iRacing® Studios NASCAR 26 (iRacing.com Motorsport Simulations, LLC)
September 2026
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Das offizielle NASCAR-Spiel ist zurück und besser denn je – mit „NASCAR 26“! Kämpfe dich in den Modi „Karriere“, „Schnellrennen“, „Meisterschaft“, „Mehrspieler“ oder unserem brandneuen Modus rund um „The Chase“ durch alle vier NASCAR-National-Serien!
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Entwickler: iRacing.com Motorsport Simulations, LLC
Genre: Rennspiel
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86%
Spielspaß 80%
Wiederspielbarkeit 78%
Langzeitmotivation 88%
Grafik 79%
Umsetzung |
| Wenn ich tatsächlich im Auto sitze und mit einem ganzen Feld Richtung erste Kurve fahre, funktioniert das Spiel hervorragend. |

Links herumfahren kann erstaunlich kompliziert sein
Wer NASCAR nur beiläufig verfolgt, könnte das Ganze ziemlich schnell auf einen Satz reduzieren: Die fahren ständig links herum. Wer sich etwas intensiver damit beschäftigt, weiß natürlich, wie wenig diese Beschreibung mit dem eigentlichen Sport zu tun hat. Reifendruck, Linienwahl, Windschatten, Dirty Air, Boxenstrategie, unterschiedliche Asphaltzustände und die Frage, wie lange man sein Auto wirklich am Limit bewegen kann, entscheiden darüber, ob aus einem vermeintlich einfachen Ovalrennen eine ziemlich anspruchsvolle Angelegenheit wird.
Genau dort hat iRacing einen enormen Vorteil. Kaum ein Entwickler besitzt derart viel Erfahrung mit amerikanischem Oval-Racing, und NASCAR 26 baut weiterhin auf dieser Expertise auf. Laser-gescannte Strecken, eine weiterentwickelte Fahrphysik, dynamische Streckenbedingungen und die vier großen NASCAR-Serien sollen das authentischste NASCAR-Paket liefern, das man abseits der eigentlichen iRacing-Simulation bekommen kann. Seit dem 17. September 2026 ist die PC-Version auf Steam erhältlich.
Das Ergebnis ist auf der Strecke richtig gut. Nur außerhalb des Cockpits merkt man ziemlich schnell, dass aus einem starken Fundament noch längst kein perfektes jährliches Sportspiel geworden ist.

Das Fahrgefühl bleibt die größte Stärke
Schon NASCAR 25 hatte einen wichtigen Punkt richtig gemacht: Die Autos fühlten sich nach schweren Rennwagen an und nicht nach Arcade-Fahrzeugen, die zufällig NASCAR-Lackierungen tragen. NASCAR 26 verbessert dieses Fundament weiter.
iRacing spricht von überarbeiteten Reifen- und Bremsmodellen, verbesserter Physik für sämtliche Chassis sowie detaillierteren Kalibrierungsmöglichkeiten für Controller und Force Feedback. Hinzu kommt ein neues 750-PS-Paket.
Das Entscheidende ist für mich, dass das Spiel trotz des Simulationsanspruchs nicht ausschließlich für Menschen mit einem kompletten Sim-Rig im Wohnzimmer gebaut wurde. Mit Controller bleibt NASCAR 26 gut kontrollierbar. Gerade hier schafft das Spiel einen schwierigen Spagat: Einsteiger können Hilfen aktivieren und relativ schnell ihre ersten Runden fahren, während erfahrenere Spieler Unterstützung reduzieren und wesentlich stärker mit Reifen, Balance und Linienwahl arbeiten müssen.
Auf einem Oval eine saubere Runde zu fahren ist zunächst nicht besonders schwierig. Dreißig Runden lang konstant schnell zu bleiben, während die Reifen abbauen und gleichzeitig ein halbes Feld um mich herumfährt, ist eine völlig andere Geschichte.
Genau dieses Gefühl funktioniert richtig gut.
