Neue Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag: Nord- und Mittelengland / Südschweden / Portugal / Ostseeküste

Nord- und Mittelengland: Der Norden Englands – das sind geheimnisvolle Moore, wilde Bergregionen, atemberaubende Naturerlebnisse in vier herrlichen Nationalparks und zahllose stolze Burgruinen, die von einer wehrhaften Vergangenheit zeugen. Beschaulicher präsentiert sich die Mitte des Landes, wo sanfte Hügellandschaften, friedlich grasende Schafe hinter Trockensteinmauern, Fachwerkhäuser und urige Pubs das Bild prägen. Typisch sind Großstädte, die nach einer neuen Identität suchen und sich mutig modernisieren. Denn hier brummte einst Englands Schwerindustrie, die die Industrielle Revolution befeuerte und deren Profiteure ihr Geld in prächtige Herrensitze steckten. Ganz anders wiederum Englands Osten: flach, mit unendlichen Weiten, Seenlandschaften und kilometerlangen Sandstränden für das (extrem erfrischende) Bad im Meer.

Südschweden inkl. Stockholm: Dunkelgrüner Nadelwald, leuchtend rote Ferienhäuschen und azurblaue Seen – dazu noch ein Elch, und das herkömmliche Schwedenbild ist perfekt. Doch es ist wie bei allen Klischees: Sie haben einen wahren Kern, aber die Wirklichkeit ist weit facettenreicher. Denn neben grandiosen Naturerlebnissen, wie sie beispielsweise die unzähligen Binnenseen mit ihren Wassersportmöglichkeiten oder die Schärengebiete mit ihrem Gewirr aus eiszeitlich geschliffenen Felsbuckeln bieten, hat die Region auch in kultureller Hinsicht so manches vorzuweisen: Prähistorische Felsbilder, Grabfelder und Runensteine belegen eine jahrtausendealte Siedlungsgeschichte, stattliche Gutshöfe, malerische Bauerndörfer und Schlösschen zeugen von der teils vergangenen Bedeutung des ländlichen Raums als Wirtschaftsfaktor. Aus der wechselvollen Geschichte des dänisch-schwedischen Machtkampfes sind Burgen und Befestigungen erhalten, unter denen die Vasa-Schlösser eine besondere Bedeutung besitzen. Und auch die Industrialisierung hat ihre Spuren hinterlassen, sei es in Form spektakulärer Kanalbauten oder als ganze „Industrielandschaft“ wie in Schwedens „Manchester“ Norrköping. Intakte Altstädte, herrschaftliche Parks und liebevoll herausgeputzte Gärten tragen zur Attraktivität vieler Orte bei, und in den Großstädten, allen voran Stockholm, pulsiert das kulturelle Leben.

Portugal: Portugal – das ist das kleine, aber vielfältige Land am Rande Europas. Der üppig grüne Norden und der mediterrane, trockene Süden zeigen starke landschaftliche Kontraste. Hier die wildromantische Gebirgslandschaft und das einsame, hinter den Bergen versteckte Gebiet „Trás-os-Montes“, dort das Badevergnügen zwischen bizarren Sandsteinfelsen und stillen Buchten. In Zentralportugal lockt die nostalgische Weltstadt Lissabon und an der rauen Westküste die Schönheit unzähliger kleiner Fischerdörfer und Badeorte. Nur im äußersten Süden, am schmalen Küstenstreifen der Algarve, konzentriert sich der internationale Tourismus. Aber auch wer sich abseits der Touristenpfade das Gebiet zwischen Bragança im Norden und Lissabon erschließen will, findet jede Menge brauchbare Tipps, etwa zu Porto, Heimat des weltberühmten gleichnamigen Weins, zu Coimbra, der altehrwürdigen Universitätsstadt in Mittelportugal, oder zu Nazaré, dem traditionellen Fischerdorf an der Westküste.

Ostseeküste – Mecklenburg Vorpommern: Steilküsten, kilometerlange, wald- und dünengesäumte Sandstrände und zergliederte Bodden- und Haffküste, dazwischen traditionsreiche Hansestädte wie Rostock oder Stralsund und schicke Ostseebäder wie Heiligendamm. Vorgelagert sind die schönsten Inseln Deutschlands: allen voran das vielseitige Rügen, Hiddensee, die stille Perle der Ostsee, und das Badeparadies Usedom mit seinen mondänen drei Kaiserbädern. Dies und mehr im Buch zur längsten Küste Deutschlands kompakt auf 336 Seiten.

Zunächst sei einmal gesagt, dass dieser Verlag in den letzten Tagen sehr viele Reiseführer herausgebracht hat. Mehr dazu hier. Ich habe mir jetzt dazu drei besorgt, deren Ziele mich schon lange interessieren. Diese Reiseführer sind richtig klasse, das geht schon über einen Reiseführer hinaus und bietet so sehr detailliertes Wissen über die jeweiligen Orte, das man beinahe das Gefühl hat wirklich alles schon zu kennen und es sich nur noch live anschauen braucht, als ob man schon einmal da gewesen ist. Ich kann euch diese Art von Reiseführer wirklich empfehlen, ich auf jeden Fall bin schwer begeistert.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Geschichte, Originalität, Bedeutung
85 %
Lesbarkeit
92 %
Spannungs- und Interessensbogen
85 %
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.