RENNSPORT

RENNSPORT (Competition Company)

November 2025

RENNSPORT bietet ein authentisches Rennerlebnis, das in enger Zusammenarbeit mit Automobilherstellern und professionellen Fahrern entwickelt wurde, um sicherzustellen, dass jedes Auto in Aussehen, Fahrgefühl und Handling der Realität entspricht.
Entwickler: Teyon, Competition Compan
Genre: Simulation / Rennspiel
85%
Spielspaß
88%
Wiederspielbarkeit
86%
Langzeitmotivation
80%
Grafik
83%
Umsetzung
RENNSPORT ist kein fertiges Meisterwerk, aber ein mutiger Anfang.


84%

RENNSPORT

Es gibt Rennspiele, die will man einfach starten, Gas geben und Spaß haben. Und es gibt Rennspiele, die verlangen etwas von dir. Konzentration. Geduld. Respekt vor der Physik. RENNSPORT gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Dieses Spiel will kein Casual-Racer sein, kein Forza-Ersatz, kein bunter Arcade-Titel für zwischendurch. Es will ernst genommen werden – als Simulation, als Plattform, als neues Zuhause für Simracing-Enthusiasten.

Und genau deshalb war ich neugierig. Denn mit Namen wie Teyon und Competition Company im Entwicklerteam sowie einem klaren Fokus auf kompetitives Racing weckt RENNSPORT hohe Erwartungen. Nach vielen Stunden auf der Strecke kann ich sagen: Das Spiel hat enormes Potenzial, ist aber noch nicht an seinem Ziel angekommen.

Der erste Eindruck: Klar, kühl, fokussiert

Schon beim ersten Start wird klar, wohin die Reise geht. RENNSPORT präsentiert sich nüchtern, fast schon kühl. Keine bombastischen Intros, kein überladener Karriere-Modus, kein unnötiger Firlefanz. Menüs sind funktional, sachlich, aufgeräumt.

Das kann man mögen oder nicht – ich persönlich finde es passend. Denn RENNSPORT will nicht unterhalten, es will fordern. Es fühlt sich eher wie ein Werkzeug an als wie ein Spiel. Ein Werkzeug, um schnelle, saubere, faire Rennen zu fahren.

Allerdings merkt man hier auch sofort: Das Spiel ist noch im Aufbau. Manche Menüs wirken unfertig, manche Abläufe nicht ganz durchdacht. Man findet sich zurecht, aber es fehlt noch der letzte Feinschliff, der aus funktional wirklich elegant macht.

Fahrgefühl: Das Herzstück schlägt stark

Kommen wir zum wichtigsten Punkt eines Rennspiels: dem Fahrgefühl. Und hier macht RENNSPORT sehr vieles richtig.

Die Fahrzeuge fühlen sich schwer an, glaubwürdig, fordernd. Jede Kurve verlangt Präzision, jeder Fehler wird bestraft. Reifen bauen Temperatur auf, verlieren Grip, reagieren spürbar auf Belastung. Bremsen wollen sauber dosiert werden, Lastwechsel sind kein theoretisches Konzept, sondern physisch spürbar.

Was mir besonders gefallen hat: RENNSPORT zwingt dich nicht in ein bestimmtes Setup-Gefühl. Es lässt Raum für Anpassung. Wer sich mit Setups beschäftigt, wird belohnt. Wer einfach nur fahren will, kommt zurecht – aber nie ohne Anstrengung.

Es ist kein Spiel, das dir Siege schenkt. Und genau das macht es so befriedigend, wenn man eine Runde wirklich sauber hinbekommt.

Strecken und Fahrzeuge: Qualität statt Masse

Der Umfang von RENNSPORT ist aktuell überschaubar, aber hochwertig. Die Strecken sind detailreich, akkurat umgesetzt und fahren sich hervorragend. Höhenunterschiede, Curbs, Auslaufzonen – alles wirkt so, wie man es aus dem echten Motorsport kennt.

Auch bei den Fahrzeugen setzt das Spiel klar auf Qualität statt Quantität. Jedes Auto fühlt sich anders an. Unterschiedliche Fahrzeugklassen verlangen unterschiedliche Fahrstile. Man merkt, dass hier nicht einfach Datenblätter übernommen wurden, sondern viel Zeit ins Feintuning geflossen ist.