Der Dynamic Track ist mehr als ein hübscher Effekt
Die wichtigste Neuerung auf der Strecke ist das neue dynamische Streckensystem. Asphalt verändert sich während einer Session, Gummi wird auf bestimmten Linien aufgebaut und Grip verlagert sich. Dadurch kann eine Linie, die zu Beginn eines Rennens ideal war, später nicht mehr automatisch die schnellste Möglichkeit darstellen.
Das klingt wie eine dieser Funktionen, die hervorragend auf einer Feature-Liste aussehen und anschließend kaum auffallen. Hier passt sie aber perfekt zu NASCAR.
Gerade auf Ovalen entsteht dadurch mehr Motivation, alternative Linien auszuprobieren. Wenn unten immer weniger funktioniert, kann eine höhere Linie plötzlich schneller werden. Das Rennen entwickelt sich dadurch stärker, statt lediglich aus identischen Runden mit sinkender Tankanzeige zu bestehen.
Auch positive Steam-Rezensionen heben gerade die sichtbare Gummierung der Strecke und die daraus resultierende Veränderung der Ideallinie hervor.
Für mich ist das eine der sinnvollsten Neuerungen gegenüber dem Vorgänger, weil sie tatsächlich das Rennen verändert und nicht nur ein weiteres Menü ergänzt.
Die KI kann großartig sein – und fünf Minuten später völligen Unsinn machen
Leider bleibt die künstliche Intelligenz einer der größten Streitpunkte.
Im besten Fall liefern die Computerfahrer fantastische Rennen. Sie kämpfen um Positionen, fahren unterschiedliche Linien und können mich über viele Runden unter Druck setzen. Gerade wenn das Feld dicht zusammenliegt, entsteht dieses typisch hektische NASCAR-Gefühl, bei dem ein einziger kleiner Fehler mehrere Plätze kostet.
Dann gibt es allerdings Situationen, in denen die KI ihre Linie verteidigt, als würde das andere Auto überhaupt nicht existieren. Steam-Spieler berichten beispielsweise davon, von Computerfahrern Richtung Apron gedrängt zu werden oder von problematischen Situationen mit langsameren Fahrzeugen und Boxenstrategien. Auch das Verhalten bei Restarts und auf der Boxengasse wird weiterhin kritisiert.
Besonders ärgerlich ist, dass einige dieser Punkte bereits beim Vorgänger diskutiert wurden.
iRacing reagiert immerhin. Direkt rund um die Veröffentlichung gab es mehrere Updates für KI-Skillbereiche, Boxenlogik und Verhalten am Ende von Stages.
Das zeigt einerseits, dass daran gearbeitet wird. Andererseits hätte ich bei einer jährlichen Fortsetzung gerne gesehen, dass solche Grundlagen schon zum Release überzeugender funktionieren.
Vier Serien ergeben eine richtig schöne Karriereleiter
Inhaltlich ist das Paket trotzdem beachtlich. Die Karriere führt durch sämtliche vier großen NASCAR-Nationalserien. Vom Einstieg in der ARCA Menards Series geht es über Trucks und die zweite NASCAR-Stufe bis hin zur Cup Series.
Genau diese Aufstiegsidee funktioniert wunderbar. Ich starte nicht sofort als Superstar im schnellsten Auto, sondern muss mich entwickeln und langsam eine Karriere aufbauen.
Geld, Reputation und Leistungen beeinflussen meinen Fortschritt. Fahrzeugteile verschleißen, Personal und Infrastruktur wollen verbessert werden und Sponsoren setzen Ziele. Neu hinzugekommen sind Facility Upgrades sowie wöchentliche strategische Entscheidungen. Steve Letarte und Jamie McMurray begleiten die Karriere zudem mit Leistungsanalysen und Hinweisen.
Dadurch bekommt die Karriere etwas mehr Managementtiefe als zuvor. Nur hätte ich mir davon noch deutlich mehr gewünscht.

Eine NASCAR-Karriere könnte viel lebendiger sein
Hier liegt für mich eines der größten verschenkten Potenziale.
Eine NASCAR-Karriere sollte Geschichten erzeugen. Rivalitäten sollten entstehen, Teams Fahrer wechseln, Nachwuchstalente aufsteigen und Veteranen irgendwann verschwinden. Angebote anderer Rennställe sollten mich vielleicht sogar dazu bringen, eine erfolgreiche eigene Struktur wieder zu verlassen.
