich dann gerade erledigt habe.

Die Serie ist dunkel und hart, sehr ungewohnt für ZDFneo, es wird sich zum einen mit krassen Themen auseinandergesetzt, wie Sterbehilfe beispielsweise. Dazu kommt die innere Zerissenheit des Protagonisten, der sich zwar nur wehren will, aber immer mehr zu dem wird quasi was er hasst. Dabei stellt sich immer wieder die Frage wie weit man gehen darf und was die Moral davon ist. Ich fand die Serie unglaublich spannend und auch wenn das Jahr schon bald zuende ist, in meinen Augen ist dies ein Überraschungshit in den ihr unbedingt mal reinschauen müsst.

8,5 von 10 Kriminellen

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