Natürlich: Wer eine riesige Auswahl erwartet, wird enttäuscht sein. Aber RENNSPORT will kein Content-Monster sein. Es will eine saubere Basis schaffen, auf der aufgebaut wird. Und diese Basis ist solide.

Multiplayer und Wettbewerb: Der wahre Fokus

Ganz klar: RENNSPORT ist ein Multiplayer-Spiel. Alles ist darauf ausgelegt, faire, kompetitive Rennen zu ermöglichen. Matchmaking, Ranglisten, saubere Starts – hier liegt der Kern.

Wenn es läuft, dann läuft es richtig gut. Die Rennen sind intensiv, sauber und spannend. Gerade in gut besetzten Lobbys entsteht dieses typische Simracing-Gefühl: absolute Konzentration, kein Platz für Fehler, pure Spannung.

Allerdings gibt es auch hier noch Baustellen. Verbindungsprobleme, gelegentliche Desyncs und kleinere Serverprobleme trüben das Erlebnis. Nichts Katastrophales, aber spürbar. Man merkt: Das Fundament ist gelegt, aber das Haus steht noch nicht komplett.

Was mir jedoch positiv aufgefallen ist: Die Entwickler scheinen genau zu wissen, wohin sie wollen. Der Fokus auf E-Sport-Strukturen, faire Rennen und langfristige Wettbewerbe ist klar erkennbar.

Grafik und Technik: Sauber, aber nicht spektakulär

Grafisch ist RENNSPORT gut, aber nicht überragend. Die Fahrzeuge sind detailliert, die Strecken sauber modelliert, die Beleuchtung solide. Aber es fehlt dieser letzte Wow-Effekt.

Das stört mich persönlich kaum, denn in einer Simulation zählt für mich das Fahrgefühl mehr als spiegelnde Lacke. Trotzdem muss man ehrlich sein: Im Vergleich zu manch anderem modernen Racer wirkt RENNSPORT etwas nüchtern, fast schon steril.

Technisch lief das Spiel bei mir stabil. Keine Abstürze, keine gravierenden Bugs. Die Performance ist gut, auch auf längeren Sessions. Hier merkt man die Erfahrung der Entwickler – das Spiel ist technisch sauber gebaut, auch wenn optisch noch Luft nach oben ist.

Lernkurve und Zugänglichkeit

RENNSPORT ist kein Spiel für Einsteiger. Oder besser gesagt: Es ist kein Spiel, das sich um Einsteiger bemüht.

Wer aus dem Arcade-Bereich kommt, wird frustriert sein. Wer keine Geduld hat, ebenso. Aber wer Simracing liebt, wer sich gerne in Mechaniken vertieft, wer Freude daran hat, sich zu verbessern – der wird hier glücklich.

Ich musste mir Zeit nehmen. Runden fahren, Fehler machen, lernen. Und genau das hat mir gefallen. RENNSPORT respektiert den Spieler – es erklärt nicht alles, es fordert Eigeninitiative.

Kritikpunkte: Der Weg ist noch lang

So vielversprechend RENNSPORT ist, es bleibt ein Spiel mit offenen Baustellen. Der Umfang ist noch begrenzt, die Benutzerführung nicht immer optimal, der Singleplayer-Aspekt nahezu nicht vorhanden.

Auch die Präsentation könnte emotionaler sein. Mehr Kontext, mehr Atmosphäre, mehr Identität würden dem Spiel guttun. Im Moment fühlt es sich eher wie eine sehr gute Beta an als wie ein fertiges Produkt.

Aber: Die Richtung stimmt. Und das ist das Entscheidende.

Fazit: Eine starke Basis für die Zukunft

RENNSPORT ist kein fertiges Meisterwerk, aber ein mutiger Anfang. Es ist ein Spiel für Puristen, für Simracer, für Menschen, die nicht gewinnen wollen, sondern besser fahren.

Ich hatte viele starke Momente – perfekte Kurven, spannende Zweikämpfe, dieses Gefühl, wenn man merkt, dass man sich verbessert. Genau dafür spielt man solche Spiele.

Wenn die Entwickler den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen, den Umfang erweitern und die Technik weiter stabilisieren, hat RENNSPORT das Potenzial, sich langfristig einen festen Platz im Simracing-Genre zu sichern.

Mediennerd
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.
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