Stattdessen bleibt die Karriere noch stark systemorientiert.
Ich verbessere Einrichtungen, investiere Geld, repariere Teile, erfülle Sponsorenanforderungen und arbeite mich durch die Serien. Das funktioniert als Progressionssystem, entwickelt aber nicht immer diese lebendige Motorsportwelt, die ich mir wünschen würde.
Genau das taucht auch in Community-Kritik auf. Unter anderem fehlen Spielern stärker ausgeprägte Teamwechsel, Hot-Seat-artige Angebote, langfristige Fahrerbewegungen und eine dynamischere Silly Season.
Das Grundgerüst ist gut. Jetzt müsste iRacing aber stärker darauf aufbauen, damit aus dem Karrieremodus wirklich meine persönliche NASCAR-Geschichte wird.
The Chase bringt NASCAR-Geschichte zurück
Sehr schön finde ich dagegen den neuen eigenständigen Modus rund um The Chase.
Statt immer eine komplette Karriere oder Saison durchspielen zu müssen, kann ich mich direkt auf den Meisterschaftskampf konzentrieren. Der Modus orientiert sich an der bekannten NASCAR-Playoff-Idee und gibt Spielern damit eine kompaktere Alternative.
Das ist für mich genau die Art Zusatzmodus, die in einem Sportspiel Sinn ergibt.
Nicht jeder möchte einen kompletten Karrierebetrieb führen. Manchmal möchte ich einfach eine überschaubare Meisterschaft starten und direkt um etwas fahren.
Zusammen mit Quick Race, Championship und Karriere entsteht dadurch genügend Auswahl für unterschiedliche Spielstile.
Peak Performance ist perfekt für Einsteiger
Ebenfalls neu ist der Peak-Performance-Trainingsmodus. Hier kann man gezielt an Fähigkeiten arbeiten und bekommt eine Einschätzung des eigenen Leistungsniveaus.
Gerade bei NASCAR ergibt das viel Sinn.
Ein Anfänger weiß vermutlich gar nicht, warum er auf einem Superspeedway ständig den Anschluss verliert oder weshalb die Hinterreifen nach einigen Runden plötzlich keinerlei Lust mehr auf Kurven haben. Ein strukturierter Trainingsmodus vermittelt solche Grundlagen wesentlich besser, als jemanden einfach direkt in ein Rennen zu werfen.
Damit funktioniert NASCAR 26 auch als Einstieg in einen Motorsport, der spielerisch wesentlich komplexer ist, als er von außen manchmal aussieht.
Für erfahrene Simracer ist dieser Bereich natürlich weniger wichtig. Für Neulinge gehört er für mich trotzdem zu den sinnvollsten Ergänzungen.

Neue Strecken bringen wichtige Abwechslung
Auch bei den Strecken gibt es neue Inhalte. Unter anderem kamen Chicagoland, der Qualcomm Circuit auf der Naval Base Coronado und St. Petersburg hinzu.
Gerade Straßenkurse sind wichtig, weil sie das Fahrgefühl komplett verändern.
Auf einem Oval geht es um Momentum, Windschatten und saubere lange Kurven. Auf einem Street Circuit muss ich plötzlich hart bremsen, über Kerbs arbeiten und mit einem NASCAR-Boliden durch Bereiche fahren, für die sich das Auto ungefähr so elegant eignet wie ein Kühlschrank für einen Slalomkurs.
Genau deshalb machen diese Rennen Spaß.
Die Strecken profitieren außerdem von iRacings Laser-Scan-Daten. Besonders die bekannten Ovale wirken hinsichtlich Geometrie und Unebenheiten ausgesprochen glaubwürdig.
Endlich richtige DNFs – eigentlich unglaublich, dass ich das erwähnen muss
Eine der neuen Funktionen wirkt beinahe absurd selbstverständlich: Fahrzeuge können jetzt tatsächlich aus einem Rennen ausscheiden.
DNFs gehören zu den neuen Ergänzungen, ebenso Sicherheitsverstöße und weitere Rennregelverbesserungen.
