Schwert und Galgen: Geschichte der Todesstrafe in Salzburg

Schwert und Galgen: Geschichte der Todesstrafe in Salzburg ist …

Schwert und Galgen: Geschichte der Todesstrafe in Salzburg
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Schwert und Galgen: Geschichte der Todesstrafe in Salzburg
  • Gerhard Ammerer, Christoph Brandhuber
  • Herausgeber: Verlag Anton Pustet Salzburg
  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

Letzte Aktualisierung am 15.10.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Schwert und Galgen: Geschichte der Todesstrafe in Salzburg: Blutrünstig und grausam ist die Geschichte der Salzburger Justiz. Bis zum Ende des geistlichen Fürstentums 1803 galt die Peinliche Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V. von 1532, die bei zahlreichen Vergehen die Todesstrafe vorsah. Zur Abschreckung inszenierte die Obrigkeit den gewaltsamen Tod als Massenspektakel, selbst in der Zeit der Aufklärung kannte man selten Mitleid und Erbarmen. Doch wer waren die Männer, die für Geld töteten? Wieviel kostete eine Hinrichtung? Wie stand es um die Familie und die Sozialkontakte des Scharfrichters? Ging die Handhabung von Schwert und Galgen immer den gewohnten Gang? Und konnte ein Henker eigentlich in Pension gehen?

Diesen und anderen Fragen gehen Gerhard Ammerer und Christoph Brandhuber in ihrem Buch nach. In Akten, Briefen und Tagebüchern verfolgen sie die blutige Spur, die sich durch die vergangenen Jahrhunderte zieht, vom Mittelalter bis zur letzten Hinrichtung am 22. November 1949. Das Ergebnis ist ein Manifest gegen die Todesstrafe.

Ich fand dieses Buch total spannend, auch wenn ich nicht aus Salzburg komme sind die Methoden dort doch weit verbreitet auf der Welt gewesen. So fand ich es spannend einmal zu erfahren wie die Zeit damals so war, wie man die Strafen empfand und eben natürlich die offenen Fragen, die auch genau meine gewesen wären, die der Autor hier detailliert und zu meiner vollen Zufriedenheit beantwortet. Besonders wenn es denn in die Richtung mit der Pension geht für die Henker. Das sind so Dinge die spannend sind, die man sich aber irgendwie viel zu selten selbst mal gefragt hat, wenn man über diese Methoden nachgedacht hat. Ein toller Einblick in eine Zeit die so Gott sei dank vorbei ist, schaut selbst unbedingt mal rein.

8,5 von 10 Henkern in Rente

Mediennerd
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