Krebs – vom Diagnoseschock zum besonnenen Handeln

Krebs – vom Diagnoseschock zum besonnenen Handeln: Die Diagnose „Krebs“ ist nicht nur für Betroffene, sondern auch für deren Angehörige ein Schock. In ihrer Folge entstehen viele Fragen: Welche Behandlung gibt es? Schul- oder Alternativmedizin? Werde ich wieder gesund, und vor allem: wie?

Lutz Wesel, Arzt für Allgemeinmedizin, Psychotherapeut und Psychoonkologe, hat vor einigen Jahren selbst eine schwere Krebserkrankung überstanden. In diesem Buch fasst er übersichtlich und gut verständlich zusammen, was man als Patient oder Angehöriger wissen muss, um gute und sichere Entscheidungen treffen und besonnen die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können.

Das Buch informiert über Schulmedizin und Komplementärmedizin, gibt Tipps, wie man mit Ärzten und Angehörigen kommuniziert, und zeigt, was man als Patient selbst tun kann, um wieder gesund zu werden. Es bahnt Verständnis, nimmt die Angst, macht Mut und gibt Zuversicht. Eine Checkliste hilft, die notwendigen Schritte zu planen. Ein Servicekapitel gibt Hinweise auf Institutionen, Spezialkliniken, Krebsinformationsdienste, Selbsthilfegruppen und weiterführende Literatur.

In meiner Familie gab es und es gibt sie aktuell, Krebskranke. Mein Opa, meine Oma und mein Onkel sind bereits an Krebs gestorben, eine furchtbare Krankheit. Nun gibt es wieder jemanden der erkrankt ist, unheilbar und man fühlt sich als Angehöriger hilflos. Natürlich muss das Gefühl des Kranken noch schlimmer sein, aber auch für Angehörige ist diese Krankheit der absolute Horror. Dieses Buch geht mit der Krankheit um, ist an den richtigen Stellen einfühlsam und hilft auch Abschied zu nehmen, denn so ehrlich muss man sein, Krebs ist ein langsames Abschied nehmen, ein verabschieden auf Zeit und diese Zeit sollte man, meiner Meinung nach so gut wie möglich nutzen. Man sollte sagen können, dass man noch eine schöne Zeit mit den Menschen gehabt hat. Angehörigen kann ich dies Buch sehr empfehlen, wie gesagt, es gibt an den richtigen Stellen Kraft, so schaut doch einfach selbst mal rein.

Es gibt mit dem Autor auch ein sehr schönes Interview, hier ein Auszug daraus:

Carl-Auer Verlag: Lieber Herr Wesel, Sie sind vielen Lesern als Fachmann für die Arzt-Patienten-Kommunikation bestens bekannt. Nach Ihrem erfolgreichen Ratgeber für ein gutes Arztgespräch „Wie sag ich’s meinem Doc“ setzt Ihr neues Buch in dem Augenblick ein, wenn der Patient erfährt, dass er an Krebs erkrankt ist. Was macht eine Krebsdiagnose für Patienten und ihre Angehörigen so anders als alle anderen Diagnosen, dass Sie ihr ein ganzes Buch widmen?

Dr. Lutz Wesel: Die Krebsdiagnose unterscheidet ich von nahezu allen anderen Diagnosen durch ihre plötzliche und unmittelbare Konfrontation mit Leiden und Tod. Für die meisten Menschen stellt sie das „worst case scenario“ dar. Bei den allermeisten tauchen sofort Horrorvisionen von schrecklichen Therapien mit furchtbaren Nebenwirkungen auf  und sie befürchten, nun im Räderwerk unmenschlicher Apparatemedizin zermalmt zu werden.
Aus dieser Erfahrung heraus, die ich als Arzt, aber auch als Patient gemacht habe, hielt ich es für nötig, ein Buch zu schreiben, welches sich an frisch diagnostizierte Krebspatienten und ihre Angehörigen richtet und ihnen in kompakter und leicht verständlicher Form erstens alle notwendigen Informationen gibt und ihnen zweitens klar macht, dass man so eine Erkrankung durchaus ruhig und besonnen angehen und heil überstehen kann.

Das komplette Interview findet ihr hier

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Geschichte, Originalität, Bedeutung
88 %
Lesbarkeit
84 %
Spannungs- und Interessensbogen
82 %
Mediennerd
Medienproduzent/Blogger, Katzenliebhaber und 1. FC Köln Fan im hohen Norden. Mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung teste und vermarkte ich seit 2009 Produkte aller Art. Sie erhalten immer ein ehrliches Feedback.