Dass so etwas erst hervorgehoben werden muss, zeigt allerdings auch, dass NASCAR 25 als Grundlage noch einige erstaunliche Lücken besaß.
Trotzdem erhöht es die Glaubwürdigkeit. Motorsport besteht nun einmal nicht ausschließlich daraus, entweder Erster oder Letzter zu werden. Motorprobleme, Unfälle und technische Ausfälle gehören dazu.
Gerade eine Karriere profitiert davon, wenn ein Rennen tatsächlich vorzeitig enden kann.
Crossplay ist eine extrem wichtige Neuerung
Beim Multiplayer macht NASCAR 26 einen entscheidenden Schritt: Crossplay ist jetzt integriert. PC-, PlayStation- und Xbox-Spieler können gemeinsam antreten.
Für ein vergleichsweise spezielles Rennspiel ist das enorm wichtig.
Ein getrenntes Spielerfeld auf drei Plattformen würde die Community unnötig fragmentieren. Durch Crossplay steigen die Chancen, auch langfristig ausreichend Gegner zu finden.
Die eigentlichen Rennen profitieren natürlich von menschlichen Gegnern enorm. Keine KI erzeugt dieselbe Nervosität wie ein echter Spieler, der seit fünf Runden zwanzig Zentimeter hinter meiner Stoßstange hängt und offensichtlich nur auf den kleinsten Fehler wartet.
Allerdings gibt es auch hier Beschwerden über Strafen und Situationen, in denen Spieler für Kontakte bestraft werden, die sie nicht verursacht haben.
Das Strafsystem muss deshalb noch zuverlässiger unterscheiden, wer bei einer Kollision tatsächlich verantwortlich war.

Grafisch ist NASCAR 26 richtig stark geworden
Optisch hat iRacing sichtbar nachgelegt.
Beleuchtung, Himmel, Rauch, Partikel und Streckenoberflächen wurden verbessert. Besonders die dynamische Beleuchtung und der zunehmende Gummiabrieb auf dem Asphalt sorgen dafür, dass Rennen wesentlich organischer aussehen. Auch die Replay-Kameras wurden überarbeitet.
Die Fahrzeuge selbst sehen hervorragend aus. Lackierungen, Sponsoren und Karosserien besitzen viele Details und gerade bei Nachtveranstaltungen können die Rennen richtig gut aussehen.
Burnout-Feiern sind ebenfalls neu. Nach einem Erfolg endlich tatsächlich Reifen qualmen zu lassen, ist zwar spielmechanisch völlig belanglos, gehört aber genau zu diesen kleinen Dingen, die einem offiziellen NASCAR-Spiel Atmosphäre geben.
Auch der neue Trophäenraum passt gut dazu. Er verändert das Spiel nicht, gibt Erfolgen aber einen sichtbaren Platz.
Auf dem PC hätte ich wesentlich mehr erwartet
Ausgerechnet bei der PC-Version wird mein Lob allerdings deutlich kleiner.
Steam-Spieler kritisieren fehlende Funktionen wie DLSS, HDR, detaillierte FOV-Anpassungen oder Datenexport für Tools wie SimHub. Auch bei Triple-Screen-Unterstützung gibt es je nach Setup unterschiedliche Erfahrungen.
Das ist bei einem Spiel ausgerechnet von iRacing ziemlich merkwürdig.
Gerade dieser Entwickler besitzt eine riesige PC-Simracing-Community. Entsprechend würde ich erwarten, dass Funktionen für Lenkräder, Cockpits, Telemetrie und unterschiedliche Bildschirmkonfigurationen besonders umfangreich ausfallen.
NASCAR 26 ist aber offensichtlich in erster Linie ein plattformübergreifendes NASCAR-Spiel und keine abgespeckte Version des eigentlichen iRacing.
Das muss man wissen.
Wer einen Controller verwendet, bekommt ein sehr gutes Paket. Wer dagegen ein aufwendiges Sim-Rig betreibt und sämtliche Möglichkeiten erwartet, die man von einer echten PC-Simulation kennt, könnte enttäuscht sein.
Nur Englisch ist für ein internationales Spiel ebenfalls schwach
Auch sprachlich ist das Angebot dürftig.
Steam listet ausschließlich Englisch für Oberfläche, Ton und Untertitel. Deutsch wird überhaupt nicht unterstützt.
Bei einem reinen Rennspiel wäre das relativ egal. Durch Karriere, Sponsoren, Einrichtungsausbau, Trainingshilfen und zahlreiche Menüs gibt es inzwischen aber genug Texte, dass eine deutsche Übersetzung sinnvoll wäre.
Für mich ist das kein riesiger Minuspunkt, aber im Jahr 2026 bei einem offiziellen NASCAR-Spiel zum Vollpreis definitiv nicht besonders zeitgemäß.
Die KI-Stimmen bleiben ein merkwürdiger Beigeschmack
Einige Stimmen im Spiel werden außerdem mit generativer beziehungsweise synthetischer Technik umgesetzt. Gerade in Steam-Rezensionen wird die Qualität dieser gesprochenen Hinweise teilweise deutlich kritisiert. Spieler bemängeln, dass bekannte Persönlichkeiten dadurch unnatürlich klingen.
Das ist schade, weil NASCAR stark von seinen Persönlichkeiten lebt.
Wenn schon bekannte Stimmen und Experten eingebunden werden, möchte ich möglichst glaubwürdige Aufnahmen hören und keine Aussagen, bei denen mir sofort auffällt, dass etwas künstlich wirkt.
Der neue Spotter Freddie Kraft ist grundsätzlich eine schöne Ergänzung. Die gesamte akustische Präsentation hätte für meinen Geschmack aber noch stärker auf echte Aufnahmen setzen dürfen.

Der Season Pass erinnert daran, dass 60 Dollar noch nicht das Ende sind
Die Standardversion wird auf Steam für 59,99 US-Dollar angeboten, die Gold Edition für 79,99 Dollar. Zusätzlich gibt es einen Season Pass für 24,99 Dollar sowie einzelne Pakete. Der Season Pass soll monatliche Inhalte von September bis Dezember 2026 liefern.
Das ist bei einem jährlich erscheinenden Sportspiel ein heikler Punkt.
Besonders Lackierungen sind für NASCAR-Fans ein wichtiger Bestandteil der Authentizität. Gleichzeitig kritisieren Spieler, dass viele Fahrer im Basisspiel nur mit einer begrenzten Auswahl an Paint Schemes vertreten sind, obwohl reale NASCAR-Fahrer während einer Saison zahlreiche Designs verwenden.
Damit entsteht schnell das Gefühl, dass ein Teil dieser Vielfalt für DLC reserviert bleibt.
Das Grundspiel enthält genug, um vollständig spielbar zu sein. Trotzdem hätte ich bei einem Vollpreisspiel, das wahrscheinlich bereits im kommenden Jahr einen Nachfolger bekommt, etwas Zurückhaltung bei der DLC-Struktur bevorzugt.
Das größte Problem heißt NASCAR 25
Und damit kommen wir zur wahrscheinlich wichtigsten Frage: Lohnt sich NASCAR 26, wenn man NASCAR 25 bereits besitzt?
Hier wird es schwierig.
Dynamic Track, Crossplay, Peak Performance, The Chase, verbesserte Physik, neue Strecken, Grafikverbesserungen, Facilities, DNFs und einige weitere Details sind echte Neuerungen. Niemand kann ernsthaft behaupten, es hätte sich überhaupt nichts verändert.
Trotzdem ist das Grundgerüst extrem vertraut.
Viele Karriereabläufe, Sounds, Menüs und grundlegende Systeme wurden übernommen. Genau deshalb findet man auf Steam zahlreiche Rezensionen von Spielern, die den neuen Teil eher als großes Update denn als vollwertigen 60-Dollar-Nachfolger betrachten. Andere Spieler sehen wiederum gerade die vielen Detailverbesserungen als deutlichen Fortschritt.
Beide Seiten kann ich nachvollziehen.
Wer NASCAR 25 nicht besitzt, bekommt mit Teil 26 eindeutig das bessere Gesamtpaket. Besitzer des Vorgängers müssen sich dagegen ernsthaft fragen, wie wichtig ihnen Dynamic Track, Crossplay und die neuen Modi sind.
Die Steam-Wertung spiegelt genau diesen Konflikt wider
Aktuell besitzt NASCAR 26 auf Steam mehr als 300 Rezensionen, von denen ungefähr 76 bis 77 Prozent positiv ausfallen.
Das ist ordentlich, aber für ein Spiel mit einem derart starken Motorsport-Fundament auch nicht überragend.
Interessant ist vor allem, dass viele negative Bewertungen nicht behaupten, das Fahren sei grundsätzlich schlecht. Ganz im Gegenteil. Häufig wird sogar anerkannt, dass die eigentlichen Rennen Spaß machen.
Die Kritik richtet sich stärker gegen den geringen Entwicklungssprung, KI-Probleme, Karriere-Lücken, PC-Funktionen und den Vollpreis.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
NASCAR 26 ist kein schlechtes Rennspiel. Es ist ein gutes Rennspiel, das sich als jährliche Fortsetzung selbst ein schwieriges Preis-Leistungs-Problem geschaffen hat.
Fazit
NASCAR 26 zeigt erneut, warum iRacing Studios der richtige Entwickler für diese Lizenz ist. Wenn ich tatsächlich im Auto sitze und mit einem ganzen Feld Richtung erste Kurve fahre, funktioniert das Spiel hervorragend.
Die Wagen besitzen Gewicht, unterschiedliche Strecken verlangen unterschiedliche Herangehensweisen und gerade das neue Dynamic-Track-System bringt eine zusätzliche taktische Ebene hinein. Grip verändert sich, Linien entwickeln sich und Reifen sowie Bremsen verlangen mehr Aufmerksamkeit. Gleichzeitig bleibt die Steuerung mit einem Controller zugänglich genug, dass nicht nur Hardcore-Simracer Spaß haben können.
Auch beim Umfang stimmt vieles. Vier NASCAR-Serien, Karriere, Championship, Quick Race, The Chase, Peak Performance und Crossplay sorgen für reichlich Beschäftigung. Die verbesserten Lichteffekte, neuen Strecken und kleinen Details wie Burnouts oder der Trophäenraum verstärken die Atmosphäre zusätzlich.
Dann verlasse ich allerdings die Strecke und sehe deutlich mehr Baustellen.
Die Karriere besitzt weiterhin nicht die Dynamik, die ein großer Motorsportmodus haben könnte. Fahrerkarrieren und Teamlandschaften entwickeln sich zu wenig, die KI verhält sich gelegentlich ausgesprochen merkwürdig und auf dem PC fehlen ausgerechnet Funktionen, die ich von einem iRacing-Produkt eigentlich selbstverständlich erwartet hätte.
Noch problematischer ist der Vergleich mit NASCAR 25. Wer den Vorgänger intensiv gespielt hat, bekommt zwar zahlreiche Verbesserungen, aber keinen komplett neuen Unterbau. Dafür erneut den vollen Preis aufzurufen und parallel einen Season Pass anzubieten, wird verständlicherweise nicht jeder Fan begeistert aufnehmen.
Für Neueinsteiger sieht die Situation anders aus.
Wer aktuell ein NASCAR-Spiel kaufen möchte, sollte ganz klar zu NASCAR 26 greifen. Die Verbesserungen summieren sich und gerade Crossplay sowie Dynamic Track machen diese Version langfristig attraktiver. Auch die eigentliche Fahrphysik gehört zum Besten, was es in einem zugänglichen NASCAR-Spiel bisher gegeben hat.
Jetzt muss iRacing Studios allerdings aufpassen, dass aus dieser Serie nicht wieder das typische jährliche Sportspielproblem entsteht: ein starkes Fundament, das jedes Jahr für 60 Dollar nur ein wenig umgebaut wird.
Denn auf der Strecke fährt NASCAR 26 bereits ziemlich nah an der Spitze.
Bei Karriere, KI und dem Umfang der jährlichen Weiterentwicklung fehlen dagegen noch ein paar Runden bis zur Victory Lane.



